Botschaft des Bundesrates · BBl 2026 615
Ziff. 2.1.6.2.4 Interne Verfahren und Zuständigkeiten
Die Beschlüsse des GA zur Übernahme eines EU-Rechtsakts in das Abkommen stellen völkerrechtliche Verträge dar. Sie ändern die betreffenden Abkommen, indem sie den jeweiligen Anhang aktualisieren. Daher gelten die üblichen internen Verfahren und Zuständigkeiten für den Abschluss und die Änderung völkerrechtlicher Verträge, insbesondere in Bezug auf (i) die Information und Konsultation während der Diskussionen im GA zur Übernahme eines Rechtsakts der EU, (ii) die Ermächtigung der Schweizer Delegation, einem Beschluss des GA zuzustimmen, und (iii) die Genehmigung eines GA-Beschlusses. Information und Konsultation während der Diskussionen im GA (Beginn der Phase 2 in der Abbildung 2.1.6.2 [1] Die Diskussionen im GA im Hinblick auf die Übernahme eines EU-Rechtsakts und die Festlegung der diesbezüglichen Position der Schweizer Delegation fallen gemäss
Artikel 184 Absatz 1 BV in die Zuständigkeit des Bundesrates. Der Bundesrat kann diese Zuständigkeit an ein eidgenössisches Departement oder ein Bundesamt delegieren. Gemäss BV und BGMK informiert und konsultiert der Bundesrat in diesem Rahmen die Kantone, soweit ihre Zuständigkeiten betroffen oder ihre wesentlichen Interessen berührt sind. Er schlägt vor, die Modalitäten dieser Mitwirkung in einer Vereinbarung zu regeln (s. Ziff. 2.1.7.1).
Der Bundesrat informiert und konsultiert das Parlament gemäss Artikel 152 ParlG.73. Er schlägt vor, die Modalitäten zur Information und Konsultation in Weisungen des Bundesrates zu regeln, die in enger Zusammenarbeit mit den Ratspräsidien, den zuständigen parlamentarischen Kommissionen und den Parlamentsdiensten ausgearbeitet werden (s. Ziff. 2.1.7.2.3). 73 SR 171.10 Ermächtigung der Schweizer Delegation, einem Beschluss des GA zuzustimmen (Ende der Phase 2 in der Abbildung 2.1.6.2 [1]) Die Schweizer Delegation kann einem Beschluss des GA nur zustimmen, wenn sie dazu ermächtigt wurde. Die Zustimmung zu einem GA-Beschluss ist vergleichbar mit der Unterzeichnung eines völkerrechtlichen Vertrags. Folglich liegt es gemäss Artikel 184 Absatz 2 BV in der Zuständigkeit des Bundesrates, die Schweizer Delegation zur Annahme eines GA-Beschlusses zu ermächtigen. Er kann diese Kompetenz an ein Bundesdepartement oder ein Bundesamt delegieren.
Der Bundesrat schlägt vor, die Mitwirkung von Vertreterinnen und Vertretern der Kantone im GA in einer Vereinbarung zu regeln, sofern die Zuständigkeiten der Kantone betroffen oder ihre wesentlichen Interessen berührt sind (s. Ziff. 2.1.7.1). Der Bundesrat informiert gemäss Artikel 152 ParlG das Parlament über die Ermächtigung der Schweizer Delegation, einem Beschluss des GA zuzustimmen. Er erachtet es für notwendig, die Modalitäten zu dieser Information in Weisungen des Bundesrates zu regeln (s. Ziff. 2.1.7.2.3). Genehmigung durch die Schweiz und Inkrafttreten eines GA-Beschlusses (Phasen 3 und 4 der Abbildung 2.1.6.2 [1]) Damit ein Beschluss des GA in Kraft treten und seine rechtliche Wirkung entfalten kann, muss er genehmigt werden. Gemäss Artikel 166 Absatz 2 BV obliegt diese Genehmigung der Bundesversammlung. Der Bundesrat ist nur für die Genehmigung zuständig, wenn dies (i) in einem völkerrechtlichen Vertrag oder (ii) in einem Gesetz vorgesehen ist. Die Abkommen des Pakets Schweiz–EU (Bilaterale III) sehen zur Genehmigung von GA-Beschlüssen keine Kompetenzdelegation an den Bundesrat vor. Folglich ist für diese Genehmigung immer die Bundesversammlung zuständig, ausser sie hat diese Zuständigkeit selbst in einem Bundesgesetz an den Bundesrat delegiert. Ein Beispiel für eine solche Delegation ist Artikel 7a Absatz 2 RVOG, wonach der Bundesrat völkerrechtliche Verträge von beschränkter Tragweite selbstständig abschliessen kann. Hat die Bundesversammlung die Genehmigungskompetenz an den Bundesrat delegiert, kann dieser wiederum selbst die Kompetenz an ein eidgenössisches Departement oder ein Bundesamt delegieren. Ist der Bundesrat, ein eidgenössisches Departement oder ein Bundesamt für die Genehmigung eines Beschlusses des GA zuständig, so tritt dieser Beschluss mit der Beschlussfassung in Kraft, da die Ermächtigung der Schweizer Delegation zur Zustimmung zu einem GA-Beschluss auch die Genehmigung des Beschlusses durch die zuständige Behörde beinhaltet (s. Ziff. 2.1.6.2.3).
Die Genehmigung eines GA-Beschlusses durch die Bundesversammlung kann Gegenstand eines fakultativen Referendums sein, wenn die Voraussetzungen nach Artikel 141 Absatz 1 Buchstabe d (insbesondere) Ziffer 3 BV erfüllt sind. Der Genehmigungsbeschluss selbst unterliegt dem fakultativen Referendum, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der übernommene Rechtsakt der EU wichtige rechtsetzende Bestimmungen enthält oder die Übernahme den Erlass oder die Änderung eines Bundesgesetzes erfordert. Der GABeschluss muss somit nicht zwingend den Erlass oder die Änderung eines Bundesgesetzes zur Folge haben, damit ein Referendum stattfinden kann. Der Genehmigungsbeschluss selbst kann Gegenstand eines Referendums sein. Allgemeine Erwägungen Aus den oben dargelegten Gründen gibt es keinen Automatismus für die Übernahme eines EU-Rechtsakts in das Abkommen. Eine solche Übernahme muss vom Parlament
– und bei einem Referendum vom Volk – oder, im Falle einer in einem Bundesgesetz vorgesehenen Kompetenzdelegation, von der zuständigen Schweizer Behörde genehmigt werden (für den Ausnahmefall der vorläufigen Anwendung s. Ziff. 2.1.6.2.3). Die oben beschriebenen internen Verfahren und Zuständigkeiten gelten sowohl im Rahmen der Integrations- als auch der Äquivalenzmethode (s. Ziff. 2.1.6.2.5). Die Schweizer Delegationen in den GA können nur handeln, wenn sie dazu gemäss den geltenden internen Verfahren und Zuständigkeiten ordnungsgemäss ermächtigt sind. Die oben beschriebenen Verfahren und Zuständigkeiten im Zusammenhang mit der Übernahme eines EU-Rechtsakts sind im Landesrecht der Schweiz festgelegt, insbesondere in der BV und den Bundesgesetzen. Die Abkommen des Pakets Schweiz–EU (Bilaterale III) haben keinen Einfluss auf diese Verfahren und Zuständigkeiten. Es steht der Schweiz daher völlig frei, diese festzulegen und gegebenenfalls anzupassen. Die Beschlüsse des GA zur Übernahme von Rechtsakten der EU in das Abkommen können nur in Kraft treten, wenn diese Verfahren und Zuständigkeiten eingehalten wurden.
Les décisions du CM portant sur la reprise d’un acte juridique de l’UE dans l’accord constituent des traités internationaux. Elles modifient les accords concernés en actualisant l’annexe en cause. Par conséquent, les procédures et compétences internes habituelles en matière de conclusion et de modification de traités internationaux s’appliquent, notamment s’agissant (i) de l’information et de la consultation pendant les discussions au sein du CM en vue de la reprise d’un acte juridique de l’UE, (ii) de l’autorisation de la délégation suisse de donner son accord à une décision du CM et (iii) de l’approbation d’une décision du CM.
Information et consultation pendant les discussions au sein du CM (début de la phase 2 dans la figure 2.1.6.2 [1]) La conduite des discussions au sein du CM en vue de la reprise d’un acte juridique de l’UE et la détermination de la position de la délégation suisse dans ce cadre relèvent de la compétence du Conseil fédéral en vertu de l’art. 184, al. 1, Cst. Le Conseil fédéral peut déléguer cette compétence à un département fédéral ou à un office fédéral. Conformément à la Cst. et à la LFPC, le Conseil fédéral informe et consulte les cantons dans ce cadre, dans la mesure où leurs compétences ou leurs intérêts essentiels sont concernés. Il propose de fixer les modalités de cette participation dans une convention (cf. ch. 2.1.7.1). En ce qui concerne le Parlement, le Conseil fédéral l’informe et le consulte conformément à l’art. 152 LParl. Il propose de régler les modalités de cette information et de cette consultation dans des directives du Conseil fédéral, qui seront élaborées en étroite collaboration avec les collèges présidentiels, les commissions parlementaires compétentes et les Services du Parlement (cf. ch. 2.1.7.2.3).
Autorisation de la délégation suisse d’adopter une décision du CM (fin de la phase 2 dans la figure 2.1.6.2 [1]) La délégation suisse ne peut adopter une décision du CM que si elle y a été autorisée. Le fait d’adopter une décision du CM est comparable à la signature d’un traité international. Par conséquent, le Conseil fédéral est compétent pour autoriser la délégation suisse d’adopter une décision du CM conformément à l’art. 184, al. 2, Cst. Il peut déléguer cette compétence à un département fédéral ou à un office fédéral. Le Conseil fédéral propose de régler la participation de représentants des cantons au sein des CM dans une convention, dans la mesure où les compétences cantonales ou les intérêts essentiels des cantons sont concernés (cf. ch. 2.1.7.1).
Le Conseil fédéral informe le Parlement sur l’autorisation donnée à la délégation suisse d’adopter une décision du CM sur la base de l’art. 152 LParl. Il juge nécessaire de préciser les modalités de cette information dans des directives du Conseil fédéral (cf. ch. 2.1.7.2.3).
Approbation par la Suisse et entrée en vigueur de la décision du CM (phases 3 et 4 dans la figure 2.1.6.2 [1]) Pour qu’une décision du CM puisse entrer en vigueur et déployer ses effets juridiques, il faut qu’elle soit approuvée. Selon l’art. 166, al. 2, Cst., l’Assemblée fédérale est compétente pour cette approbation. Le Conseil fédéral est uniquement compétent pour l’approbation si cela est prévu (i) dans un traité international ou (ii) dans une loi. Les accords du paquet Suisse-UE (Bilatérales III) ne prévoient pas de délégation de compétence au Conseil fédéral pour approuver les décisions du CM. Par conséquent, l’Assemblée fédérale est toujours compétente pour cette approbation, sauf quand elle a elle-même délégué cette compétence au Conseil fédéral dans une loi fédérale. Un exemple d’une telle délégation est l’art. 7a, al. 2, LOGA, selon lequel le Conseil fédéral peut conclure seul des traités internationaux de portée mineure. Si l’Assemblée fédérale lui délègue la compétence d’approbation, le Conseil fédéral peut, à son tour, déléguer cette compétence à un département fédéral ou à un office fédéral. Lorsque le Conseil fédéral, un département fédéral ou un office fédéral est compétent pour l’approbation d’une décision du CM, celle-ci est prise et entre en vigueur simultanément, car l’autorisation donnée à la délégation suisse d’adopter une décision du CM et l’approbation de cette dernière figurent dans la même décision de l’autorité compétente (cf. ch. 2.1.6.2.3).
L’approbation par l’Assemblée fédérale d’une décision du CM peut faire l’objet d’un référendum facultatif si les conditions de l’art. 141, al. 1, let. d, notamment ch. 3, Cst. sont remplies. La décision d’approbation elle-même fait l’objet d’un référendum facultatif si les conditions sont données. C’est notamment le cas lorsque l’acte juridique de l’UE repris contient des dispositions importantes fixant des règles de droit ou lorsque la reprise nécessite l’adoption ou la modification d’une loi fédérale. Il n’est donc pas nécessaire que la décision du CM entraîne l’adoption ou la modification d’une loi fédérale pour qu’un référendum puisse avoir lieu. La décision d’approbation ellemême peut faire l’objet d’un référendum. Considérations générales Au vu de ce qui précède, il n’y a pas d’automatisme à la reprise d’un acte juridique de l’UE dans l’accord. En effet, cette reprise doit être approuvée par le Parlement – et le peuple en cas de référendum – ou, en cas de délégation de compétence prévue dans une loi fédérale, par l’autorité suisse compétente (pour le cas exceptionnel de l’application provisoire, cf. ch. 2.1.6.2.3). Les procédures et compétences internes décrites ci-dessus sont applicables tant dans le cadre de la méthode d’intégration que dans celui de la méthode d’équivalence (cf. ch. 2.1.6.2.5). Les délégations suisses au sein des CM peuvent uniquement agir si elles sont dûment autorisées à cette fin, selon les procédures et compétences internes applicables. Les procédures et compétences en lien avec la reprise d’un acte juridique de l’UE décrites ci-dessus sont fixées par le droit interne suisse, notamment la Cst. et les lois fédérales. Les accords du paquet Suisse-UE (Bilatérales III) n’ont pas d’influence sur ces procédures et compétences. La Suisse est par conséquent entièrement autonome pour les fixer et, le cas échéant, les adapter. Les décisions du CM reprenant des actes juridiques de l’UE dans l’accord ne peuvent entrer en vigueur que si ces procédures et compétences ont été respectées.
Le decisioni del comitato misto relative al recepimento di un atto giuridico dell’UE nell’accordo costituiscono trattati internazionali. Esse modificano gli accordi interessati aggiornando l’allegato in questione. Di conseguenza, si applicano le consuete procedure e competenze interne in materia di conclusione e di modifica dei trattati internazionali, in particolare per quanto riguarda (i) l’informazione e la consultazione durante le discussioni in seno al comitato misto in vista del recepimento di un atto giuridico dell’UE, (ii) il conferimento alla delegazione svizzera dell’autorizzazione a dare il proprio consenso a una decisione del comitato misto e (iii) l’approvazione di una decisione del comitato misto.
Informazione e consultazione durante le discussioni in seno al comitato misto (inizio della fase 2 nella figura 2.1.6.2 [1]) La conduzione delle discussioni in seno al comitato misto in vista del recepimento di un atto giuridico dell’UE e la determinazione della posizione della delegazione svizzera in tale contesto sono di competenza del Consiglio federale ai sensi dell’articolo 184 capoverso 1 Cost. Il Consiglio federale può delegare questa competenza a un dipartimento federale o a un ufficio federale.
Conformemente alla Cost. e alla LFPC, il Consiglio federale informa e consulta i Cantoni in tale contesto qualora si tocchino le loro competenze o i loro interessi essenziali. L’Esecutivo propone di fissare le modalità di questa partecipazione dei Cantoni in una convenzione (v. n. 2.1.7.1).
Per quanto concerne il Parlamento, il Consiglio federale lo informa e lo consulta conformemente all’articolo 152 della legge del 13 dicembre 2002 sul Parlamento (LParl). L’Esecutivo propone di disciplinare le modalità di tale informazione e tale consultazione in apposite istruzioni, elaborate in stretta collaborazione con le presidenze delle Camere, le commissioni parlamentari competenti e i Servizi del Parlamento (v. n. 2.1.7.2.3). Autorizzazione alla delegazione svizzera per l’adozione di una decisione del comitato misto (fine della fase 2 nella figura 2.1.6.2 [1]) La delegazione svizzera può adottare una decisione del comitato misto solo se è stata autorizzata a farlo. L’adozione di una decisione del comitato misto è paragonabile alla firma di un trattato internazionale. Di conseguenza, il Consiglio federale ha la competenza di autorizzare la delegazione svizzera ad adottare una decisione del comitato misto ai sensi dell’articolo 184 capoverso 2 Cost. L’Esecutivo può delegare questa competenza a un dipartimento federale o a un ufficio federale.
Il Consiglio federale propone di disciplinare la partecipazione dei rappresentanti dei Cantoni in seno ai comitati misti in una convenzione qualora le decisioni in questione tocchino le competenze o gli interessi essenziali dei Cantoni (v. n. 2.1.7.1). Il Consiglio federale informa il Parlamento dell’autorizzazione conferita alla delegazione svizzera per l’adozione di una decisione del comitato misto sulla base dell’arti- 73 RS 171.10 colo 152 LParl. L’Esecutivo ritiene inoltre necessario precisare le modalità di tale informazione in apposite istruzioni (v. n. 2.1.7.2.3). Approvazione da parte della Svizzera ed entrata in vigore della decisione del comitato misto (fasi 3 e 4 nella figura 2.1.6.2 [1]) Affinché possa entrare in vigore e dispiegare i suoi effetti giuridici, una decisione del comitato misto deve essere approvata. Secondo l’articolo 166 capoverso 2 Cost., l’Assemblea federale è competente per tale approvazione. Il Consiglio federale è competente per l’approvazione solo se ciò è previsto (i) in un trattato internazionale o (ii) in una legge. Gli accordi del pacchetto Svizzera-UE (Bilaterali III) non prevedono la delega di competenze al Consiglio federale per l’approvazione delle decisioni del comitato misto. Di conseguenza, l’Assemblea federale è sempre competente per tale approvazione, tranne quando essa stessa ha delegato la competenza in questione al Consiglio federale in una legge federale. Un esempio di tale delega è l’articolo 7a capoverso 2 LOGA, secondo cui il Consiglio federale può concludere autonomamente trattati internazionali di portata limitata. Se l’Assemblea federale delega al Consiglio federale la competenza di approvazione, quest’ultimo può a sua volta delegarla a un dipartimento federale o a un ufficio federale. Quando il Consiglio federale, un dipartimento federale o un ufficio federale è competente per l’approvazione di una decisione del comitato misto, quest’ultima entra in vigore al momento della su adozione, poiché l’autorizzazione conferita alla delegazione svizzera per l’adozione di una decisione del comitato misto e l’approvazione di quest’ultima figurano nella medesima decisione dell’autorità competente (v. n. 2.1.6.2.3).
L’approvazione, da parte dell’Assemblea federale, di una decisione del comitato misto può essere sottoposta al referendum facoltativo se sono soddisfatte le condizioni di cui all’articolo 141 capoverso 1 lettera d Cost., in particolare quelle previste al numero 3. Anche la decisione di approvazione può essere sottoposta al referendum facoltativo qualora siano soddisfatte le condizioni. Ciò avviene in particolare quando l’atto giuridico dell’UE recepito comprende disposizioni importanti che contengono norme di diritto o quando il recepimento richiede l’adozione o la modifica di una legge federale. Non è quindi necessario che la decisione del comitato misto comporti l’adozione o la modifica di una legge federale affinché possa essere indetto un referendum. Anche la stessa decisione di approvazione può essere sottoposta al referendum. Osservazioni generali Alla luce di quanto precede, non vi è alcun automatismo nel recepimento di un atto giuridico dell’UE nell’accordo. Tale recepimento deve infatti essere approvato dal Parlamento – e dal Popolo in caso di referendum – oppure, qualora una legge federale preveda una delega di competenze, dall’autorità svizzera competente (per il caso eccezionale dell’applicazione provvisoria v. n. 2.1.6.2.3). Le procedure e le competenze interne sopra descritte si applicano sia nell’ambito del metodo dell’integrazione sia in quello del metodo dell’equivalenza (v. n. 2.1.6.2.5). Le delegazioni svizzere in seno ai comitati misti possono agire unicamente se debitamente autorizzate a tal fine, conformemente alle procedure e alle competenze interne applicabili. Le procedure e le competenze relative al recepimento di un atto giuridico dell’UE sopra descritte sono stabilite dal diritto interno svizzero, segnatamente dalla Costituzione federale e dalle leggi federali. Gli accordi del pacchetto Svizzera-UE (Bilaterali III) non incidono su tali procedure e competenze. La Svizzera è pertanto pienamente autonoma nel definirle e, se del caso, nell’adeguarle. Le decisioni del comitato misto che recepiscono atti giuridici dell’UE nell’accordo possono entrare in vigore soltanto se tali procedure e competenze sono state rispettate.
Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend ist allein die Veröffentlichung durch die Bundeskanzlei (Art. 49 PublV). Text automatisch aus dem amtlichen PDF übernommen; im Zweifel gilt das PDF.