Botschaft des Bundesrates · BBl 2026 615
Ziff. 2.3.8.4.1 Entsendegesetz (EntsG) (Teil 4)
11. Abschnitt: Plattform für die elektronische Kommunikation
Art. 8r Diese Anpassung in Absatz 1 betrifft lediglich den Verweis auf Artikel 8p E-EntsG, welcher aufgrund der Neunummerierung angepasst werden muss.
Absatz 2 enthält den bisherigen Artikel 8a Absatz 2 EntsG.
12. Abschnitt: Verwaltungssanktionen und Strafbestimmungen
Art. 9 Abs. 2 Einleitungssatz sowie Bst. a, b, bbis, c, d, e, f, fbis und fter Vorausschickend sei angemerkt, dass Sanktionen wirksam, verhältnismässig und abschreckend sein müssen. Aus der ständigen Rechtsprechung des EuGH geht hervor, dass solche Sanktionen zulässig sein können, wenn sie zwingenden Gründen des Allgemeininteresses entsprechen, wenn sie geeignet sind, die Verwirklichung des mit ihnen verfolgten Ziels zu gewährleisten, und wenn sie nicht über das hinausgehen, was zur Erreichung dieses Ziels erforderlich ist.396 Das bedeutet, dass die Härte der verhängten Sanktion der Schwere des mit ihr geahndeten Verstosses entsprechen muss. Diese Bedingungen sind erfüllt, da Artikel 9 Absatz 2 E-EntsG zwei Kategorien von Verwaltungssanktionen vorsieht: pekuniäre Verwaltungssanktionen bis
5000 Franken (Bst. a, d, fbis und fter) beziehungsweise bis 30 000 Franken (Bst. b, bbis und f) sowie ein Verbot für die betreffenden Unternehmen, während ein bis fünf Jahren in der Schweiz ihre Dienste anzubieten (Bst. b, bbis, c, d und e). Die kantonale Behörde nach Artikel 7 Absatz 1 Buchstabe d EntsG kann je nach Sachverhalt (geringer oder schwerwiegender Verstoss) eine der beiden Sanktionen verhängen (Bst. b, bbis und d). Das Verbot, ihre Dienste in der Schweiz anzubieten, ist nicht nur geeignet, die betroffenen Unternehmen von erneuten Verstössen gegen das EntsG abzuhalten, sondern auch erforderlich, da eine pekuniäre Verwaltungssanktion in gewissen Fällen nicht ausreicht, um den Verstössen ein Ende zu setzen. Somit wird auch der Grundsatz der Verhältnismässigkeit gewahrt. Schliesslich kommt nur bei besonders schwerwiegenden Verstössen (Bst. c) und bei Verstössen im Sinne von Artikel 12 Absatz 1 Buchstabe a oder b EntsG oder bei Nichtbezahlung des Betrags der rechtskräftigen Verwaltungssanktion nach Buchstabe a, b Ziffer 1, bbis Ziffer 1 oder d Ziffer 1 (Bst. e) ausschliesslich das Dienstleistungsverbot in Frage: In solchen Fällen entspricht diese Lösung auch dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit, da die verhängte Sanktion für den jeweiligen Sachverhalt angemessen sein muss und es sich hier um die einzig mögliche wirksame und abschreckende Sanktion handelt. Der Verhältnismässigkeitsgrundsatz gebietet zudem, dass die kantonale Behörde vor dem Verfügen eines Dienstleistungsverbots die ausländische Behörde um Vollstreckung der pekuniären Verwaltungssanktion nach Artikel 8j ersucht. Nur wenn die grenzüberschreitende Vollstreckung nicht gelingt, kommt das Dienstleistungsverbot infrage.
Die Sanktion in Buchstabe a wird ergänzt um Verstösse gegen die Pflicht zur Bereithaltung von Dokumenten gemäss Artikel 7 Absatz 2 oder 2 bis. Verstösse gegen die 396 EuGH, Urteil vom 12. September 2019, Maksimovic, C-64/18, EU:C:2019:723, Rn. 35 sowie die in Rn. 39 erwähnte Rechtsprechung.
Herausgabepflicht von Dokumenten gemäss Artikel 7 Absatz 2ter, die nur auf Verlangen vorgelegt oder zugänglich gemacht werden müssen, sollen wie heute mit einer Busse gemäss Artikel 12 EntsG bestraft werden.
Buchstabe a wird ferner ergänzt um Verstösse gegen die Meldepflicht von:
– Schweizer Arbeitgebern, die im Ausland wohnhafte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bis zu drei Monaten innerhalb eines Kalenderjahres anstellen (Art. 6a).
– im Ausland niedergelassenen Dienstleistungserbringerinnen und Dienstleistungserbringern, die bis zu 90 Arbeitstagen innerhalb eines Kalenderjahres in der Schweiz eine selbstständige Erwerbstätigkeit ausüben (Art. 6b)
– im Ausland wohnhaften Personen, die dort keine Niederlassung haben, und die bis zu drei Monaten innerhalb eines Kalenderjahres in der Schweiz selbstständig erwerbstätig sind (Art. 6e) Auch bei selbstständig Erwerbstätigen ohne Niederlassung im Ausland wird die Verletzung der Nachweispflicht sanktioniert (Art. 9 Abs. 2 i.V.m. Art. 6e Abs. 3 EEntsG). Sanktioniert werden soll nicht der misslungene Nachweis als solcher, sondern die Verletzung der Mitwirkungs- und Auskunftspflicht bei der Prüfung ihres Status. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit gebietet es, dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die Meldung von selbstständig Erwerbstätigen ohne Niederlassung im Ausland ein deklaratorisches Verfahren darstellt, das bei Fehlen nicht dazu führen darf, dass die Ausübung der Erwerbstätigkeit eingeschränkt oder verboten würde (vgl. Ziff. 2.3.10.2.2.).
Buchstabe b wird dahingehend präzisiert, dass nur Verstösse gegen die minimalen Arbeits- und Lohnbedingungen nach Artikel 2 Absatz 1 sanktioniert werden können. Dies entspricht einer langjährigen Praxis im Vollzug des EntsG und wird nun im Gesetz festgehalten. Buchstabe bbis sieht bei Verstössen gegen Artikel 2 Absatz 2ter EntsG eine pekuniäre Verwaltungssanktion bis zu einem Betrag von 30 000 Franken vor (Ziff. 1) oder eine Dienstleistungssperre bis zur Hinterlegung der Kaution nach Artikel 2 Absatz 2ter vor (Ziff. 2). Eine Dienstleistungssperre wegen Nichtleisten der Kaution ist folglich aufzuheben, wenn die Zahlung der Kaution erfolgt ist. Buchstabe c wird wie Buchstabe b ergänzt um Absatz 1 von Artikel 2.
Buchstabe d erfährt lediglich redaktionelle Anpassungen.
Buchstabe e wird ergänzt um Buchstabe bbis Ziffer 1, bei den bestehenden Buchstaben b und d wird Ziffer 1 hinzugefügt.
Buchstabe f erfährt lediglich redaktionelle Anpassungen.
Buchstabe fbis sieht eine pekuniäre Verwaltungssanktion bis zu einem Betrag von 5000 Franken vor, wenn ein inländischer Arbeitgeber im Rahmen eines Amtshilfeersuchens seine Auskunfts- und Herausgabepflicht nach Artikel 8g Absatz 2 oder seine Mitwirkungspflicht bei einer Kontrolle nach Artikel 8g Absatz 6 verletzt. Mit der Sanktionierung der Verletzung der Auskunfts-, Herausgabe- oder Mitwirkungspflicht stellt sich die Frage der Abgrenzung zu Artikel 12 Absatz 1 Buchstaben a und b, der für wissentlich falsche Auskünfte oder für die Verweigerung der Auskunft eine Busse vorsieht. Mit der Einführung einer pekuniären Verwaltungssanktion sollen nun nicht Doppelsanktionen bei gleichzeitiger Anwendung von Artikel 9 und Artikel
12 gefördert werden. Der Normalfall soll eine einzige Sanktion sein. Eine Busse nach
Artikel 12 setzt zudem den Nachweis des subjektiven Tatbestandes durch die Strafverfolgungsbehörden voraus. Buchstabe fter sieht ebenfalls eine pekuniäre Verwaltungssanktion bis 5000 Franken gegen den Arbeitgebenden vor, wenn die Ansprechpartnerin oder der Ansprechpartner die Voraussetzungen nach Artikel 5a E-EntsG trotz vorgängiger Mahnung nicht erfüllt.
Art. 12 Abs. 1 Bst. c Der Verweis im bisherigen Artikel 12 Absatz 1 Buchstabe c auf Artikel 9 Absatz 2 Buchstaben b, d oder e wird mit Buchstabe bbis Ziffer 2 ergänzt (s. Erläuterungen zu
Art. 9).
13. Abschnitt: Klagerecht
Art. 13a Der bisherige Artikel 11 wird unverändert in Artikel 13a verschoben.
Section 8 : Coopération administrative transfrontalière : demandes émanant d’autorités suisses
Art. 8j Une délégation au Conseil fédéral est prévue pour régler les modalités des demandes adressées par les autorités et organes paritaires visés à l'art. 7, al. 1 LDét à l’autorité requérante étrangère. Cette demande contiendra les mêmes éléments que ceux prévus par l’art. 8a, al. 2, P-LDét.
Art. 8 k, al. 2 Une délégation au Conseil fédéral est prévue pour régler les modalités des demandes adressées par les autorités et organes paritaires visés à l’art. 7, al. 1, LDét à l’autorité requérante étrangère. Cette demande contiendra les mêmes éléments que ceux prévus par l’art. 8a, al. 2, P-LDét.
Section 9 : Coopération administrative transfrontalière : système d’information du marché intérieur
Art. 8l L’al. 1 prévoit que la coopération administrative avec les États membres de l’UE en matière de détachement de travailleurs s’effectue via le système IMI.
L’al. 2 prévoit que les cantons doivent désigner une autorité centrale ou un service de coordination et l’annoncer au SECO. En principe, ce rôle est assumé par l’autorité cantonale du marché du travail. Les services cantonaux de coordination du système IMI sont habilités, en accord avec le SECO en tant que coordonnateur national du système IMI dans le domaine du détachement de travailleurs, à intégrer d’autres autorités cantonales compétentes dans le système IMI, par exemple l’autorité cantonale de migration ou l’inspection cantonale du travail. Conformément à l’al. 3, si des autorités ou organes impliqués dans l’exécution de la LDét n’ont pas accès au système IMI, le service cantonal compétent en matière de coordination du système IMI assure la coopération administrative transfrontalière, conformément à l’art. 8 LDét.
Art. 8m L’al. 1 prévoit que le SECO assume le rôle de coordonnateur du système IMI dans le domaine du détachement de travailleurs.
Selon l’al. 2, le SECO peut enregistrer dans le système IMI les coordonnateurs du système et les autorités compétentes. Il peut leur octroyer des droits différenciés dans le système IMI.
L’al. 3 délègue la compétence de désigner le coordonnateur national du système IMI au Conseil fédéral.
Art. 8n Les coûts annuels du raccordement au système IMI et de son exploitation sont pris en charge par la Confédération.
Section 10 : Protection des données
Art. 8o Al. 1. L’art. 8o, al. 1, P-LDét habilite les organes chargés d’effectuer les contrôles ou d’exécuter la LDét conformément à l’art. 7, al. 1, LDét, ainsi que les commissions tripartites et le SECO à traiter les données dont ils ont besoin pour remplir les tâches qui leur sont conférées par la LDét et les tâches de surveillance prévues à l’art. 360b CO. Le traitement des données comprend aussi bien les données de personnes physiques que celles de personnes morales, y compris les données relatives à des poursuites ou à des sanctions administratives ou pénales visées aux art. 9 et 12 LDét.
Al. 2 (délégation de compétence législative). L’art. 8o, al. 2, P-LDét habilite le Conseil fédéral à régler la durée de conservation des données. Les dispositions cantonales restent réservées.
Art. 8p Al. 1. Afin d’assurer une coordination dans l’exécution de la LDét, la communication mutuelle des données entre les autorités et organes visés à l’art. 8o, al. 1, P-LDét est nécessaire. Une obligation de communication des données doit donc être inscrite à l’art. 8p, al. 1, P-LDét pour autant que ces données soient nécessaires à l’accomplissement des tâches visées à l’art. 8o, al. 1, P-LDét. Al. 2. L’art. 8p, al. 2, P-LDét prévoit que les autorités et organes visés à l’art. 8o, al. 1, P-LDét ont la possibilité de communiquer d’office ou sur demande aux autorités et organes compétents les indices d’infraction visés aux let. a à e et qu’ils ont relevés dans le cadre de l’exécution des tâches qui leur incombent selon la loi. Les indices d’infraction doivent apparaître dans le cadre de l’accomplissement des tâches prévues par la loi en vigueur. L’art. 8p, al. 2, P-LDét ne doit pas donner lieu à une extension des tâches et des compétences existantes.
Al. 3. L’art. 8p, al. 3, P-LDét correspond, sur le fond, à l’art. 8, al. 2, 2e phrase, LDét en vigueur.
Al. 4. Par analogie avec l’art. 8p, al. 2, P-LDét, les entités visées à l’art. 8p, al. 2, let. a à e, P-LDét doivent aussi pouvoir communiquer aux autorités et organes visés à l’art. 8o, al. 1, P-LDét les données visées aux al. a à c.
Al. 5. L’art. 8p, al. 5, P-LDét correspond à l’art. 8, al. 4, LDét en vigueur. Seules des adaptations rédactionnelles ont été effectuées.
Art. 8q L’exécution de la LDét impliquera à l’avenir un renforcement des échanges avec les autorités étrangères. Dès lors, l’obligation pour les autorités et organes visés à l’art. 8o, al. 1, P-LDét de communiquer à l’étranger des données dans le domaine du détachement de travailleurs doit être inscrite à l’art. 8q P-LDét.
Section 11 : Plateforme de communication électronique
Art. 8r L’adaptation à l’al. 1 concerne uniquement le renvoi à l’art. 8p P-LDét, qui doit être modifié en raison de la nouvelle numérotation.
L’al. 2 reprend l’actuel art. 8a, al. 2, LDét.
Section 12 : Sanctions administratives et dispositions pénales
Art. 9, al. 2, phrase introductive et let. a, b, bbis, c, d, e, f, fbiset fter À titre préliminaire, il convient de relever que les sanctions doivent être efficaces, proportionnées et dissuasives. Il résulte de la jurisprudence de la CJUE bien établie que ces sanctions peuvent être admises lorsqu’elles répondent à des raisons impérieuses d’intérêt général, qu’elles sont propres à garantir la réalisation de l’objectif qu’elles poursuivent et qu’elles ne vont pas au-delà de ce qui est nécessaire pour l’atteindre396, c’est-à-dire que la rigueur de la sanction imposée doit être en adéquation avec la gravité de l’infraction qu’elle vise à sanctionner. Ces exigences sont respectées dans la mesure où l’art. 9, al. 2, P-LDét prévoit deux ordres de sanctions administratives : la sanction administrative pécuniaire jusqu’à 5000 francs (let. a, d, fbis et fter) et jusqu’à 30 000 francs (let. b, bbis et f) respectivement ainsi que l’interdiction d’offrir 396 CJUE, arrêt du 12 septembre 2019, C-64/18, Maksimovic, EU: C:2019:723, point 35 ainsi que la jurisprudence mentionnée au point 39.
des services en Suisse pour une durée d’un à cinq ans (let. b, bbis, c, d et e). L’autorité cantonale visée à l’art. 7, al. 1, let. d, LDét a la possibilité d’infliger l’une ou l’autre de ces deux sanctions (let. b, bbis et d), sur la base des circonstances du cas d’espèce (infraction mineure ou infraction grave). L’interdiction d’offrir des services en Suisse est non seulement apte à dissuader les entreprises concernées de commettre d’autres violations de la LDét, mais aussi nécessaire car, dans certains cas, une sanction administrative pécuniaire n’est pas suffisante pour faire cesser des violations, ce qui permet de garantir le principe de la proportionnalité. Enfin, ce n’est qu’en cas d’infraction d’une gravité particulière (let. c), en cas d’infraction visée à l’art. 12, al. 1, let. a ou b LDét, ou en cas de non-paiement du montant d’une sanction administrative entrée en force au sens des let. a, b, ch. 1, bbis, ch. 1, ou d, ch. 1 (let. e) que seule une interdiction d’offrir ses services en Suisse entre en ligne de compte : dans de tels cas la solution retenue respecte aussi le principe de la proportionnalité parce que la sanction prononcée doit être adaptée à chaque cas concret, et qu’il s’agit de la seule sanction dissuasive possible et efficace. Le principe de proportionnalité exige en outre qu’avant de décider d’une interdiction à une entreprise d’offrir ses services, l’autorité cantonale demande à l’autorité étrangère d’exécuter la sanction administrative pécuniaire conformément à l’art. 8j. L’interdiction à l’entreprise d’offrir ses services n’intervient que si l’exécution transfrontalière est infructueuse. Aux infractions punissables de la sanction prévue à la let. a viendront s’ajouter les infractions à l’obligation de mise à disposition des documents visée à l’art. 7, al. 2 ou 2bis. Les infractions à l’obligation de fournir les documents conformément à l’art. 7,
al. 2ter, qui ne doivent être présentés ou rendus accessibles que sur demande, seront punies d’une amende au titre de l’art. 12 LDét, comme c’est déjà le cas actuellement. La let. a est complétée par les infractions à l’obligation d’annonce commises par :
– des employeurs suisses qui emploient des travailleurs domiciliés à l'étranger sans y être établis pendant trois mois au plus par année civile (art. 6a),
– des prestataires de services établis à l’étranger qui exercent une activité lucrative indépendante en Suisse jusqu’à 90 jours de travail par année civile (art. 6b) et
– des personnes domiciliées à l'étranger sans y être établis et qui exercent une activité lucrative indépendante en Suisse jusqu’à trois mois par année civile (art. 6e).
La violation de l’obligation de fournir la preuve du statut d’indépendant est également sanctionnée pour les indépendants sans établissement à l’étranger (art. 9, al. 2, en relation avec l’art. 6e, al. 3, P-LDét). Le but n’est pas de sanctionner le non-apport de la preuve en tant que tel mais la violation de l’obligation de collaborer et de fournir des renseignements lors de l’examen du statut. Le principe de proportionnalité impose de tenir compte du fait que l’annonce des indépendants sans établissement à l'étranger constitue une procédure déclaratoire qui, en l'absence de celle-ci, ne doit pas entraîner une restriction ou une interdiction de l'exercice de l'activité lucrative (cf. ch. 2.3.10.2.2.) La let. b est précisée de la manière suivante : seules les infractions aux conditions minimales de travail et de salaire selon l’art. 2, al. 1, peuvent être sanctionnées. Cela correspond à une pratique de longue date dans l’exécution de la LDét, qui est dès lors inscrite dans la loi.
La let. bbis prévoit en cas d’infraction à l’art. 2, al. 2ter, P-LDét une sanction administrative pécuniaire allant jusqu’à 30 000 francs (ch. 1) ou une interdiction à l’entreprise d’offrir ses services en Suisse jusqu’au dépôt de la garantie financière visée à l’art. 2,
al. 2ter, (ch. 2). Une interdiction de fournir des services prononcés pour manquement à l’obligation de verser la garantie financière doit être levée lorsque celle-ci aura été versée.
La let. c est, comme la let. b, complétée par la mention de l’al. 1 de l’art. 2. La let. d ne fait l’objet que d’adaptations d’ordre rédactionnel.
La let. e est complétée par la mention de la let. bbis, ch. 1, et le ch. 1 est ajouté aux let. b et d, déjà mentionnées dans le texte existant.
La let. f ne fait l’objet que d’adaptations d’ordre rédactionnel.
La let. fbis prévoit une sanction administrative pécuniaire de 5000 francs au plus si, dans le cadre d’une demande de coopération administrative, un employeur suisse se soustrait à son devoir de renseigner et de produire des documents au sens de l’art. 8g,
al. 2, ou à son obligation de collaborer lors d’un contrôle au titre de l’art. 8g, al. 6. La sanction prévue en cas de violation de l'obligation de renseigner, de remettre des documents ou de collaborer soulève la question de la délimitation par rapport à l'art. 12, al. 1, let. a et b, qui prévoit une amende en cas de renseignement sciemment inexact ou de refus de renseigner. L'introduction d'une sanction administrative pécuniaire ne vise pas à encourager les doubles sanctions en cas d'application simultanée des art. 9 et 12. La règle générale est qu'il n'y a qu'une seule sanction. Une amende au sens de l'art. 12 nécessite en outre la preuve de l'élément subjectif par les autorités de poursuite pénale.
La let. fter prévoit également une sanction administrative pécuniaire de 5000 francs au plus à l’encontre de l’employeur si la personne chargée d’assurer la liaison ne remplit pas les conditions visées à l’art. 5a P-LDét malgré un avertissement préalable.
Art. 12, al. 1, let. c Le renvoi à l’art. 9, al. 2, let. b, d ou e, contenu à l’art. 12, al. 1, let. c, existant, est complété par la mention de la let. bbis, ch. 2 (cf. commentaire de l’art. 9). Section 13 : Droit d’action
Art. 13a L’art. 11 existant est déplacé sans modification à l’art. 13a.
Section 14 : Surveillance de l’exécution
Art. 14 L’art. 14 P-LDét subit une simple adaptation rédactionnelle.
Capoverso 5: il contenuto dell’articolo 8p capoverso 5 D-LDist corrisponde al vigente articolo 8 capoverso 4 LDist. Vengono apportate unicamente modifiche redazionali.
Art. 8q L’esecuzione della LDist implicherà in futuro scambi più intensi con le autorità estere. L’articolo 8q D-LDist prevede quindi l’obbligo per le autorità e gli organi di cui all’articolo 8o capoverso 1 D-LDist di comunicare dati all’estero nell’ambito del distacco dei lavoratori.
Sezione 11: Piattaforma per la comunicazione elettronica
Art. 8r L’adeguamento previsto al capoverso 1 riguarda unicamente il rimando all’articolo 8p D-LDist, che deve essere modificato in seguito alla nuova numerazione. Il capoverso 2 riprende l'attuale articolo 8a capoverso 2 LDist.
Sezione 12: Sanzioni amministrative e disposizioni penali
Art. 9 cpv. 2, frase introduttiva nonché lett. a, b, bbis, c, d, e, f, fbis e fter A titolo preliminare va rilevato che le sanzioni devono essere efficaci, proporzionate e dissuasive. Dalla giurisprudenza consolidata della CGUE risulta che queste sanzioni possono essere ammesse quando siano giustificate da ragioni imperative d’interesse generale, siano idonee a garantire la realizzazione dello scopo perseguito e non vadano 396 oltre quanto è necessario per il raggiungimento di quest’ultimo , ossia la severità della sanzione irrogata deve essere adeguata alla gravità dell’infrazione che essa intende sanzionare. Questi requisiti sono rispettati nella misura in cui l’articolo 9 capoverso 2 D-LDist prevede due tipi di sanzioni amministrative: le sanzioni amministrative pecuniarie fino a 5000 franchi (lett. a, d, fbis nonché fter) o fino a 30 000 franchi (lett. b, bbis nonché f), e il divieto di offrire servizi in Svizzera per un periodo da uno a cinque anni (lett. b, bbis, c, d nonché e). L’autorità cantonale di cui all’articolo 7 capoverso 1 lettera d LDist ha la possibilità di infliggere una o l’altra di queste due sanzioni (lett. b, bbis nonché d), sulla base delle circostanze del caso (infrazione minore o infrazione grave). Il divieto di offrire servizi in Svizzera non è solo idoneo a dissuadere le aziende interessate dal commettere ulteriori infrazioni alla LDist, ma è anche necessario perché, in alcuni casi, una sanzione amministrativa pecuniaria non è sufficiente per porre fine alle infrazioni. In questo modo viene rispettato anche il principio di proporzionalità. Infine, è soltanto in caso di infrazioni particolarmente gravi (lett.
c), di infrazioni ai sensi dell’articolo 12 capoverso 1 lettera a o b LDist o di mancato pagamento dell’importo della sanzione amministrativa passata in giudicato di cui alle lettere a, b numero 1, bbis numero 1 o d numero 1 (lett. e) che entra in linea di conto 396 CGUE, sentenza del 12 settembre 2019, C-64/18, Maksimovic, EU:C:2019:723, punto 35 nonché la giurisprudenza menzionata al punto 39.
unicamente un divieto di offrire i propri servizi in Svizzera: in simili casi la soluzione adottata rispetta altresì il principio di proporzionalità perché la sanzione pronunciata deve essere adeguata a ogni caso concreto e rappresenta l’unico deterrente possibile ed efficace. Il principio di proporzionalità impone inoltre all’autorità cantonale di richiedere all’autorità estera l’esecuzione della sanzione amministrativa pecuniaria secondo l’articolo 8j prima di pronunciare un divieto di offrire servizi. Solo se l’esecuzione transfrontaliera non ha successo, si può prendere in considerazione il divieto di offrire servizi.
Alle infrazioni punibili con la sanzione prevista alla lettera a vengono aggiunte le infrazioni all’obbligo di tenere a disposizione i documenti secondo l’articolo 7 capoversi 2 o 2bis. Le infrazioni all’obbligo di fornire i documenti di cui all’articolo 7 capoverso 2ter, che devono essere presentati o resi accessibili solo su richiesta, verranno punite con una multa secondo l’articolo 12 LDist come avviene già attualmente. Alla lettera a vengono inoltre aggiunte le infrazioni all’obbligo di notifica commesse da:
– datori di lavoro svizzeri che impiegano per una durata massima di tre mesi per anno civile persone domiciliate all’estero (art. 6a);
– prestatori di servizi stabiliti all’estero che esercitano un’attività lucrativa indipendente in Svizzera per una durata massima di 90 giorni di lavoro per anno civile (art. 6b)
– persone che sono domiciliate all’estero ma non vi sono stabilite e che esercitano un’attività lucrativa indipendente in Svizzera per una durata massima di tre mesi per anno civile (art. 6e).
Anche le persone che esercitano un’attività lucrativa indipendente non stabilite all’estero sono sanzionate in caso di infrazione all’obbligo di fornire la prova dell’attività lucrativa indipendente (art. 9 cpv. 2 in combinato disposto con l’art. 6e cpv. 3 D-LDist). Non è l’incapacità di fornire la prova in quanto tale che deve essere sanzionata, ma la violazione dell’obbligo di collaborare e di dare informazioni in occasione della verifica dello status. Il principio di proporzionalità impone di tenere conto del fatto che la notifica da parte degli indipendenti non stabiliti all’estero costituisce una procedura dichiarativa, la quale, se dovesse mancare, non deve comportare una limitazione o un divieto dell'esercizio dell'attività lucrativa (v. n. 2.3.10.2.2). Alla lettera b viene precisato che solo le violazioni delle condizioni lavorative e salariali minime secondo l’articolo 2 capoverso 1 possono essere sanzionate. Si tratta di una prassi pluriennale in materia di esecuzione della LDist, che viene ora sancita nella legge.
La lettera bbis prevede, in caso di infrazioni all’articolo 2 capoverso 2ter D-LDist, una sanzione amministrativa pecuniaria fino a 30 000 franchi (n. 1) o un divieto di offrire servizi in Svizzera fino al deposito della cauzione di cui all’articolo 2 capoverso 2 ter LDist (n. 2). Il divieto di offrire servizi in caso di mancato pagamento della cauzione viene revocato se quest’ultima viene versata.
Come nel caso della lettera b, la lettera c viene completata con la menzione del capoverso 1 dell’articolo 2. Alla lettera d vengono apportate unicamente modifiche di natura redazionale. La lettera e viene completata con la menzione della lettera bbis numero 1 e alle lettere b e d indicate nella versione vigente viene aggiunto il numero 1.
Alla lettera f vengono apportate unicamente modifiche di natura redazionale. La lettera fbis prevede una sanzione amministrativa pecuniaria fino a 5000 franchi se, nell’ambito di una richiesta di cooperazione amministrativa, un datore di lavoro svizzero viola il suo obbligo di dare informazioni e di trasmettere documenti di cui all’articolo 8g capoverso 2 o il suo obbligo di collaborare in occasione di un controllo di cui all’articolo 8g capoverso 6.
La sanzione prevista in caso di violazione dell'obbligo di dare informazioni e di trasmettere documenti o dell’obbligo di collaborare solleva la questione della delimitazione rispetto all'articolo 12 capoverso 1 lettere a e b, che prevede una multa in caso di informazioni scientemente false o di rifiuto di fornire informazioni. L'introduzione di una sanzione amministrativa pecuniaria non mira a incoraggiare doppie sanzioni in caso di applicazione simultanea degli articoli 9 e 12. La regola generale è che vi è una sola sanzione. Una multa ai sensi dell'articolo 12 richiede inoltre la prova dell'elemento soggettivo da parte delle autorità di perseguimento penale. La lettera fter prevede altresì una sanzione amministrativa pecuniaria fino a 5000 franchi nei confronti del datore di lavoro se, nonostante una precedente diffida, l’interlocutore non adempie i presupposti di cui all’articolo 5a D-LDist.
Art. 12 cpv. 1 lett. c Nel vigente articolo 12 capoverso 1 lettera c, il rimando all’articolo 9 capoverso 2 lettere b, d o e è completato con la menzione della lettera bbis numero 2 (v. commento relativo all’art. 9).
Sezione 13: Diritto di denuncia
Art. 13a Il vigente articolo 11 viene spostato all’articolo 13a senza subire modifiche. Sezione 14: Vigilanza sull’esecuzione
Art. 14 All’articolo 14 D-LDist viene apportata unicamente una modifica redazionale.
Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend ist allein die Veröffentlichung durch die Bundeskanzlei (Art. 49 PublV). Text automatisch aus dem amtlichen PDF übernommen; im Zweifel gilt das PDF.