Botschaft des Bundesrates · BBl 2026 615
Ziff. 2.11.9.3.4 Auswirkungen auf die Strombranche und die Wertschöpfungskette im Strombereich
Das Stromabkommen ermöglicht insbesondere den Betreibern von Speicher- und Pumpspeicherkraftwerken zusätzliche Handelsgewinne (s. Ziff. 2.11.9.3.1). Eine gegenseitige Anerkennung von HKN aufgrund eines Stromabkommens kann zudem Mehreinnahmen durch HKN-Exporte in die EU ermöglichen und zu positiven Effekten in Form einer höheren Produzentenrente für die Schweizer Produzenten von erneuerbarem Strom führen. Allerdings geht das Stromabkommen auch mit dem Wegfall des Pflichtanteils an einheimischem Strom in der Grundversorgung einher. Dies könnte die Preise von Schweizer HKN senken. Die gesamthaften Auswirkungen des Stromabkommens auf das Preisniveau der Schweizer HKN sind somit unsicher. Mit Inkrafttreten des Stromabkommens werden die noch bestehenden Einspeisevorränge für Strom aus LTCs zwischen französischen und schweizerischen Stromproduzenten sowie Händlern abgeschafft. Diese Verträge profitieren von einer Reservierung von grenzüberschreitenden Übertragungskapazitäten und gewähren den Vertragsinhabern einen Vorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern. Die Abschaffung dieser Einspeisevorränge ermöglicht den Übertragungsnetzbetreibern, Engpasserlöse zu generieren, die zur Senkung der Netzkosten und somit zur Reduktion der Strompreise für Endverbraucher beitragen können. Die Vermeidung von Marktverzerrungen kann zudem anderen Marktteilnehmern Chancen eröffnen. Die Abschaffung der Einspeisevorränge für LTC bedeutet höhere Kosten für LTC-Halter, da sie ihre bisherige Besserstellung verlieren. Im Stromabkommen ist jedoch eine finanzielle Entschädigung der LTC-Halter während einer Übergangsfrist von sieben Jahren ab Inkrafttreten vorgesehen. Wasserkraftwerke an der Schweizer Grenze mit bestehenden und geringfügigen Einspeisevorrängen unter 65 MW können diese während einer Übergangsfrist von 15 Jahren ab Inkrafttreten beibehalten. Im Anschluss entfallen die Vorränge, was teilweise zu Anpassungsbedarf in bilateralen Staatsverträgen und den Konzessionen der entsprechenden Kraftwerke führt.
Der gesamte Netzbereich ist von der Marktöffnung für alle Endverbraucherinnen und Endverbraucher grundsätzlich nicht betroffen. Er verbleibt ein regulierter Monopolbereich. Der Betrieb des Schweizer Übertragungsnetzes durch die Swissgrid wird über die Einbindung in die europäischen Koordinationsgremien und den Zugang zu den europäischen Regelenergieplattformen vereinfacht. Der Bedarf und die Kosten für die Regelenergie werden dadurch sinken. Die europäischen Vorschriften im Zusammenhang mit der Entflechtung von Verteilernetzbetreibern gehen weiter als das Schweizer Recht (s. auch «Auswirkungen auf die Kantone sowie Städte» unter Ziff. 2.11.9.2). Die weitergehende Entflechtung von VNB dürfte im Rahmen eines Stromabkommens mit der EU tendenziell positive Effekte auf den Wettbewerb und die Effizienz ausüben, aber gleichzeitig zu einmaligen Transformationskosten sowie allfällig verminderten Synergien bei den betroffenen Unternehmen führen. Insgesamt dürfte die Entflechtung von VNB zu geringen volkswirtschaftlichen Auswirkungen führen, auch weil nur eine geringe Zahl der VNB betroffen ist. 682 Die Schweiz hat sich unter dem Pariser Klimaübereinkommen völkerrechtlich zu Netto-Null-Treibhausgasemissionen im Jahr 2050 verpflichtet. Dies bedeutet eine umfassende Transformation des Energiesystems. So muss die erneuerbare Erzeugungskapazität in der Schweiz massiv zugebaut werden. Der Anteil von Strom am Endenergieverbrauch wird gemäss Energieperspektiven 2050+ von heute 26 Prozent längerfristig auf ungefähr 45 Prozent steigen. Insbesondere beim Wärmebedarf von Haushalten und im Strassenverkehr ist eine weitgehende Elektrifizierung des Energiebedarfs notwendig. Die Wichtigkeit der Strombranche nimmt entsprechend zu, und im Schweizer Energiesektor ist aufgrund der Dekarbonisierung mit positiven Beschäf683 tigungseffekten zu rechnen . Das Stromabkommen schafft mit der Marktöffnung für alle Endverbraucherinnen und Endverbraucher ein breiteres Feld für Produkt- und Prozessinnovationen, sowie die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen. Die Marktöffnung bringt entsprechend für die Strombranche mehr Wettbewerb und einen gesteigerten Effizienzdruck. Mit Blick auf die aktuell rund 580 VNB respektive Grundversorger sowie weiteren EVU besteht eine gute Basis für einen funktionierenden Wettbewerb für die Kleinkunden mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Produkten hinsichtlich Preisstabilität, Stromqualität beispielsweise aus erneuerbaren Energien oder Anreizen zur Verwertung von dezentraler Flexibilität (bspw. aus Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen oder Batteriespeicher) Im Stromvertrieb ist es möglich, dass ausländische Stromlieferanten in den neu geöffneten Kleinkundenmarkt eintreten und die Wettbewerbsintensität mit innovativen Produkten erhöhen. Die kumulierten Beschäftigungseffekte des Stromabkommens für die Strombranche sind schwer zu bestimmen. Sie entfalten sich jedoch in einem sehr dynamischen Marktumfeld. Die Regulierungskosten für die Strombranche fallen vor allem aufgrund der Umsetzung der weiterreichenden Entflechtung an. Zudem gibt es relevante Anpassungskos682 683 SR 0.814.012 Bericht des Bundesrates (2023): Arbeitsplatzpotenzial durch Förderung erneuerbarer Energien und Energieeffizienz. In Erfüllung des Postulates 19.3562 Nadine Masshardt vom 6. Juni 2019.
ten bei den Prozessen aufgrund der Marktöffnung für alle Endverbraucherinnen und Endverbraucher, der Anpassung der Grundversorgungsregulierung und der Harmonisierung mit den Vorschriften der EU im Bereich Marktintegrität und Transparenz bzw. den Anpassungen beim BATE. Diese Umsetzungskosten entstehen vor allem während der Einführung der Strommarktöffnung. Aus der Pflicht zur Bereitstellung der Grundversorgung respektive der Grundversorgungsregulierung entstehen den Grundversorgern sowohl Chancen (breiterer Kundenstamm, voraussichtlich geringe Wechselbereitschaft der Kunden) wie auch Risiken (Möglichkeit von ungedeckten Kosten im Falle von starken Marktpreisschwankungen und entsprechenden Kundenwechseln). Über das Monitoring der ElCom über die wirtschaftliche Entwicklung im Markt und in der Grundversorgung können deren Auswirkungen beobachtet werden und bei Bedarf Gegenmassnahmen ergriffen werden.
Aufgrund des aktuellen Fachkräftemangels in der Strombranche und der Ausgestaltung der Marktöffnung mit einer regulierten Grundversorgung ist nicht davon auszugehen, dass grosse negative Auswirkungen auf das Personal der Stromwirtschaft eintreten. Falls dies dennoch der Fall sein wird, kann der Bundesrat geeignete Massnahmen ergreifen.
chaîne de valeur dans ce domaine L’accord sur l’électricité permet en particulier aux exploitants de centrales hydroélectriques à accumulation ou de centrales de pompage-turbinage de réaliser des bénéfices commerciaux additionnels (cf. ch. 2.11.9.3.1). Une reconnaissance mutuelle des GO sur la base de l’accord sur l’électricité peut en outre permettre des recettes supplémentaires grâce à l’exportation de GO vers l’UE et avoir des effets positifs sous la forme d’un profit plus élevé des producteurs suisses d’électricité d’origine renouvelable. Toutefois, l’accord sur l’électricité s’accompagne aussi de la suppression de la part obligatoire d’électricité indigène dans l’approvisionnement de base. Les prix des GO suisses pourraient de ce fait être revus à la baisse. Les répercussions globales que l’accord sur l’électricité aura sur le niveau de prix des GO suisses sont donc incertaines. Avec l’entrée en vigueur de l’accord, les priorités d’injection d’électricité encore existantes découlant des contrats à long terme (long-term contracts, LTC) entre producteurs et négociants français et suisses seront supprimées. Un tel contrat bénéficie d’une réservation de capacités de transport transfrontalières et octroie à son titulaire un avantage par rapport aux autres acteurs du marché. La suppression de ces priorités d’injection permet aux gestionnaires de réseau de transport de réaliser des recettes tirées de la congestion, lesquelles peuvent contribuer à réduire les coûts du réseau et, partant, les prix de l’électricité pour les consommateurs finaux. Des distorsions du marché étant ainsi évitées, d’autres acteurs du marché peuvent exploiter de nouvelles opportunités. Avec la suppression des priorités d’injection accordées dans le cadre de LTC, les titulaires de tels contrats verront leurs coûts augmenter puisqu’ils perdront ainsi leur position avantageuse actuelle. L’accord sur l’électricité prévoit toutefois une compensation financière pour les titulaires de LTC pendant une période transitoire de sept ans à compter de son entrée en vigueur. Les centrales hydroélectriques situées à la frontière suisse qui bénéficient actuellement d’une priorité d’injection limitée à
65 MW, peuvent conserver cette priorité pendant une période transitoire de quinze ans à compter de l’entrée en vigueur de l’accord. Les priorités seront ensuite supprimées, ce qui rendra nécessaire, dans certains cas, une adaptation des traités bilatéraux et des concessions des centrales concernées.
L’ouverture du marché pour l’ensemble des consommateurs finaux n’a pas de conséquence pour le domaine du réseau, qui demeure un domaine monopolistique régulé. L’exploitation du réseau de transport suisse par Swissgrid sera simplifiée du fait de son intégration dans les instances de coordination européennes et parce qu’elle aura accès aux plateformes européennes pour l’énergie de réglage. Le besoin en énergie de réglage et les coûts correspondants seront réduits.
Les prescriptions européennes en lien avec la séparation des activités des GRD vont plus loin que les dispositions du droit suisse (cf. ch. 2.11.9.2 « Conséquences pour les cantons et les communes, ainsi que pour les centres urbains, les agglomérations et les régions de montagne »). Le fait que la séparation des activités des GRD soit plus poussée, devrait dans le cadre de l’accord sur l’électricité avec l’UE, avoir des effets plutôt positifs sur la concurrence et sur l’efficacité. Dans le même temps, il devrait occasionner des coûts de transformation uniques et réduire, le cas échéant, les synergies au sein des entreprises touchées. Globalement, la séparation des activités des GRD devrait avoir un impact moindre au niveau économique, notamment parce qu’elle ne touche qu’un nombre restreint de GRD.
682 Avec l’Accord de Paris (accord sur le climat) , la Suisse s’est engagée, dans le cadre du droit international, à réaliser l’objectif de zéro émission nette de gaz à effet de serre d’ici 2050. Pour y parvenir, une vaste transformation du système énergétique est requise. La capacité de production d’énergies renouvelables doit être massivement développée en Suisse. Selon les Perspectives énergétiques 2050+, la part d’électricité ainsi produite doit progresser et passer de 26 % actuellement à quelque 45 % de la consommation finale à long terme. Il faudra notamment développer l’électrification du système pour couvrir les besoins énergétiques, notamment pour le chauffage des logements et pour le trafic routier. La branche de l’électricité gagne ainsi en importance, et dans le secteur suisse de l’énergie, il faut s’attendre à ce que la décarbonation 683 ait des effets positifs sur l’emploi . Avec l’ouverture du marché de l’électricité pour tous les consommateurs finaux, l’accord ouvre un champ plus large pour des produits et des processus innovants, ainsi que pour le développement de nouveaux modèles commerciaux. Ainsi, l’ouverture du marché entraîne une concurrence plus soutenue et une pression accrue en faveur d’une meilleure efficacité dans le secteur de l’électricité. Les quelque 580 GRD ou fournisseurs de l’approvisionnement de base et autres EAE représentent une bonne base permettant une concurrence efficace pour les petits clients, avec une large gamme de produits qui se distinguent par la stabilité des prix, 682 683 RS 0.814.012 Rapport du Conseil fédéral (2023) « Promotion des énergies renouvelables et efficacité énergétique. Un potentiel de création d’emplois ». En exécution du postulat 19.3562 Nadine Masshardt du 6 juin 2019.
la qualité de l’électricité, par exemple issue des énergies renouvelables, ou les incitations à soutenir la flexibilité disponible de manière décentralisée (p. ex. véhicules électriques, pompes à chaleur ou batteries de stockage). Dans la distribution d’électricité, il est possible que des fournisseurs étrangers pénètrent sur le marché au moment de son ouverture aux petits clients et contribuent à accroître la concurrence par des produits innovants. Les effets cumulés que l’accord sur l’électricité aura sur l’emploi dans le secteur de l’électricité sont dès lors difficiles à chiffrer. Le contexte est toutefois celui d’un marché très dynamique. Les coûts liés à la réglementation pour le secteur de l’électricité concernent ainsi principalement la mise en œuvre de règles plus strictes en matière de séparation des activités. À cela s’ajoutent des coûts pertinents liés à l’adaptation des processus en raison de l’ouverture du marché de l’électricité pour tous les consommateurs finaux, de la modification de la réglementation sur l’approvisionnement de base et de l’harmonisation avec les prescriptions de l’UE dans les domaines de l’intégrité du marché et de la transparence (c’est-à-dire des adaptations de la LSTE). Ces coûts de mise en œuvre interviendront principalement lors de l’introduction de ladite ouverture. Pour les fournisseurs de l’approvisionnement de base, l’obligation de fournir cet approvisionnement et la réglementation en la matière entraîneront à la fois des opportunités (extension de leur clientèle et clients probablement moins enclins à changer de fournisseur) mais aussi des risques (en cas de fortes fluctuations des prix, risques de ne pas pouvoir couvrir les coûts et de perdre des clients). Le monitorage effectué par l’ElCom concernant les effets provoqués par l’évolution économique sur le marché et dans l’approvisionnement de base permettra de prendre, au besoin, des mesures pour y remédier. En raison de la pénurie de main-d’œuvre qualifiée que connaît le secteur de l’électricité, et du fait que l’ouverture du marché est assortie d’un approvisionnement de base régulé, le personnel œuvrant dans ce secteur ne devrait pas subir d’importants effets négatifs. Toutefois, si tel devait être le cas, le Conseil fédéral pourra décider de mesures appropriées.
di creazione del valore nel settore dell’elettricità L’Accordo sull’energia elettrica offre ulteriori vantaggi commerciali in particolare ai gestori di centrali ad accumulazione e di centrali di pompaggio (v. n. 2.11.9.3.1). Un riconoscimento reciproco delle garanzie di origine sulla base dell’Accordo può inoltre consentire maggiori introiti derivanti dalle esportazioni di tali garanzie nell’UE e produrre effetti positivi sotto forma di un rendimento più elevato per i produttori svizzeri di elettricità rinnovabile. Tuttavia l’Accordo comporta anche l’abolizione della quota obbligatoria di elettricità indigena nel servizio universale, il che potrebbe ridurre i prezzi delle garanzie di origine svizzere. Gli effetti complessivi dell’Accordo sul livello dei prezzi delle garanzie di origine svizzere sono quindi incerti. Con la sua entrata in vigore saranno abolite le rimanenti forniture prioritarie di energia elettrica derivanti da LTC tra produttori di energia elettrica e distributori francesi e svizzeri. Questi contratti beneficiano di una prenotazione di capacità di trasmissione transfrontaliere e offrono ai contraenti un vantaggio rispetto ad altri partecipanti al mercato. L’abolizione di queste norme sulle forniture prioritarie permette ai GRT di generare entrate dalla gestione delle congestioni che possono contribuire a ridurre i costi di rete e quindi i prezzi dell’energia elettrica per i consumatori finali. La prevenzione delle distorsioni del mercato può inoltre offrire opportunità ad altri partecipanti al mercato. L’abolizione delle forniture prioritarie per gli LTC comporterà costi più elevati per i contraenti che perderanno la loro posizione di vantaggio. A questi, tuttavia, l’Accordo riconosce una compensazione finanziaria per un periodo transitorio di sette anni dall’entrata in vigore. Le centrali idroelettriche al confine svizzero con forniture prioritarie esistenti e inferiori a 65 MW possono mantenerle per un periodo transitorio di 15 anni dall’entrata in vigore dell’Accordo. Con la successiva eliminazione delle priorità, bisognerà in parte adeguare gli accordi bilaterali tra Stati e le concessioni delle rispettive centrali elettriche.
L’apertura del mercato per tutti i consumatori finali non interessa, fondamentalmente, il settore delle reti, che rimane un regime di monopolio regolamentato. L’integrazione negli organi di coordinamento europei e l’accesso alle piattaforme europee per l’energia di regolazione semplificheranno l’esercizio della rete svizzera di trasporto da parte di Swissgrid, il che consentirà di ridurne il fabbisogno e i costi per l’energia di bilanciamento.
Le prescrizioni europee relative alla disgiunzione dei gestori delle reti di distribuzione sono più severe rispetto a quelle del diritto svizzero (v. anche n. 2.11.9.2 «Ripercussioni per i Cantoni e i Comuni, per le Città, gli agglomerati e le regioni di montagna»). Tendenzialmente la maggiore disgiunzione dei GRD nel quadro dell’Accordo sull’energia elettrica con l’UE dovrebbe produrre effetti positivi sulla concorrenza e sull’efficienza, ma allo stesso tempo comportare costi di trasformazione una tantum ed eventualmente minori sinergie per le imprese interessate. Nel complesso, la disgiunzione dovrebbe avere un impatto economico limitato, tanto più che interessa solamente un numero esiguo di GRD. 682 Conformemente all’Accordo di Parigi sul clima , la Svizzera si è impegnata a raggiungere il saldo netto delle emissioni di gas serra pari a zero entro il 2050. Ciò implica una trasformazione globale del sistema energetico. Ad esempio, la capacità di produzione rinnovabile in Svizzera deve essere notevolmente potenziata; inoltre, secondo le Prospettive energetiche 2050+, a lungo termine la quota di elettricità nel consumo di energia finale aumenterà dall’attuale 26 per cento al 45 per cento circa. In particolare per il fabbisogno di calore delle economie domestiche e nel settore dei trasporti è necessaria un’ampia elettrificazione del fabbisogno energetico. L’importanza del settore dell’elettricità aumenta di conseguenza e nel settore svizzero dell’energia si prevedono effetti positivi sull’occupazione grazie alla decarbonizza683 zione . Con l’apertura del mercato per tutti i consumatori finali, l’Accordo amplia il campo per le innovazioni di prodotti e processi, nonché per lo sviluppo di nuovi modelli commerciali. Di conseguenza, il settore dell’elettricità sarà caratterizzato da un aumento della concorrenza e da una maggiore pressione in termini di efficienza. Considerando gli attuali circa 580 GRD o fornitori del servizio universale e le ulteriori AAE, vi è una buona base per una concorrenza efficace nel segmento dei piccoli consumatori finali, con un’ampia varietà di prodotti differenziati quanto a stabilità dei prezzi, qualità dell’energia elettrica (p. es. da fonti rinnovabili) o incentivi alla valorizzazione della flessibilità decentralizzata (p. es. da veicoli elettrici, pompe di calore o accumulatori a batteria). Nella vendita di energia elettrica è possibile che fornitori esteri entrino nel mercato, ora aperto, dei piccoli consumatori finali e aumentino l’intensità della concorrenza con prodotti innovativi. Gli effetti cumulati dell’Accordo sull’occupazione nel settore sono quindi difficili da determinare, pur sviluppandosi in un contesto di mercato estremamente dinamico.
I costi di regolazione per il settore dell’elettricità sono quindi dovuti principalmente all’inasprimento della disgiunzione. Inoltre, l’apertura del mercato per tutti i consumatori finali, l’adeguamento della regolamentazione nel servizio universale, l’armonizzazione con le norme UE in materia di integrità del mercato e trasparenza e gli adeguamenti della LVTE comportano notevoli costi di adeguamento dei processi. Questi costi di attuazione insorgono soprattutto durante la fase introduttiva dell’apertura del mercato dell’elettricità. L’obbligo di garantire il servizio universale, ossia la sua regolamentazione, comporta per i fornitori del servizio universale sia opportunità (portafoglio clienti più ampio, verosimilmente scarsa propensione dei clienti a cambiare fornitore) sia rischi (possibilità di costi non coperti in caso di forti oscillazioni dei prezzi di mercato e di conseguenti cambiamenti di fornitore da parte dei clienti). Attraverso il monitoraggio della ElCom sull’evoluzione economica del mercato e del servizio universale, è possibile osservare tali effetti e, se necessario, adottare contromisure. Considerando l’attuale carenza di personale specializzato nel settore e l’apertura del mercato accompagnata da un servizio universale regolamentato non dovrebbero esserci grosse ripercussioni negative sul personale del settore dell’elettricità. Qualora invece ce ne fossero, il Consiglio federale potrà adottare misure adeguate. 682 683 RS 0.814.012 «Bericht des Bundesrates 2023: Arbeitsplatzpotenzial durch Förderung erneuerbarer Energien und Energieeffizienz», in adempimento del postulato Nadine Masshardt 19.3562, disponibile solo in tedesco e francese.
Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend ist allein die Veröffentlichung durch die Bundeskanzlei (Art. 49 PublV). Text automatisch aus dem amtlichen PDF übernommen; im Zweifel gilt das PDF.