Botschaft des Bundesrates · BBl 2026 615
Ziff. 2.11.9.3.1 Auswirkungen auf das Stromsystem
Das Stromabkommen verbessert die Einbindung der Schweiz in das Stromsystem der EU und sichert diese völkerrechtlich ab. Es ermöglicht der Schweiz eine gleichberechtigte Teilnahme am EU-Strombinnenmarkt, fördert den Stromhandel und trägt zur Versorgungssicherheit und Netzstabilität bei. Mit dem Stromabkommen erhält die Schweiz Zugang zur europäischen Marktkopplung. Damit wird sie auch in die EUMechanismen zur Berechnung und Zuteilung der grenzüberschreitenden Kapazitäten des Übertragungsnetzes (Grenzkapazitäten) eingebunden. Ebenso erhält sie Zugang zu den europäischen Regelenergieplattformen. Dies erhöht die Effizienz des Stromsystems, insbesondere indem die Handelsflüsse optimiert und ungeplante Lastflüsse und Bedarf für kostspielige Eingriffe in den Netzbetrieb (sog. Redispatch) reduziert werden. Ausserdem sichert das Abkommen Import- und Exporttransportkapazitäten für die Schweiz völkerrechtlich ab. Dies schützt Handelsmöglichkeiten, auch in Zeiten von Energiekrisen. Zudem wird über die Absicherung der Importtransportkapazitäten die Versorgungssicherheit gestärkt. Aktuell handelt Swissgrid mit den benachbarten Übertragungsnetzbetreibern privatrechtliche Verträge aus, um grenzübergreifend die Netzstabilität und die Importfähigkeit sicherzustellen. Diese Verträge müssen jedoch periodisch neu verhandelt werden. Es besteht das Risiko, dass sie in Zukunft weniger vorteilhaft ausfallen oder ganz wegfallen. In diesem Fall besteht eine grosse Unsicherheit bezüglich der Verfügbarkeit von Grenzkapazitäten. 678 Im Auftrag des BFE hat Ecoplan in einer Studie die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Stromabkommens untersucht. Ein wesentlicher Nutzen des Stromabkommens ergibt sich aus der völkerrechtlichen Absicherung der Strom-Grenzkapazitäten für die Schweiz. Die Studie quantifiziert die Auswirkungen dieser Absicherung mo678 Ecoplan im Auftrag des BFE (3.6.2025): Stromabkommen zwischen der Schweiz und der EU. Volkswirtschaftliche Auswirkungen. Abrufbar unter: www.bfe.admin.ch > Versorgung > Stromversorgung > Stromabkommen Schweiz – EU. dellbasiert. Die weiteren Auswirkungen werden mangels Quantifizierbarkeit oder aufgrund von deren geringen Auswirkungen qualitativ beschrieben. Zur Absicherung der Grenzkapazitäten vergleicht die Studie zwei Szenarien: Das Szenario KEINE KOOPERATION und das Szenario MARKTKOPPLUNG. Das Szenario KEINE KOOPERATION ist ein Extremszenario. Es beschreibt eine Entwicklung ohne Stromabkommen, in der die Grenzkapazitäten stark reduziert werden, was die Import- und Exportmöglichkeiten der Schweiz erheblich einschränkt. Solche Einschränkungen sind unwahrscheinlich, aber bei einem Nichtzustandekommen des Stromabkommens nicht vollständig auszuschliessen. Die EU-Mitgliedsstaaten und insbesondere die Schweizer Nachbarstaaten haben auch ohne Stromabkommen ein grosses Eigeninteresse an einem effizient funktionierenden Stromhandel mit der Schweiz. Es gibt jedoch regulatorische, technische, wirtschaftliche und politische Gründe, die zum Eintreten eines solchen Szenarios führen könnten. Zu den regulatorischen Gründen gehören die Umsetzung des EU-Kriteriums, dass 70 Prozent der für den Austausch von Strom relevanten Netzkapazitäten dem Handel zur Verfügung stehen müssen sowie der Ausschluss aus den gemeinsamen Mechanismen für die Kapazitätsberechnung und den Kooperationen zum Betrieb der Übertragungsnetze. Konkret kann es sein, dass die Nachbarstaaten Grenzkapazitäten zur Schweiz reduzieren, um das Einhalten der 70-Prozent-Regel gewährleisten zu können. Ausserdem werden ohne Stromabkommen die Grenzkapazitäten weiterhin explizit (und nicht implizit wie im Falle einer Marktkopplung) für die Schweiz vergeben. Je nach Berechnungsmethode können mehr oder weniger geringe Grenzkapazitäten für die Schweiz resultieren. Technische Gründe können die Einspeisung erneuerbarer Energien und die Vermeidung von Netzengpässen sein. Bei den wirtschaftlichen Gründen kommen die Reduktion von Redispatch-Kosten in Nachbarstaaten zum Tragen. Zu den politischen Gründen könnte gehören, dass die EU die Zusammenarbeit mit der Schweiz im Strombereich einschränkt, auch wenn das für sie ebenfalls nicht vorteilhaft ist. Das Szenario MARKTKOPPLUNG stellt eine Situation mit Stromabkommen dar. Aufgrund der weiter oben aufgeführten Gründe ist unklar, inwiefern eine für die Schweiz vorteilhafte technische Kooperation bei einem Scheitern des Abkommens noch möglich ist, und welche Grenzkapazitäten aus dieser Kooperation resultieren könnten. Die Studie quantifiziert diese Unsicherheit: ohne Stromabkommen wird die Schweiz sich in einer Lage wiederfinden, die sich je nach Erfolg der technischen Kooperation irgendwo zwischen den Szenarien KEINE KOOPERATION und MARKTKOPPLUNG befinden würde. Auf jeden Fall bietet eine technische Kooperation durch privatrechtliche Verträge eine deutlich geringere Rechtssicherheit als ein Stromabkommen. Laut Studie kann das Stromabkommen die Handelsgewinne steigern und die Energiesystemkosten senken. So könnten mit dem Stromabkommen (MARKTKOPPLUNG) im Zeitraum 2030 bis 2050 potenziell zusätzliche Handelsgewinne im Strombereich im Umfang von jährlich rund 0.5 bis 1.2 Milliarden Franken erzielt werden. Dies im Vergleich zu einem Szenario KEINE KOOPERATION. Ohne völkerrechtliche Absicherung der Grenzkapazitäten muss die Schweiz zudem mit höheren Stromsystemkosten rechnen. Stellt man diese in Form von zusätzlicher Stromproduktion im Inland dar, so könnten bis ins Jahr 2050 zusätzliche heimische Kraftwerke zur Produktion von Winterstrom mit jährlichen Kosten in der Grössenordnung von bis zu rund einer Milliarde Franken notwendig werden, um eine dem Szenario MARKTKOPPLUNG äquivalente Versorgungslage zu erreichen. Dies zusätzlich zum Ausbau der erneuer baren Energien und der Wasserkraft gemäss geltenden gesetzlichen Zielen nach dem Bundesgesetz für eine sichere Versorgung mit erneuerbaren Energien679, der in beiden Szenarien umgesetzt wird. Ob sich diese Umsetzung realisieren wird, ist unsicher.
L’accord sur l’électricité améliore l’intégration de la Suisse dans le système d’électricité de l’UE et l’ancre dans le droit international. Il permet à la Suisse de participer sur un pied d’égalité au marché intérieur de l’électricité de l’UE, soutient le développement du négoce d’électricité et contribue à la sécurité d’approvisionnement et à la stabilité du réseau. Avec l’accord sur l’électricité, la Suisse a accès au couplage des marchés dans l’UE. En outre, elle est intégrée dans les mécanismes européens de calcul et d’allocation des capacités transfrontalières du réseau de transport. Elle obtient également accès aux plateformes européennes d’énergie de réglage. Cela améliore l’efficacité du système d’électricité, en particulier grâce à l’optimisation des flux commerciaux et à la réduction des flux d’électricité non planifiés ainsi que des besoins d’interventions coûteuses dans l’exploitation du réseau (dites redispatching). En outre, l’accord assure à la Suisse des capacités de transport de l’électricité à l’importation et à l’exportation en les inscrivant dans le droit international public. Les possibilités commerciales sont ainsi préservées, y compris en temps de crise énergétique. Qui plus est, la garantie de capacités de transport à l’importation renforce la sécurité d’approvisionnement. Swissgrid négocie actuellement des contrats de droit privé avec les gestionnaires de réseau de transport des pays voisins pour assurer, au niveau transfrontalier, la stabilité du réseau et la capacité d’importation. Or, de tels contrats doivent être renégociés périodiquement, ce qui ne va pas sans risque : à l’avenir les contrats pourraient être moins favorables, voire disparaître complètement. Dans ce cas, une grande incertitude prévaudrait quant à la disponibilité des capacités transfrontalières. 678 Sur mandat de l’OFEN , le bureau de conseil Ecoplan a examiné, dans le cadre d’une étude, les conséquences macroéconomiques de l’accord sur l’électricité. Un avantage essentiel de l’accord est le fait qu’il inscrit dans le droit international public la garantie des capacités transfrontalières d’électricité pour la Suisse. L’étude quantifie les conséquences de cette garantie sur la base de modèles. Les autres effets sont décrits de manière qualitative, faute de pouvoir être quantifiées du fait de leur nature ou de leurs faibles répercussions.
S’agissant de la garantie des capacités transfrontalières, l’étude compare deux scénarios : le scénario « Pas de coopération » et le scénario « Couplage des marchés ». Le scénario extrême « Pas de coopération » décrit une évolution sans accord sur l’électricité, où les capacités transfrontalières sont fortement réduites, ce qui limite considérablement les possibilités d’importation et d’exportation pour la Suisse. De telles limitations sont peu probables, mais elles ne peuvent être totalement exclues, si l’accord devait ne pas aboutir. Même sans accord, les États membres de l’UE, et en particulier les États voisins de la Suisse, ont un fort intérêt à disposer d’un négoce d’électricité fonctionnant de manière efficace avec la Suisse. Il existe toutefois des raisons réglementaires, techniques, économiques et politiques pouvant conduire à un tel scé678 Étude réalisée par Ecoplan sur mandat de l’OFEN (3.6.2025): Stromabkommen zwischen der Schweiz und der EU. Volkswirtschaftliche Auswirkungen. Disponible sous : www.bfe.admin.ch > Approvisionnement > Approvisionnement en électricité > Accord sur l’électricité Suisse – UE.
nario. Parmi les raisons réglementaires, on peut citer, d’une part, la mise en œuvre du critère de l’UE selon lequel 70 % des capacités du réseau nécessaires à l’échange d’électricité doivent être mises à la disposition du négoce, et d’autre part, le fait que la Suisse serait exclue du mécanisme commun pour le calcul des capacités ainsi que des coopérations pour l’exploitation des réseaux de transport. Concrètement, il se peut que les États voisins revoient à la baisse les capacités à la frontière suisse pour pouvoir respecter la règle des 70 %. De plus, sans accord sur l’électricité, les capacités transfrontalières continueront à être explicitement allouées à la Suisse (et non implicitement, comme dans le cas du couplage des marchés). Selon la méthode de calcul employée, les capacités allouées à la Suisse seront plus ou moins limitées. Parmi les raisons techniques, on peut mentionner l’injection des énergies renouvelables ou la prévention des congestions du réseau. Une des raisons économiques pourrait être la réduction des coûts de redispatching dans les États voisins. Enfin, à titre de raison politique, l’UE pourrait limiter sa coopération avec la Suisse dans le domaine de l’électricité, même si cela ne serait pas non plus avantageux pour elle. Le scénario « Couplage des marchés » représente une situation avec un accord sur l’électricité. Sur la base des raisons susmentionnées, il est difficile de savoir dans quelle mesure une coopération technique avantageuse pour la Suisse resterait encore possible en cas d’échec de l’accord ; on ignore également quelles capacités transfrontalières pourraient résulter de cette coopération. L’étude quantifie ces incertitudes : sans accord sur l’électricité, la Suisse se retrouverait entre le scénario « Pas de coopération » et le scénario « Couplage des marchés », sa position précise par rapport aux deux scénarios dépendant de la réussite de la coopération technique. Dans tous les cas, une coopération technique basée sur des contrats de droit privé offre une sécurité juridique nettement inférieure qu’un accord sur l’électricité. Selon l’étude, l’accord sur l’électricité peut susciter une hausse des bénéfices commerciaux et une baisse des coûts du système énergétique. Ainsi, l’accord sur l’électricité (« Couplage des marchés ») pourrait permettre, de 2030 à 2050, des bénéfices commerciaux additionnels dans le secteur de l’électricité avoisinant quelque 0,5 à 1,2 milliard de francs par an par rapport à un scénario « Pas de coopération ». Sans une garantie des capacités transfrontalières inscrite dans le droit international, la Suisse doit par ailleurs s’attendre à des coûts plus élevés pour son système d’électricité. Ces coûts se traduiraient par une production supplémentaire d’électricité en Suisse. Des centrales additionnelles sur le territoire national destinées à la production hivernale pourraient être nécessaires d’ici à 2050. Les coûts annuels correspondants pourraient, au plus, avoisiner un milliard de francs pour atteindre une situation en matière d’approvisionnement équivalente à celle du scénario « Couplage des marchés ». Cela s’ajouterait au développement des énergies renouvelables et de la force hydraulique selon les objectifs prévus par la loi en vigueur, fondés sur la loi fédérale relative à un approvisionnement en électricité sûr reposant sur des énergies renouvelables679, ce développement étant pris en compte dans les deux scénarios. Il n’est toutefois pas sûr que cette mise en œuvre puisse être réalisée. 679 RO 2024 679
L’Accordo sull’energia elettrica migliora e garantisce, sotto il profilo del diritto internazionale, l’integrazione della Svizzera nel sistema elettrico dell’UE. Consente alla Svizzera di partecipare con pari diritti al mercato interno dell’energia elettrica dell’UE, promuove lo scambio di energia elettrica e contribuisce alla sicurezza dell’approvvigionamento e alla stabilità della rete. Con questo Accordo, la Svizzera accede all’accoppiamento dei mercati in Europa; in tal modo sarà anche integrata nei meccanismi dell’UE per il calcolo e l’assegnazione delle capacità transfrontaliere della rete di trasporto (capacità transfrontaliera). Inoltre avrà accesso alle piattaforme europee per l’energia di regolazione. In questo modo aumenta l’efficienza del sistema elettrico, in particolare ottimizzando i flussi commerciali e riducendo i flussi di carico non pianificati come pure la necessità di costosi interventi nell’esercizio della rete (il cosiddetto ridispacciamento).
Inoltre, l’Accordo garantisce alla Svizzera le capacità di trasporto per l’importazione e l’esportazione sotto il profilo del diritto internazionale, tutelando le opportunità commerciali, anche in tempi di crisi energetiche. Infine, la garanzia delle capacità di trasporto per l’importazione rafforza la sicurezza dell’approvvigionamento. Per garantire la stabilità della rete e la capacità di importazione a livello transfrontaliero, attualmente Swissgrid stipula con i GRT confinanti contratti di diritto privato che tuttavia devono essere rinegoziati periodicamente. Sussiste il rischio che questi contratti in futuro siano meno vantaggiosi o che vengano aboliti del tutto; in questo caso emergerebbe una grande incertezza riguardo alla disponibilità della capacità transfrontaliera. 678 In uno studio commissionato dall’UFE, Ecoplan ha analizzato le ripercussioni dell’Accordo sull’energia elettrica sull’economia nazionale. Un vantaggio sostanziale dell’Accordo deriva dalla garanzia per la Svizzera delle capacità transfrontaliere nel quadro del diritto internazionale. Lo studio quantifica gli effetti di questa garanzia basandosi su modelli. Gli altri effetti sono descritti in termini qualitativi non essendo quantificabili oppure perché producono ripercussioni minime.
Per garantire le capacità transfrontaliere, lo studio mette a confronto due scenari: «Nessuna collaborazione» e «Accoppiamento dei mercati». Lo scenario «Nessuna collaborazione» è uno scenario estremo e descrive uno sviluppo senza un accordo sull’energia elettrica, con una drastica riduzione delle capacità transfrontaliere, limitando quindi fortemente le possibilità di importazione ed esportazione della Svizzera. Tale limitazione è improbabile, ma non del tutto da escludere in caso di mancato raggiungimento dell’Accordo sull’energia elettrica. Anche senza un accordo sull’energia elettrica, gli Stati membri dell’UE e in particolare i Paesi confinanti con la Svizzera hanno un forte interesse a garantire uno scambio efficiente dell’energia elettrica con la Svizzera. Esistono tuttavia ragioni a livello regolatorio, tecnico, economico e politico che potrebbero portare al verificarsi di uno scenario di questo tipo. Tra le ragioni a livello regolatorio figurano l’attuazione del criterio dell’UE secondo cui il 70 per cento delle capacità di rete rilevanti per lo scambio di energia elettrica deve essere disponibile per il commercio, nonché l’esclusione dai meccanismi comuni per il calcolo delle capacità e dalla cooperazione per la gestione delle reti di trasporto. Concretamente, è possibile che i Paesi confinanti riducano le capacità transfrontaliere con la Svizzera per poter garantire il rispetto della regola del 70 per cento. Inoltre, senza un accordo sull’elettricità, le capacità transfrontaliere continueranno ad essere assegnate esplicitamente (e non implicitamente come nel caso di un accoppiamento dei mercati) alla Svizzera. A seconda del metodo di calcolo, ne potrebbero derivare capacità transfrontaliere più o meno ridotte per la Svizzera. Le ragioni a livello tecnico possono essere l’immissione di energie rinnovabili e la prevenzione di congestioni della rete. Tra le ragioni a livello economico rientra la riduzione dei costi di ridispacciamento nei Paesi confinanti. Tra le ragioni a livello politico potrebbe esserci la decisione dell’UE di limitare la cooperazione con la Svizzera nel settore dell’energia elettrica, anche se ciò non è vantaggioso per la stessa UE. Lo scenario «Accoppiamento dei 678 Ecoplan im Auftrag des BFE (3.6.2025) (in tedesco): Stromabkommen zwischen der Schweiz und der EU. Volkswirtschaftliche Auswirkungen. Consultabile all’indirizzo www.bfe.admin.ch > Approvvigionamento > Approvvigionamento elettrico > Accordo sull’energia elettrica Svizzera – UE.
mercati» rappresenta una situazione in presenza di un accordo sull’energia elettrica. Per i motivi suesposti non è chiaro fino a che punto sia ancora possibile una collaborazione tecnica vantaggiosa per la Svizzera in caso di fallimento dell’Accordo e quali capacità transfrontaliere potrebbero risultare. Nello studio questa incertezza viene quantificata: in assenza di un accordo sull’energia elettrica, a seconda del successo della collaborazione tecnica, la Svizzera si troverebbe in una situazione intermedia tra gli scenari «Nessuna collaborazione» e «Accoppiamento dei mercati». In ogni caso, una collaborazione tecnica attraverso contratti di diritto privato offre una certezza giuridica nettamente inferiore rispetto a un Accordo sull’energia elettrica. Secondo lo studio, l’Accordo può aumentare gli utili commerciali e ridurre i costi del sistema energetico. Ad esempio, stipulando l’Accordo sull’energia elettrica (scenario «Accoppiamento dei mercati»), nel periodo 2030–2050 si potrebbero generare ulteriori utili commerciali nel settore dell’energia elettrica per circa 0,5–1,2 miliardi di franchi all’anno, diversamente dallo scenario «Nessuna collaborazione». Se le capacità transfrontaliere non saranno garantite dal diritto internazionale, la Svizzera dovrà inoltre fare i conti con costi del sistema elettrico più elevati. Rappresentando la situazione sotto forma di produzione supplementare di elettricità in Svizzera, entro il 2050 potrebbero essere necessarie ulteriori centrali elettriche nazionali per la produzione invernale, con costi annui nell’ordine di fino a circa un miliardo di franchi per raggiungere una situazione di approvvigionamento equivalente allo scenario «Accoppiamento dei mercati». Ciò va ad aggiungersi al potenziamento delle energie rinnovabili e dell’energia idroelettrica secondo gli attuali obiettivi previsti dalla legge federale del
29 settembre 2023 su un approvvigionamento sicuro con le energie rinnovabili, che sarà attuato in entrambi gli scenari. Non è certo se questa attuazione andrà effettivamente a buon fine.
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