Botschaft des Bundesrates · BBl 2026 615
Ziff. 2.8.2.4.2 Bedeutung einer Assoziierung an Erasmus+
Ziele der Schweizer Bildungspolitik im Rahmen der internationalen Bildungszusammenarbeit Internationale Mobilitätsaktivitäten für Studierende, Berufslernende, Lernende anderer Bildungsbereiche sowie für ausbildende Personen bieten insbesondere jungen Menschen die Chance, sich arbeitsmarktrelevante Kompetenzen anzueignen, sich persönlich weiterzuentwickeln und zu lernen, sich in neuen und fremden Situationen zurechtzufinden und zu bewähren. Internationale Kooperationen zwischen Einrichtungen aller Bildungsbereiche, angefangen von der Primarstufe, über die Berufsbildung bis hin zur höheren Berufsbildung und Hochschulbildung stellen eine wichtige Grundlage für den Aufbau und die Weiterentwicklung von internationalen Netzwerken dar. Dadurch ermöglichen sie den Austausch von Wissen und Erfahrungen, die Entwicklung von neuen Strategien bis hin zu gemeinsamen Bildungsangeboten. Somit trägt 511 Abrufbar unter: research-and-innovation.ec.europa.eu > Funding > Funding opportunities > Funding programmes and open calls > Horizon Europe > Strategic plan.
512 Die vorläufige Anwendung des EUPA wird mit der Ratifizierung, spätestens aber Ende
2028 beendet. Bei einer Ratifizierung tritt das Abkommen (inkl. Protokolle) definitiv in Kraft. Ein bestehendes Abkommen ist auch Voraussetzung für den Abschluss weiterer Protokolle zur Teilnahme an zukünftigen Programmgenerationen.
die Förderung von Mobilität und Kooperationen zur Exzellenz des Bildungsraums Schweiz im Sinne von hoher Qualität und internationaler Wettbewerbsfähigkeit bei und ist dadurch auch Teil der internationalen BFI-Strategie des Bundesrates. Bund und Kantone orientieren sich im Rahmen ihrer Strategie zu Austausch und Mobilität an der Vision, dass alle jungen Menschen im Verlauf ihrer Ausbildung mindes513 tens einmal an einem länger dauernden Austausch teilnehmen. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, dass Austausch und Mobilität als Teil des Bildungscurriculums anerkannt und höhere Beteiligungszahlen und bessere Qualität erreicht werden. Austausch und Mobilität sollen in der Bildung und in der Arbeitswelt verankert und zielgerichtete Angebote etabliert werden. Stabile Partnerschaften sollen aufgebaut und die Zusammenarbeit mit Dritten auf nationaler und internationaler Ebene intensiviert werden. Bund und Kantone haben die Bedeutung von Austausch und Mobilität auch 514 in den gemeinsamen bildungspolitischen Zielen unterstrichen. Im Zuge dessen wurde in der 2023 revidierten Verordnung über die Anerkennung von gymnasialen Maturitätszeugnissen die Schaffung von Voraussetzungen für die Teilnahme an Austausch- und Mobilitätsaktivitäten als Mindestanforderung definiert, damit ein kantonales oder kantonal anerkanntes gymnasiales Maturitätszeugnis schweizerisch aner515 kannt wird.
Vor diesem Hintergrund erachtet der Bundesrat die Teilnahme der Schweiz an Erasmus+ als strategisches Ziel, um in einem Umfeld starker internationaler Konkurrenz die Internationalisierung der Schweizer Bildungsakteure zu fördern und weiterzuentwickeln. Bedeutung der Schweizer Beteiligung am Programm Erasmus+ Erasmus+ ist ein einzigartiges Instrument zur Förderung der internationalen Bildungszusammenarbeit. Es kennt weltweit keine Alternative hinsichtlich Umfang, Vielfalt der Beteiligungs- und Kooperationsmöglichkeiten und Internationalität. Im Gegensatz dazu ist die aktuelle «Schweizer Lösung» klar begrenzt. So ist im Bereich der Mobilität der Zugang zu den meisten Aktivitäten blockiert. Trotz parallelen Ersatzmassnahmen kann die Schweiz nicht dieselben Vorteile geniessen wie die Erasmus+-Programmländer und muss sowohl eingehende als auch ausgehende Mobilität mit eigenen Mitteln finanzieren. Sie ist zudem vollumfänglich von der Bereitschaft der europäischen Partner abhängig, ausserhalb von Erasmus+ separate Lernmobilität zu organisieren. Bei den Kooperationsprojekten zur Entwicklung der Qualität und Innovation in der Bildung können Schweizer Institutionen keine Projekte initiieren und koordinieren. Hinzu kommt die erschwerte und nicht vollständig gleichberechtigte Beteiligung an internationalen Netzwerken, der permanent das Risiko eines systema- 513 WBF/EDI/EDK (2017): Schweizerische Strategie Austausch und Mobilität Bund und Kantone, abrufbar unter: www.sbfi.admin.ch > International > Internationale Bildungszusammenarbeit > Internationale Mobilität und Kooperation in der Bildung > Dokumentation.
514 Abrufbar unter: www.sbfi.admin.ch > Bildung > Bildungsraum Schweiz > Bildungszusammenarbeit Bund – Kantone > Chancen optimal nutzen: Erklärung 2023 zu den gemeinsamen bildungspolitischen Zielen für den Bildungsraum Schweiz.
515 Art. 22 Abs. 2 Verordnung über die Anerkennung von gymnasialen Maturitätszeugnissen (Maturitätsanerkennungsverordnung, MAV) vom 28. Juni 2023, SR 413.11.
tischen Ausschlusses aus strategisch relevanten EU-Initiativen, wie der «European Universities»-Initiative, beinhaltet (s. Ziff. 2.8.2.2.2 für Details). Die seit 2023 stagnierende Entwicklung der finanziellen Mittel für Förderaktivitäten erlaubt kaum Wachstum in den geförderten Mobilitäten und Aktivitäten – die Erreichung der politisch gesetzten Ziele dürfte sich dadurch um einige Jahre verzögern (siehe oben, Ziele der Schweizer Bildungspolitik). Zwar erfuhr das Budget für die «Schweizer Lösung» seit 2014 ein kontinuierliches Wachstum. Allerdings ist das 516 Erasmus+ Budget in derselben Periode viel stärker gewachsen. Diese immer grösser werdende Kluft kann dazu führen, dass die Schweiz ohne Assoziierung mittel- bis langfristig den Anschluss bei der Förderung der internationalen Mobilität in der Bildung und an die europäische Bildungszusammenarbeit verliert, mit entsprechenden Konsequenzen für die Attraktivität und Leistungsfähigkeit ihres Bildungssystems. Somit ermöglicht einzig die Assoziierung an Erasmus+ der Schweiz einen uneingeschränkten und rechtlich gesicherten Zugang zu allen Mobilitäts- und Kooperationsaktivitäten sowie zu Massnahmen zur Unterstützung der Politikentwicklung im Bereich Bildung, Jugend und Sport. Sie schafft nicht nur kurzfristige Vorteile aufgrund von verstärkter Mobilität für Einzelpersonen und erweiterter Kooperationsmöglichkeiten für Bildungsakteure, sondern trägt auch wesentlich zum Aufbau und zur Weiterentwicklung langfristiger, strukturierter internationaler Netzwerke mit Schweizer Beteiligung bei. Damit kann die Grundlage für eine langfristige Förderung der Innovationskraft des Schweizer Bildungsraums und die Stärkung des Wissenstransfers gelegt werden. Die Assoziierung ist somit der Schlüssel für die Erhaltung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Schweiz und damit ihrer Position als führende Bildungs- und Wissenschaftsnation in Europa und darüber hinaus (s. Anhang 2.8 (2) für einen Vergleich der «Schweizer Lösung» mit einer Assoziierung an Erasmus+).
Internationale Lernmobilität von Einzelpersonen Die internationale Lernmobilität hat durch die grenzüberschreitende Vernetzung von Wirtschafts-, Forschungs- und Bildungsräumen stetig an Bedeutung gewonnen und umfasst somit alle Bildungsbereiche einschliesslich den ausserschulischen Jugendbereich und den Sport. Die Grundlagen für den Erwerb und Aufbau von internationalen Kompetenzen werden bereits in der schulischen Bildung und der ausserschulischen Jugendarbeit geschaffen: Frühe Mobilitäts- und Austauscherfahrungen (z.B. internationale Klassen- oder Jugendaustausche) motivieren dazu, entsprechende Aktivitäten bei der beruflichen oder akademischen Ausbildung (z.B. Berufspraktika oder Studiensemester im Ausland) zu wiederholen. Im Bereich der Berufsbildung ist der Aufbau von internationalen Kompetenzen und Netzwerken für Berufsleute aus allen Wirtschaftssektoren relevant. Beispielsweise profitieren Lernende in der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie, in der Informations- und Telekommunikations-Branche und im kaufmännischen Bereich besonders davon, erste internationale Arbeitser516 Das Gesamtbudget Erasmus+ für die Periode 2014–2020 betrug 14,7 Milliarden Euro, während für 2021–2027 ein Gesamtbudget von 26,2 Milliarden Euro vorgesehen ist (Erasmus+ 2021–2027 programme brings over €26,2 billion to support mobility and cooperation, abrufbar unter: erasmus-plus.ec.europa.eu > About Erasmus+ > History, funding and future). fahrungen zu sammeln und so ihre Sprach- und Fachkompetenzen erweitern zu können. In der Erwachsenen- und Weiterbildung bleibt die Lernmobilität relevant, um arbeitsmarktbezogene Kompetenzen anzueignen. Auch für den Bereich des Sports bietet internationale Lernmobilität einen wichtigen Mehrwert: Beispielsweise können Personen, die in Organisationen des Breitensports tätig sind, durch einen Auslandaufenthalt ihre Kompetenzen und Qualifikationen verbessern und neue Methoden erwerben. Die Mobilität von Lernenden aller Bildungsbereiche erlaubt Studierenden, Berufslernenden und anderen Lernenden den Erwerb von interkulturellen, sprachlichen, persönlichen sowie fachlichen Kompetenzen, welche im heutigen internationalen Umfeld unabdingbar sind. Der positive Einfluss von Mobilität auf interkulturelle und sprachliche Kompetenzen ist durch diverse nationale und internationale Studien 517 für verschiedene Bildungsstufen belegt. Auch bei der Entwicklung von Selbst- und 518 Sozialkompetenzen zeigen Auslandaufenthalte bedeutende Effekte. Einige Studien deuten zudem auf einen Zusammenhang zwischen Auslandsaufenthalten von Studierenden und positiven wirtschaftlichen Effekten bei der akademischen und beruflichen 519 Laufbahn hin. Auslanderfahrungen während der Aus- und Weiterbildung fördern vor allem bei jungen Menschen unter anderem den Aufbau von persönlichen internationalen Netzwerken, die für die spätere berufliche Tätigkeit von Bedeutung sind. Durch internationale Lernmobilitätsaktivitäten erwerben auch ausbildende Personen (Lehrkräfte, Dozierende, Ausbildner und andere Bildungsverantwortliche) wichtige Zusatzkompetenzen, die für ihre Tätigkeiten als Multiplikatoren und Motivatoren im Bildungssystem wichtig sind. Zudem wird so ein Fundament für die längerfristige internationale Vernetzung und Kooperation der Institutionen und Organisationen geschaffen: Aktivitäten auf individueller Ebene führen zu verschiedenen Folgeaktivitäten auf institutioneller Ebene – von gemeinsamen Veröffentlichungen bis hin zu 520 strukturierten institutionellen Kooperationen.
Erasmus+ bietet für alle Zielgruppen und Bildungsbereiche die bisher vielfältigsten Möglichkeiten für Mobilitätsaktivitäten. Die höheren Fördermittel haben seit 2014 praktisch zu einer Verdoppelung der absolvierten Lernmobilitäten auf europäischer 521 Ebene geführt. Eine Assoziierung ermöglicht es auch der Schweiz, längerfristig das 517 518 519 520 521 Vgl. hierzu: Heinzmann S., Paul S., Hilbe R. und Schallhart N.: Sprachaustausch auf der Primarstufe, Einfluss auf die Sprachlernmotivation und die produktiven Sprachkompetenzen, Freiburg: Institut für Mehrsprachigkeit (2019); Moore, I., Torgerson C., and Beckmann N.: Systematic Review Measuring the Efficacy of Study Abroad in Undergraduate Language Learners on Linguistic Proficiency Gains. Review of Education (2021), Bd. 9, Nr. 3, S. 1–26.
Vgl. hierzu: Zimmermann J.T., Greischel H., Preuss J.S., Kercher J. und Kittel R.: Teilstudie 1: Aussercurriculare Bildungseffekte von Auslandaufenthalten, Abschlussbericht, DAAD-Wirkungsstudie interkulturelle Kompetenz und Werteorientierung durch Individualmobilität und Erasmus+ (2018). Vgl. hierzu: Netz N., Cordua F.: Does studying abroad influence graduates’ wages? A literature review, in: Journal of International Students (2021), Bd. 11 Nr. 4, S. 768-789; Messer Dolores, Wolter Stefan: Are student exchange programs worth it? Studies in Higher education (2007).
Siehe hierzu: ”Driving Impact of Erasmus+ Outgoing Academic Staff Mobility: Current Landscape and Pathways for the Future“, abrufbar unter.: aca-secretariat.be > publications > all publications > 2024.
Programme level overview of project data, abrufbar unter: erasmus-plus.ec.europa.eu > Resources and tools > Data, evaluations, statistics > Statistics > Data visualisations > Programme-level data. vorhandene Potential für Lernmobilitäten voll auszuschöpfen. Dies gilt insbesondere für Bereiche, in denen Nachholbedarf besteht (Berufsbildung, Schulbildung, gymnasialer Bereich, Weiterbildung, Jugend, Sport). Gewisse Schwerpunkte von Erasmus+ sind zudem für Schweizer Zielgruppen wichtig
– so zum Beispiel die verstärkte aussereuropäische Dimension des Programms. Eine Assoziierung sichert somit nicht nur Opportunitäten für Lernmobilität in Europa, sondern auch im aussereuropäischen Raum (USA, UK), was angesichts der globalen wirtschaftlichen Verflechtungen der Schweiz essenziell ist. Internationale Kooperationen Die Qualität und Attraktivität des Schweizer Bildungsraums hängt auch von der stetigen Verbesserung und Weiterentwicklung der Bildungsangebote ab. Vernetzung, Austausch und Zusammenarbeit mit internationalen Partnern sind für die Institutionen und Organisationen in der Bildung eine wichtige Basis, um neue Entwicklungen aufzunehmen, gemeinsame Bildungsangebote und Bildungsinnovationen zu entwickeln sowie neue Methoden zu integrieren. Solche etablierten Partnerschaften begünstigen ihrerseits wiederum die Durchführung von internationalen Lernmobilitätsaktivitäten. Ein Schwerpunkt der institutionellen Kooperationen ist die Exzellenzförderung, welche auch Ziel der Schweizer BFI-Politik ist: Die zwei Schlüsselinitiativen «European Universities Initiative» (EUI) und «Centres of Vocational Excellence» (CoVE) bezwecken die Förderung der Vernetzung von Akteuren auf regionaler und internationaler Ebene in der Hochschulbildung und in der Berufsbildung. In der Schweiz ist insbesondere das Interesse an den europäischen Hochschulallianzen im Rahmen der EUI, an denen die Schweiz seit 2022 mit Einschränkungen teilnehmen kann, gross. Die Bewerbungen von Schweizer Hochschulen sind im europäischen Vergleich sehr erfolgreich: Inzwischen sind bereits 12 Schweizer Hochschulen – sowohl Universitäten als auch Fachhochschulen – Teil einer europäischen Hochschulallianz. Neben den Bildungsinstitutionen im engeren Sinn profitieren auch ausbildende Unternehmen, Organisationen der Arbeitswelt und andere in der Bildung aktive Organisationen. Beispielsweise arbeiten einzelne Schweizer Branchenverbände mit ihren europäischen Partnern zusammen, um gemeinsame grenzüberschreitende Qualifikationsstandards oder technologische Innovationen für die Ausbildung zu entwickeln.
Institutionelle Kooperationen erhöhen auch die internationale Sichtbarkeit des Schweizer Bildungssystems, indem Schweizer Projektpartner spezifische Expertise – zum Beispiel in der dualen Berufsbildung – einbringen und dadurch die Stärken des Schweizer Bildungssystems und seine Bildungsabschlüsse international besser bekannt machen. Bei einer Assoziierung an Erasmus+ bestehen, im Unterschied zur «Schweizer Lösung» (s. Ziff. 2.8.2.3.2 und Anhang 2.8. (1)), umfangreiche und nicht eingeschränkte Beteiligungsmöglichkeiten an Kooperationsprojekten für Schweizer Akteure. So können diese den vollen Nutzen aus den Kooperationen ziehen und sind als Projektpartner attraktiver. Der den Programmländern vorbehaltene Zugang zu neuen Aktivitäten und Pilotinitiativen ist im Fall einer Assoziierung ebenfalls gesichert. Die bisherigen doppelten Bewilligungsverfahren für die selbstfinanzierte Teilnahme an EU-Projekten im Rahmen der «Schweizer Lösung» fallen weg.
Objectifs de la politique de formation de la Suisse dans le cadre de la coopération internationale en matière de formation Les activités de mobilité internationale destinées aux étudiants, aux apprentis suivant une formation professionnelle et aux autres personnes en formation, mais aussi aux enseignants et aux formateurs, offrent en particulier aux jeunes gens la chance d’acquérir des compétences appréciées sur le marché du travail, de se développer sur le plan personnel et d’apprendre à se débrouiller et à faire leurs preuves dans des situations nouvelles et inconnues. Les coopérations internationales entre des établissements de tous les domaines de formation, du degré primaire jusqu’aux hautes écoles et de la formation professionnelle initiale jusqu’à la formation professionnelle supérieure, constituent une base importante pour la constitution et le développement de réseaux internationaux. Elles permettent l’échange de savoir et d’expériences et l’émergence de nouvelles stratégies, et aboutissent parfois même à la mise en place d’offres de formation communes. L’encouragement de la mobilité et des coopérations participe ainsi de l’excellence de l’espace éducatif suisse en contribuant à la qualité élevée de la formation et à la compétitivité internationale, et s’inscrit de ce fait dans la stratégie internationale FRI du Conseil fédéral.
Dans le cadre de leur stratégie en matière d’échanges et de mobilité, la Confédération et les cantons s’appuient sur une vision : que tous les jeunes, au cours de leur formation, participent au moins une fois à un échange de moyenne à longue durée 513. Ils s’engagent ensemble pour que les échanges et la mobilité soient reconnus comme partie intégrante du parcours de formation et pour atteindre des chiffres de participation plus élevés et la meilleure qualité possible. Il s’agit d’établir les échanges et la mobilité dans la formation et le monde du travail et de promouvoir des offres adaptées à cet objectif. Des partenariats solides doivent être développés et la collaboration avec des tiers doit être intensifiée, en Suisse comme à l’international. La Confédération et les cantons ont également souligné l’importance des échanges et de la mobilité dans leurs objectifs politiques communs concernant l’espace suisse de formation. Dans le sillage de cette déclaration, la révision, en 2023, de l’ordonnance sur la reconnaissance des certificats de maturité a défini la réalisation de conditions favorisant la par513 DEFR/DFI/CDIP (2017) : Stratégie suisse Échanges et mobilité de la Confédération et des cantons. À consulter sous : www.sbfi.admin.ch > International > Coopération internationale en matière de formation > Mobilité et coopération internationale en matière de formation > Documentation.
514 À consulter sous : www.sbfi.admin.ch > Formation > Espace suisse de formation > Collaboration en matière de formation Confédération – cantons > Bases communes > Valorisation optimale des chances > 27.10.2023 La Confédération et la CDIP confirment leurs objectifs politiques communs. ticipation à des activités d’échanges et de mobilité comme exigence minimale pour la reconnaissance à l’échelle suisse d’un certificat de maturité cantonal ou reconnu par un canton515.
Compte tenu de tout ce qui précède, le Conseil fédéral considère la participation de la Suisse à Erasmus+ comme un objectif stratégique contribuant à soutenir et développer l’internationalisation des acteurs du système de formation en Suisse, dans un contexte de forte concurrence internationale.
Importance de la participation de la Suisse au programme Erasmus+ Erasmus+ est un instrument unique en son genre dédié à l’encouragement de la coopération internationale en matière de formation. Il n’a pas d’équivalent en ce qui concerne l’étendue, la diversité et l’internationalité des possibilités de participation et de coopération qu’il offre. En comparaison, la « solution suisse » actuelle est clairement limitée. Dans le domaine de la mobilité, par exemple, l’accès à la plupart des activités est bloqué. En dépit de mesures de remplacement parallèles, la Suisse ne bénéficie pas des mêmes avantages que les pays participant au programme Erasmus+ et doit financer par ses propres moyens aussi bien la mobilité entrante que la mobilité sortante. Elle est en outre entièrement tributaire de la volonté des partenaires européens d’organiser des actions de mobilité à des fins de formation en dehors d’Erasmus+. Dans le domaine des projets de coopération visant à développer la qualité et l’innovation dans la formation, les institutions suisses ne peuvent ni lancer de projets ni en coordonner. À cela s’ajoute la participation plus difficile aux réseaux internationaux, assortie de conditions partiellement désavantageuses et placée sous la menace permanente d’une exclusion systématique des initiatives de l’UE d’importance stratégique, telles que l’initiative des Universités européennes (cf. ch. 2.8.2.2.2 pour plus de détails). N’ayant plus évolué depuis 2023, les moyens financiers destinés aux activités d’encouragement ne permettent guère d’augmenter le volume des mobilités et des activités encouragées – ce qui risque de retarder de plusieurs années l’atteinte des objectifs politiques qui ont été fixés (cf. ci-dessus, Objectifs de la politique de formation de la Suisse dans le cadre de la coopération internationale en matière de formation). S’il est vrai que le budget alloué à la « solution suisse » a connu une croissance continue de516 puis 2014, celui d’Erasmus+ affiche une croissance beaucoup plus forte . Cet écart toujours plus grand renferme le risque que la Suisse, sans association, perde contact à moyen ou à long terme avec l’encouragement de la mobilité internationale en matière de formation et avec la coopération européenne dans ce domaine, ce qui aurait des conséquences notables sur l’attractivité et la capacité de performance de notre système de formation.
515
Art. 22, al. 2, de l’ordonnance du 28 juin 2023 sur la reconnaissance des certificats de maturité gymnasiale (ORM ; RS 413.11).
516 Le budget global d’Erasmus+ pour la période 2014–2020 s’élevait à 14,7 milliards d’euros, alors qu’un budget global de 26,2 milliards d’euros est prévu pour la période 2021–
2027 (Erasmus+ 2021–2027 programme brings over €26,2 billion to support mobility and cooperation. À consulter sous erasmus-plus.ec.europa.eu > About Erasmus+ > History, funding and future).
En conclusion, seule l’association de la Suisse à Erasmus+ offre un accès non limité et juridiquement garanti à toutes les activités de mobilité et de coopération ainsi qu’aux mesures visant à soutenir le développement des politiques en matière de formation, de jeunesse et de sport. Elle n’apporte pas seulement des avantages à court terme grâce à une mobilité accrue des individus et à des possibilités de coopération élargies pour les acteurs de l’éducation, mais contribue également de manière significative à la mise en place et au développement de réseaux internationaux structurés et durables auxquels la Suisse pourra participer. Ces conditions posent les bases d’un encouragement durable de la force d’innovation dans l’espace suisse de la formation et d’un renforcement du transfert de savoir. L’association est donc essentielle pour préserver et renforcer la compétitivité et l’attractivité de la Suisse et, par là même, sa position de pointe dans les domaines de la formation et de la science, en Europe et audelà (cf. annexe 2.8 (2) pour une comparaison entre la « solution suisse » et une association à Erasmus+). Mobilité internationale des particuliers à des fins de formation La mobilité internationale à des fins de formation n’a cessé de gagner en importance du fait du développement des réseaux transnationaux dans les espaces économiques, de la recherche et de la formation, et englobe aujourd’hui tous les domaines de formation y compris les activités de jeunesse extrascolaires et le sport. Les bases de l’acquisition et du développement des compétences internationales sont déjà posées dans le cadre de la formation scolaire et des activités de jeunesse extrascolaires : les expériences précoces de mobilité et d’échanges (par ex. les échanges internationaux de classes ou d’élèves) motivent les personnes qui les ont connues à les répéter dans le cadre de leur formation professionnelle ou académique (notamment sous la forme de stages professionnels ou de semestres d’études à l’étranger). Dans le domaine de la formation professionnelle, le développement de compétences et de réseaux internationaux est important pour les professionnels de tous les secteurs économiques. Pour les apprentis dans l’industrie des machines, des équipements électriques et des métaux, dans la branche des technologies de l’information et de la communication et dans le domaine des employés de commerce, par exemple, il est particulièrement profitable de pouvoir acquérir une première expérience de travail internationale et, par là même, élargir leurs compétences linguistiques et professionnelles. La mobilité à des fins de formation joue aussi un rôle important dans la formation pour adultes et la formation continue, où elle permet d’acquérir des compétences axées sur le marché du travail. Dans le domaine du sport, enfin, la mobilité internationale à des fins de formation apporte une importante valeur ajoutée : les personnes actives dans les organisations du sport populaire, par exemple, peuvent améliorer leurs compétences et leurs qualifications et apprendre de nouvelles méthodes grâce à un séjour à l’étranger. La mobilité de personnes en formation de tous les domaines permet aux étudiants, aux apprentis de la formation professionnelle et aux autres personnes en formation d’acquérir des compétences interculturelles, linguistiques et personnelles, mais aussi des compétences scientifiques, lesquelles sont toutes indispensables dans le contexte international moderne. Les effets positifs de la mobilité sur les compétences interculturelles et linguistiques sont confirmés par diverses études nationales et internationales, pour différents niveaux de formation. Une incidence positive des séjours à l’étranger est également démontrée pour le développement des compétences personnelles et sociales. Plusieurs études suggèrent par ailleurs un lien entre les séjours d’étudiants à l’étranger et une évolution économique positive dans leur carrière académique et professionnelle. Les expériences d’échanges à l’étranger pendant la formation et la formation continue, surtout chez les jeunes personnes, favorisent notamment l’établissement d’un réseau de connaissances internationales qui pourra jouer un rôle important dans la future activité professionnelle. La participation à des activités internationales de mobilité dans l’apprentissage permet aussi à des personnes actives dans la formation (enseignants, professeurs, formateurs en entreprise et autres responsables de la formation) d’acquérir des compétences supplémentaires qui sont importantes pour leurs activités, du fait de leur rôle de multiplicateurs et de motivateurs dans le système éducatif. Cette mobilité pose aussi la base du maillage et de la coopération à long terme des institutions et organisations : les activités sur le plan individuel amènent diverses activités de suivi sur le plan institutionnel, qui vont de la publication commune d’études jusqu’à des coopérations structurées entre institutions. À tous les groupes cibles et dans tous les domaines de formation, Erasmus+ offre à ce jour les plus vastes possibilités en matière d’activités de mobilité. L’augmentation des moyens d’encouragement a conduit pratiquement à un doublement du nombre d’activités de mobilité à des fins de formation réalisées sur 521 le plan européen depuis 2014 . Une association permettra à la Suisse d’exploiter à son tour, à long terme, tout son potentiel en matière de mobilités à des fins de formation. C’est particulièrement vrai pour les domaines dans lesquels la Suisse est en retard (formation professionnelle, formation scolaire, domaine gymnasial, formation continue, jeunesse, sport). De plus, certaines priorités d’Erasmus+ sont importantes pour des groupes cibles suisses – par exemple le renforcement de la dimension extraeuropéenne du programme. Une association présente donc des opportunités pour la mobilité à des fins de formation non seulement en Europe, mais aussi dans le reste du monde (États-Unis, 517 518 519 520 521 Voir à ce propos : Heinzmann S., Paul S., Hilbe R. und Schallhart N. : Sprachaustausch auf der Primarstufe, Einfluss auf die Sprachlernmotivation und die produktiven Sprachkompetenzen, Freiburg : Institut für Mehrsprachigkeit (2019) ; Moore, I., Torgerson C., and Beckmann N. : Systematic Review Measuring the Efficacy of Study Abroad in Undergraduate Language Learners on Linguistic Proficiency Gains. Review of Education (2021), vol. 9, no 3, p. 1-26. Voir à ce propos : Zimmermann J.T., Greischel H., Preuss J.S., Kercher J. und Kittel R. : Teilstudie 1 : Aussercurriculare Bildungseffekte von Auslandaufenthalten, Abschlussbericht, DAAD-Wirkungsstudie interkulturelle Kompetenz und Werteorientierung durch Individualmobilität und Erasmus+ (2018). Voir à ce propos : Netz N., Cordua F. : Does studying abroad influence graduate’s wages ? A literature review, in : Journal of International Students (2021), vol. 11, no 4,
p. 768-789 ; Messer Dolores, Wolter Stefan : Are student exchange programs worth it ? Studies in Higher education (2007).
Voir à ce propos : « Driving Impact of Erasmus+ Outgoing Academic Staff Mobility : Current Landscape and Pathways for the Future ». À consulter sous : aca-secretariat.be > publications > all publications > 2024.
Programme level overview of project data. À consulter sous: erasmus-plus.ec.europa.eu > Resources and tools > Data, evaluations, statistics > Statistics > Data visualisations > Programme-level data. Royaume-Uni), ce qui est essentiel pour la Suisse au vu de ses relations économiques étroites tout autour du globe.
Coopérations internationales La qualité et l’attrait de l’espace suisse de formation dépendent aussi de l’amélioration et du développement constants des offres de formation. Pour les institutions et organisations actives dans la formation, la constitution d’un réseau, l’échange et la collaboration avec des partenaires internationaux forment une base importante pour identifier de nouvelles évolutions, développer des offres de formation communes et des innovations en matière de formation et intégrer de nouvelles méthodes. L’établissement de tels partenariats favorise à son tour la réalisation d’activités internationales de mobilité à des fins de formation.
Un axe important des coopérations internationales est l’encouragement de l’excellence, lequel est aussi un objectif de la politique FRI de la Suisse : deux initiatives clé, l’initiative des Universités européennes (EUI pour European Universities Initiative) et l’initiative sur les centres d’excellence professionnelle (CoVE pour Centres of Vocational Excellence) ont pour objet d’encourager la mise en réseau d’acteurs de l’enseignement supérieur et de la formation professionnelle sur les plans régional et international. En Suisse, on relève un intérêt particulièrement marqué pour les alliances entre établissements d’enseignement supérieur européens dans le cadre d’EUI, auxquelles la Suisse peut participer de façon limitée depuis 2022. Les candidatures de hautes écoles suisses affichent un très bon taux de réussite en comparaison européenne : entretemps, douze hautes écoles suisses – il s’agit aussi bien d’universités que de hautes écoles spécialisées – font déjà partie d’une alliance universitaire européenne. Parallèlement aux établissements de formation au sens strict, des entreprises formatrices, des organisations du monde du travail et d’autres organisations actives dans la formation profitent aussi de ces opportunités de coopération. Par exemple, certaines associations de branche suisses collaborent avec leurs partenaires européens pour développer des standards de qualifications communs valables de part et d’autre de la frontière ou des innovations technologiques en appui de la formation. Les coopérations institutionnelles augmentent la visibilité internationale du système éducatif suisse, dans la mesure où des partenaires de projet suisses apportent leur expertise spécifique – par exemple en matière de formation professionnelle duale – et contribuent ainsi à mieux faire connaître les forces de notre système de formation et les diplômes suisses à l’échelle internationale.
L’association à Erasmus+ offre aux acteurs suisses de vastes possibilités de participation sans restriction à des projets de coopération, à la différence de la « solution suisse » (cf. ch. 2.8.2.3.2 et annexe 2.8 (1)). Ils pourront ainsi tirer pleinement parti de leurs coopérations et augmenter leur attrait en tant que partenaires de projet. En cas d’association, l’accès aux nouvelles activités et aux initiatives pilotes, qui est réservé aux pays participant au programme, est également assuré. Par ailleurs, les candidats peuvent s’épargner la double procédure d’autorisation qui leur est actuellement imposée pour la participation autofinancée à des projets de l’UE dans le cadre de la « solution suisse ». Participation à des processus de soutien au développement des politiques et de collaboration politique ainsi qu’au dialogue stratégique européen en matière de formation La coopération internationale revêt également une importance grandissante pour les acteurs et les instances de pilotage de l’espace suisse de formation (notamment autorités en charge de la formation, partenaires sociaux, associations professionnelles et de branche, conférences spécialisées des différents niveaux de formation). Les développements économiques, sociétaux et environnementaux à l’échelle internationale influencent aussi les défis posés à la politique de la formation sur le plan national. Afin de garantir une politique de la formation efficiente et efficace, il importe donc de cultiver l’échange des idées et des bonnes pratiques en la matière à travers les frontières, de développer de nouvelles stratégies avec des partenaires partageant les mêmes intentions et de les éprouver. Pour la Suisse, il est en outre d’importance stratégique de participer activement au dialogue européen en matière de formation, de représenter ses intérêts y relatifs sur le plan politique et de contribuer à la conception de l’espace européen de l’éducation. Le potentiel d’apprentissage et de synergie de la coopération internationale est particulièrement grand face aux défis systémiques tels que la numérisation et la transition écologique.
Erasmus+ prévoit deux possibilités différentes, mais liées entre elles, pour donner vie à cette coopération sur le plan politique et systémique : la première consiste en des projets qui soutiennent le dialogue politique, la collaboration et le développement des politiques. Ces projets participent à la mise au point de nouvelles stratégies et d’innovations favorables au développement de la formation. On peut en donner pour exemples des essais pilotes relatifs à de nouvelles approches politiques, des études comparatives visant à l’élaboration de bases de décision ou des mesures permettant d’améliorer la comparabilité des qualifications. Dans le cadre d’une association, de telles coopérations sont aussi ouvertes aux acteurs suisses.
La deuxième forme de coopération possible réside dans les comités de programme, les comités d’experts et les réseaux de l’UE, qui offrent un canal au dialogue, à l’échange d’expériences et à la conception partagée du cadre européen de la formation. À cet égard, un rôle particulier revient au comité de programme Erasmus+, dans lequel les principales décisions concernant la définition des activités de programme et de leurs grands axes stratégiques sont prises. Jusqu’à présent, l’accès de la Suisse à ces comités est limité, voire impossible. Actuellement, la Suisse doit se reposer principalement sur ses contacts bilatéraux pour faire valoir ses intérêts, un effort coûteux qui n’offre aucune garantie quant à la prise en compte effective de ces derniers. Une association donne là aussi un plein accès aux représentants de la Suisse, qui reçoivent ainsi la possibilité de participer au dialogue européen en matière de politique de la formation, d’influer sur l’orientation stratégique du programme et d’améliorer la visibilité du système éducatif suisse à l’échelle européenne. Thèmes transversaux Les priorités transversales définies dans le cadre d’Erasmus+ (cf. ch. 2.8.2.2.2) correspondent dans une large mesure aux thèmes transversaux fixés dans le message FRI 2025–2028 : numérisation, développement durable, équité et égalité des chances, coopération nationale et internationale. Ces thèmes ont une importance centrale pour
Obiettivi della politica formativa svizzera nel contesto della cooperazione internazionale in materia di formazione Le attività di mobilità internazionale per studenti, apprendisti, persone in formazione di altri settori e formatori offrono soprattutto ai giovani l’opportunità di acquisire competenze utili per il mercato del lavoro, di evolvere a livello personale e di imparare a orientarsi e a mettersi alla prova in contesti nuovi e sconosciuti. La cooperazione internazionale tra le istituzioni di tutti i settori formativi, dal livello primario passando per la formazione professionale fino alla formazione professionale superiore e universitaria, rappresenta una base solida per la costruzione e lo sviluppo di reti internazionali. Ciò consente lo scambio di conoscenze ed esperienze, l’elaborazione di nuove strategie e persino l’avvio di offerte formative comuni. La promozione della mobilità e della cooperazione contribuisce all’eccellenza del sistema formativo svizzero in termini di qualità e competitività e fa quindi parte a pieno titolo della strategia internazionale del Consiglio federale nel settore ERI. La strategia per gli scambi e la mobilità della Confederazione e dei Cantoni formula la visione secondo cui durante la formazione tutti i giovani dovrebbero partecipare almeno una volta a un’attività di scambio di lunga durata. Insieme, Confederazione e Cantoni lavorano per garantire che gli scambi e la mobilità vengano riconosciuti come parte del curriculum formativo, per aumentare il tasso di partecipazione alle attività e migliorare la qualità dell’offerta. Gli scambi e la mobilità devono essere radicati nel sistema formativo e nel mondo del lavoro e devono essere istituiti programmi mirati. Occorre inoltre instaurare partenariati stabili e intensificare la collaborazione con i partner nazionali e internazionali. La Confederazione e i Cantoni hanno sottolineato l’importanza degli scambi e della mobilità anche nei loro obiettivi comuni di politica formativa. Sulla scia di questi sviluppi, nell’ordinanza concernente il riconoscimento degli attestati di maturità liceale (riveduta nel 2023) la creazione dei presupposti per la partecipazione ad attività di scambio e mobilità è stata definita come requisito minimo per ottenere il riconoscimento a livello svizzero di un attestato di maturità liceale cantonale o riconosciuto a livello cantonale. In questo contesto, il Consiglio federale considera la partecipazione della Svizzera a Erasmus+ un obiettivo strategico per promuovere e sviluppare ulteriormente l’internazionalizzazione degli attori svizzeri della formazione in un contesto di forte concorrenza internazionale. 513 DEFR/DFI/CDPE (2017): Strategia svizzera per gli scambi e la mobilità della Confederazione e dei Cantoni, www.sbfi.admin.ch > Internazionale > Cooperazione internazionale in materia di formazione > Mobilità e cooperazione internazionale nella formazione > Documentazione.
514 www.sbfi.admin.ch > Formazione > Spazio formativo svizzero > Coopera-zione tra Confederazione e Cantoni in materia di formazione > Panoramica > Obiettivi comuni > «Sfruttamento ottimale delle potenzialità: Dichiarazione 2023 sugli obiettivi comuni di politica della formazione per lo spazio formativo svizzero».
515 Art. 22 cpv. 2 dell’ordinanza del 28 giugno 2023 sulla maturità (ORM), RS 413.11 Importanza della partecipazione svizzera al programma Erasmus+ Erasmus+ è uno strumento unico per promuovere la cooperazione internazionale nel campo della formazione. Non esiste infatti nessuna alternativa al mondo in termini di portata, varietà delle opportunità di partecipazione e cooperazione e internazionalità. Al contrario la «soluzione svizzera» ha dei limiti molto chiari, tanto che l’accesso alla maggior parte delle attività di mobilità risulta bloccato. Nonostante l’adozione di misure alternative, la Svizzera non può godere degli stessi vantaggi dei Paesi che partecipano a Erasmus+ e deve finanziare la mobilità in entrata e in uscita con fondi propri. Inoltre, è completamente dipendente dalla disponibilità dei partner europei a organizzare una mobilità a fini di apprendimento separata al di fuori di Erasmus+. Nel caso dei progetti di cooperazione per lo sviluppo della qualità e dell’innovazione in ambito formativo le istituzioni svizzere non possono avviare né coordinare progetti. A ciò si aggiunge la partecipazione difficile e non del tutto paritaria alle reti internazionali, che comporta il rischio permanente di un’esclusione sistematica da iniziative strategicamente rilevanti dell’UE, come l’Iniziativa delle università europee (v. n. 2.8.2.2.2 per i dettagli).
I fondi destinati alle attività di promozione, il cui andamento è stagnante dal 2023, consentono solo una crescita minima delle mobilità e delle attività sovvenzionate; il raggiungimento degli obiettivi fissati a livello politico potrebbe quindi essere rimandato di qualche anno (v. Obiettivi della politica formativa svizzera). Dal 2014 il budget per la «soluzione svizzera» è costantemente aumentato. Tuttavia, nello stesso periodo il budget per Erasmus+ è cresciuto in maniera molto maggiore. In caso di mancata associazione, questo divario sempre più grande potrebbe comportare, nel medio-lungo termine, l’esclusione del nostro Paese dalla promozione della mobilità internazionale e dalla cooperazione europea in materia di formazione, con conseguenti ripercussioni sull’attrattiva e sull’efficienza del suo sistema formativo. Pertanto, solo l’associazione della Svizzera a Erasmus+ consente un accesso illimitato e giuridicamente garantito a tutte le attività di mobilità e cooperazione, nonché alle misure di sostegno allo sviluppo delle politiche nel settore della formazione, della gioventù e dello sport. L’associazione genera non solo vantaggi a breve termine grazie alla maggiore mobilità dei singoli individui e alle maggiori opportunità di cooperazione per i gruppi d’interesse, ma contribuisce anche in modo significativo alla creazione e allo sviluppo di reti internazionali strutturate e durevoli con la partecipazione della Svizzera. In questo modo è possibile gettare le basi per promuovere a lungo termine la capacità innovativa del sistema formativo svizzero e potenziare il trasferimento di know-how. L’associazione è quindi fondamentale per preservare e rafforzare la competitività e l’attrattiva della Svizzera, nonché la sua posizione di nazione leader nel campo della formazione e della scienza in Europa e anche oltre (v. allegato 2.8 (2) per un confronto tra la «soluzione svizzera» e un’associazione a Erasmus+). 516 Il budget globale di Erasmus+ per il periodo 2014–2020 ammontava a 14,7 miliardi di euro, mentre per il periodo 2021–2027 è previsto un budget globale di 26,2 miliardi di euro (Erasmus+ 2021–2027 programme brings over €26,2 billion to support mobility and cooperation, erasmus-plus.ec.europa.eu > About Erasmus+ > History, funding and future). Mobilità internazionale individuale a fini di apprendimento La mobilità internazionale per l’apprendimento è diventata sempre più importante grazie all’interconnessione di aree economiche, di ricerca e di formazione transfrontaliere e comprende tutti i settori formativi, compresi lo sport e il settore giovanile extrascolastico. I principi per l’acquisizione e lo sviluppo di competenze internazionali vengono implementati già durante la formazione scolastica e le attività giovanili extrascolastiche: le prime esperienze di mobilità e di scambio (p. es. scambi di classi e scambi giovanili internazionali) motivano i giovani a ripetere queste attività nel loro percorso professionale o accademico (p. es. tirocini professionali o semestri di studio all’estero). Nella formazione professionale lo sviluppo di competenze e reti internazionali è sempre più rilevante per i lavoratori di tutti i settori economici. Ad esempio, gli apprendisti dell’industria meccanica, elettrica e metallurgica, delle tecnologie dell’informazione e della comunicazione (TIC) e del settore commerciale traggono particolare vantaggio dall’opportunità di svolgere le loro prime esperienze all’estero e di rafforzare così le proprie competenze linguistiche e professionali. La mobilità a fini di apprendimento rimane importante nella formazione degli adulti e nella formazione continua e permette di acquisire competenze utili per il mercato del lavoro. Inoltre, offre un importante valore aggiunto nel settore dello sport: ad esempio, le persone che lavorano nelle organizzazioni dedicate allo sport popolare possono migliorare le proprie qualifiche e le proprie competenze, oltre ad apprendere nuove metodologie. La mobilità delle persone in formazione di tutti i settori consente a studenti, apprendisti e altre persone in formazione di acquisire competenze interculturali, linguistiche, personali e professionali indispensabili nel contesto internazionale. Gli effetti positivi della mobilità sulle competenze interculturali e linguistiche sono stati dimostrati da vari studi nazionali e internazionali riguardanti diversi livelli di istruzione. I soggiorni all’estero hanno un impatto significativo anche sullo sviluppo delle competenze personali e sociali. Alcuni studi evidenziano inoltre una correlazione tra i soggiorni all’estero degli studenti e gli effetti economici positivi sulle carriere accademiche e professionali. Le esperienze all’estero durante la formazione e la formazione continua aiutano soprattutto i giovani a costruire, tra le altre cose, reti di contatti internazionali che si riveleranno importanti per la loro carriera. Attraverso le attività di mobilità internazionale per l’apprendimento anche gli insegnanti, i docenti, i formatori e altri responsabili della formazione acquisiscono competenze supplementari che si rivelano importanti per la loro funzione di moltiplicatori 517 Cfr. Heinzmann S., Paul S., Hilbe R. und Schallhart N.: Sprachaustausch auf der Primarstufe, Einfluss auf die Sprachlernmotivation und die produktiven Sprachkompetenzen, Freiburg: Institut für Mehrsprachigkeit (2019); Moore, I., Torgerson C., and Beckmann N.: Systematic Review Measuring the Efficacy of Study Abroad in Undergraduate Language Learners on Linguistic Proficiency Gains. Review of Education (2021), vol. 9, n. 3, p. 1–
26. 518 Cfr. Zimmermann J.T., Greischel H., Preuss J.S., Kercher J. e Kittel R.: Teilstudie 1: Aussercurriculare Bildungseffekte von Auslandaufenthalten, Abschlussbericht, DAADWirkungsstudie interkulturelle Kompetenz und Werteorientierung durch Individualmobilität und Erasmus+ (2018).
519 Cfr. Netz N., Cordua F.: Does studying abroad influence graduate’s wages? A literature review, in: Journal of International Students (2021), vol. 11 n. 4, p. 768–789; Messer Dolores, Wolter Stefan: Are student exchange programs worth it? Studies in Higher education (2007). e motivatori nel sistema formativo. Inoltre, si gettano le basi per una cooperazione internazionale a lungo termine tra istituzioni e organizzazioni: le attività individuali generano infatti attività di follow-up a livello istituzionale, dalle pubblicazioni congiunte alle cooperazioni istituzionali strutturate. Finora Erasmus+ è il programma che offre le attività di mobilità più variegate per tutti i gruppi target e in tutti gli ambiti formativi. Dal 2014 l’aumento dei finanziamenti ha permesso di raddoppiare i progetti di mobilità a fini di apprendimento completati a livello europeo. L’associazione consente anche alla Svizzera di sfruttare appieno il potenziale di mobilità a fini di apprendimento sul lungo periodo, soprattutto in quei settori in cui c’è un ritardo da recuperare (formazione professionale, formazione scolastica, formazione liceale, formazione continua, politiche giovanili e sport). Alcune priorità di Erasmus+ sono importanti anche per i gruppi target svizzeri, ad esempio la dimensione extraeuropea del programma. Pertanto, l’associazione garantisce opportunità di mobilità a fini di apprendimento non solo in Europa, ma anche al di fuori dell’Europa (USA, UK), fattore essenziale date le interdipendenze economiche mondiali della Svizzera. Cooperazioni internazionali La qualità e il prestigio del sistema formativo svizzero dipendono dal continuo miglioramento e dall’aggiornamento delle offerte formative. Il networking, gli scambi e la cooperazione con i partner internazionali sono una base importante per le istituzioni e le organizzazioni del settore formativo e permettono loro di recepire nuovi sviluppi, mettere a punto offerte didattiche e innovazioni formative comuni e integrare nuovi metodi. A loro volta, questi partenariati consolidati favoriscono la realizzazione di attività internazionali di mobilità a fini di apprendimento.
Una delle priorità della cooperazione istituzionale è la promozione dell’eccellenza, che è anche un obiettivo della politica ERI svizzera: le due iniziative chiave «Iniziativa delle Università Europee» (EUI) e Centres of Vocational Excellence (CoVE) favoriscono il networking tra gli attori a livello regionale e internazionale in ambito universitario e nel settore della formazione professionale. In Svizzera c’è molto interesse per le alleanze universitarie europee nell’ambito dell’EUI, alle quali il nostro Paese è ammesso a partecipare, con alcune restrizioni, dal 2022. In Europa le candidature delle scuole universitarie svizzere riscuotono un grande successo, tant’è vero che ad oggi ben 12 istituti elvetici – sia università che scuole universitarie professionali – fanno parte di una di queste alleanze. Oltre alle istituzioni in senso stretto, ne beneficiano anche le aziende che formano apprendisti, le organizzazioni del mondo del lavoro e altre organizzazioni attive in ambito formativo. Ad esempio, alcune associazioni di categoria svizzere stanno collaborando con i propri partner europei per sviluppare standard di qualificazione comuni o innovazioni tecnologiche per la formazione.
520 Driving Impact of Erasmus+ Outgoing Academic Staff Mobility: Current Landscape and Pathways for the Future, www.aca-secretariat.be > publications > all publications > 2024.
521 Programme level overview of project data, erasmus-plus.ec.europa.eu > Resources and tools > Data, evaluations, statistics > Statistics > Data visualisations > Programme-level data.
Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend ist allein die Veröffentlichung durch die Bundeskanzlei (Art. 49 PublV). Text automatisch aus dem amtlichen PDF übernommen; im Zweifel gilt das PDF.