Botschaft des Bundesrates · BBl 2026 615
Ziff. 2.4.8.3 Auswirkungen auf die Volkswirtschaft
Dank der institutionellen Elemente, die im Rahmen des Stabilisierungsteils des Pakets Schweiz–EU (Bilaterale III) in das MRA aufgenommen werden, kann das MRA weiterhin rechtswirksam funktionieren. Die ausgehandelten Bestimmungen gewährleisten zudem einen stabilen Rechtsrahmen zwischen der Schweiz und der EU, der den Wirtschaftsstandort Schweiz für Investitionen attraktiver macht.
Als Binnenmarktabkommen hat das MRA sowohl Auswirkungen auf den Aussenhandel der Schweiz (Aus- und Einfuhren) als auch auf ihre Wirtschaft und ihre verschiedenen Akteure. Es garantiert der Schweizer Exportindustrie in den vom Abkommen abgedeckten Bereichen einen erweiterten Zugang zum EU-Binnenmarkt. Doppelt durchgeführte Konformitätsbewertungen sowie die Herstellung unterschiedlicher Produktserien für die beiden Märkte werden dadurch vermieden. Dadurch können Schweizer Hersteller nicht nur Geld sparen, sondern sich auch auf die Grossserienfertigung konzentrieren und so die Kosten optimal verteilen. Das MRA verringert für die Unternehmen auch den Verwaltungsaufwand, da es bestimmte Pflichten für die Wirtschaftsakteure aufhebt. So sind im EU-Recht und im Schweizer Recht die Pflichten für die verschiedenen Wirtschaftsakteure für die gesamte Produktions- und Vertriebskette geregelt, um die vollständige Rückverfolgbarkeit der Produkte von der Herstellung bis zum Inverkehrbringen zu gewährleisten. Bei Produkten aus Drittländern verlangt die EU unter anderem, dass der in der EU ansässige Importeur (und zusätzlich in manchen Fällen ein Bevollmächtigter) die Verantwortung für die Konformität der Produkte übernimmt. Hinzu kommt die Pflicht, die Koordinaten dieser Akteure auf den Produkten oder deren Verpackung anzugeben (Kennzeichnung). Dank dem MRA ist es für einen in der Schweiz ansässigen Wirtschaftsakteur beispielsweise nicht notwendig, für den Export seiner Produkte in die EU einen Wirtschaftsakteur in der EU zu benennen und seine Produkte mit dessen Koordinaten neu zu kennzeichnen. Das MRA gewährleistet durchgehende Produktions- und Vertriebsketten zwischen der Schweiz und der EU. Diese Erleichterungen sorgen dafür, dass Schweizer Exporte auf dem EU-Markt attraktiver werden. Die erhöhte Nachfrage nach Schweizer Produkten kurbelt im Gegenzug die Herstellung dieser Produkte an und stärkt entsprechend den Handel zwischen der Schweiz und der EU (sog. Handelsschaffung). Mehrere Studien432 haben gezeigt, dass seit dem Inkrafttreten des MRA im Jahr 2002 sowohl das Export- als auch das Importvolumen der unter das Abkommen fallenden Produkte stetig gestiegen ist und dass dieser Anstieg höher ausfiel als beim Handel mit anderen Produkten. Diese positive Entwicklung des Handels ist einerseits auf die Ausweitung des sektoriellen Geltungsbereichs des Abkommens im Laufe der Jahre zurückzuführen (von 15 Sektoren bei Abschluss des Abkommens auf heute 20), andererseits aber auch auf den Abbau technischer Handelshemmnisse, administrative Entlastungen und Kosteneinsparungen, die das Abkommen mit sich bringt. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen des MRA wurden in der Studie von Ecoplan
(2025)433 anhand einer Simulation des Wegfalls der Abkommen der Bilateralen I geschätzt. Der Wegfall der Bilateralen I hätte gemäss dieser Studie bis im Jahr 2045 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von –4,9 Prozent zur Folge. Das MRA ist nach dem Freizügigkeitsabkommen (FZA) aus einer volkswirtschaftlichen Perspektive das wichtigste Abkommen.
Aufgrund des erleichterten Zugangs zum EU-Markt, den das MRA den in der Schweiz ansässigen Unternehmen ermöglicht, erhöht es die Attraktivität der Schweiz als Produktionsstandort. Wenn grosse ausländische Unternehmen ihren europäischen Hauptsitz in der Schweiz ansiedeln, tun sie dies unter anderem im Wissen, dass sie die Erleichterungen des Abkommens in Anspruch nehmen und ihre Produktion gleichzeitig auf beiden Märkten absetzen können. Somit verleiht das MRA ausländischen Investitionen in der Schweiz neue Impulse. Darüber hinaus trägt das MRA auch zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Schweiz bei. Einerseits könnten sich einige Schweizer Unternehmen ohne die Erleichterungen des MRA dazu veranlasst sehen, sich in der EU niederzulassen oder einen Teil ihrer Tätigkeiten dorthin zu verlagern, um weiterhin am Binnenmarkt teilnehmen zu können und gegenüber ihrer Konkurrenz aus der EU wettbewerbsfähig zu bleiben. Andererseits werden neue Arbeitsplätze in der Schweiz geschaffen, wenn grosse Unternehmen entscheiden, sich in der Schweiz niederzulassen, um von hier aus beide Märkte zu bedienen.
Schliesslich trägt das MRA durch erleichterte Importe aus der EU auch zu einem breiteren Produktangebot für die Konsumentinnen und Konsumenten bei. Denn ange432 Die Effekte des MRA wurden im Auftrag des SECO in den Studien von BAK Economics und Ecoplan zum Effekt des Wegfalls der Bilateralen I untersucht. Die Studien sowie ein Synthesebericht sind abrufbar unter: www.seco.admin.ch > Aussenwirtschaft & Wirtschaftliche Zusammenarbeit > Wirtschaftsbeziehungen Europäische Union (EU) > Wirtschaftliche Bedeutung der Bilateralen I > Volkswirtschaftliche Auswirkungen eines Wegfalls der Bilateralen I. Den Effekt empirisch untersucht hatte die Konjunkturforschungsstelle KOF 2015 (Hälg, Florian [2015], «Das bilaterale Abkommen über den Abbau technischer Handelshemmnisse und der schweizerische Aussenhandel» in «Der bilaterale Weg – eine ökonomische Bestandesaufnahme», KOF Studie 58. Abrufbar unter: www.research-collection.ethz.ch > Working Papers/Reports > Report > Der bilaterale Weg – eine ökonomische Bestandesaufnahme. Im Auftrag des SECO hat Ecoplan 2025 seine Studie von 2015 aktualisiert. Die Studie ist abrufbar unter: www.seco.admin.ch > Aussenwirtschaft & Wirtschaftliche Zusammenarbeit > Wirtschaftsbeziehungen Europäische Union (EU) > Wirtschaftliche Bedeutung der Bilateralen I.
433 Abrufbar unter: www.seco.admin.ch > Aussenwirtschaft & Wirtschaftliche Zusammenarbeit > Wirtschaftsbeziehungen Europäische Union (EU) > Wirtschaftliche Bedeutung der Bilateralen I > Volkswirtschaftliche Auswirkungen eines Wegfalls der Bilateralen I. sichts der geringen Grösse des Schweizer Marktes ist es für ausländische Hersteller aus der EU oder aus Drittländern aufgrund der unverhältnismässig hohen Kosten weniger interessant, Produkte extra für den Schweizer Markt herzustellen und zertifizieren zu lassen. Dank der vertraglich vorgesehenen Zusammenarbeit zwischen den Marktüberwachungsbehörden der Schweiz und der EU (z. B. im Bereich Medizinprodukte) trägt das MRA zudem zu einer anhaltend hohen Produktsicherheit für die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten bei. Mit unilateralen Massnahmen wäre dies nicht möglich.
Ohne das MRA könnte die Schweizer Export- und Importindustrie nicht mehr von den oben erwähnten Erleichterungen profitieren. Die Produktauswahl für die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten wäre eingeschränkt, was Preissteigerungen und das Phänomen der Hochpreisinsel Schweiz begünstigen würde.
Eine von Infras im Jahr 2025 durchgeführte Studie434 zeigt, dass die Nicht-Aktualisierung des MRA im Bereich der Medizinprodukte seit 2021 für die Schweizer Hersteller Zusatzkosten verursacht hat, insbesondere da sie einen Bevollmächtigten in der EU benennen und die Produkte mit den Koordinaten dieses Bevollmächtigten neu kennzeichnen müssen. Hersteller, die die Konformität ihrer Produkte bisher in der Schweiz bewerten liessen, müssen diese Bewertung momentan zusätzlich auch in der EU durchführen lassen. Die entsprechenden Kosten variieren stark, und zwar abhängig von verschiedenen Faktoren wie etwa der Grösse des Unternehmens und seiner Fähigkeit, diese Kosten auf das gesamte Produktionsvolumen zu verteilen. So fallen die wiederkehrenden Zusatzkosten für grosse Unternehmen, die bereits Tochtergesellschaften in der EU haben und diese als Bevollmächtigte benennen können, geringer aus als für kleine und mittlere Unternehmen, die für die Benennung eines Bevollmächtigten auf externe Dienstleister angewiesen sind. Solche Kosten sind bei Standortentscheidungen ein wichtiger Faktor. Ein Drittel der befragten Hersteller gab an, aufgrund der Nicht-Aktualisierung des MRA eine Verlagerung ihrer Produktion in Erwägung gezogen zu haben; einige Unternehmen haben diesen Schritt tatsächlich vollzogen. Die Studie zeigt ausserdem, dass trotz unilateraler Massnahmen zur Erleichterung des Handels die Einfuhren inzwischen in ähnlichem Ausmass von Handelshemmnissen betroffen sind wie die Ausfuhren. Bei der Verwaltungseffizienz waren ebenfalls Einbussen zu verzeichnen; so musste Swissmedic eine eigene schweizerische Datenbank für Medizinprodukte entwickeln und die Marktüberwachung ohne Zusammenarbeit mit der EU organisieren. Dies führte zu einem signifikanten Anstieg der Personalkosten bei Swissmedic.
Grâce aux éléments institutionnels inclus dans l’ARM par le biais de la partie stabilisation du paquet Suisse-UE (Bilatérales III), l’ARM pourra continuer à déployer ses effets. Les dispositions négociées garantissent en outre un cadre juridique stable entre la Suisse et l’UE qui rend la place économique suisse plus attrayante aux yeux des investisseurs.
En tant qu’accord relatif au marché intérieur, l’ARM a des répercussions aussi bien sur le commerce extérieur de la Suisse (exportations et importations) que sur son économie et ses différents acteurs. Il garantit à l’industrie suisse d’exportation un accès élargi au marché intérieur de l’UE dans les domaines qu’il couvre. Il évite la duplication des évaluations de conformité et la production de séries différentes de produits pour les deux marchés. Cela permet aux fabricants suisses non seulement de faire des économies, mais également de se concentrer sur la fabrication de produits en grande série et de répartir de manière optimale les coûts.
L’ARM allège également les charges administratives des entreprises en supprimant certaines obligations des opérateurs économiques. En effet, les législations de l’UE et de la Suisse clarifient les obligations des différents opérateurs économiques tout au long de la chaîne de production et de distribution pour garantir la traçabilité complète des produits, de leur fabrication à leur mise sur le marché. Pour les produits de pays tiers, l’UE exige notamment que l’importateur (et en plus, dans certains cas, un mandataire) établi dans l’UE porte la responsabilité de la conformité des produits. S’ajoute à cela l’obligation d’indiquer les coordonnées de ces opérateurs sur le produit ou son emballage (étiquetage). Grâce à l’ARM, il n’est par exemple pas nécessaire pour un opérateur économique établi en Suisse de nommer un opérateur économique dans l’UE et de réétiqueter ses produits avec les coordonnées de cet opérateur pour les exporter vers l’UE. L’ARM garantit des chaînes de production et de distribution ininterrompues entre la Suisse et l’UE. Ces allégements rendent les exportations suisses sur le marché de l’UE plus attractives. La demande accrue pour des produits suisses stimule en retour la production de ces biens et renforce d’autant les échanges commerciaux entre la Suisse et l’UE (effet de « création commerciale »).
Plusieurs études432 ont démontré que, depuis l’entrée en vigueur de l’ARM en 2002, le volume des exportations comme des importations des produits couverts par l’accord a régulièrement augmenté et que cette croissance a été plus élevée que pour le commerce des autres marchandises. Si cette évolution positive des échanges est pour une 432 Les effets de l’ARM ont été analysés dans les études réalisées par BAK Economics et Ecoplan sur mandat du SECO concernant l’impact de l’extinction des Bilatérales I. Les études et un rapport de synthèse peuvent être consultés à l’adresse suivante : www.seco.admin.ch > Économie extérieure et Coopération économique > Relations économiques > Union européenne (UE) > Importance économique des Bilatérales I > Les conséquences économiques d’une extinction des Accords bilatéraux I. Le KOF a en outre mené une étude empirique à ce sujet en 2015 (Hälg, Florian [2015] « Das bilaterale Abkommen über den Abbau technischer Handelshemmnisse und der schweizerische Aussenhandel », in « Der bilaterale Weg – eine ökonomische Bestandesaufnahme », KOF Studies, vol. 58. Peut être consultée à l’adresse suivante: www.research-collection.ethz.ch > Working Papers/Reports > Report > Der bilaterale Weg – eine ökonomische Bestandesaufnahme. Sur mandat du SECO, Ecoplan a actualisé en 2025 son étude de 2015. Elle peut être consultée à l’adresse suivante : www.seco.admin.ch > Économie extérieure et Coopération économique > Relations économiques > Union européenne (UE) > Importance économique des Bilatérales I > Les conséquences économiques d’une extinction des Accords bilatéraux I > Études concernant l’importance des Bilatérales I.
part imputable à l’élargissement de la couverture sectorielle de l’accord au fil des ans (de quinze secteurs au moment de sa conclusion, l’accord en compte vingt aujourd’hui), elle résulte également du démantèlement des entraves techniques au commerce, des allégements administratifs et des économies de coûts qu’engendre l’accord. L’impact économique de l’ARM a été estimé dans l’étude d’Ecoplan (2025)433 à l’aide d’une simulation de l’extinction des accords des Bilatérales I. Selon cette étude, l’abandon des Bilatérales I entraînerait un recul du PIB de 4,9 % d’ici à 2045. D’un point de vue économique, l’ARM constitue le deuxième accord le plus important des Bilatérales I après l’ALCP.
En raison de l’accès facilité au marché de l’UE qu’il procure aux entreprises établies en Suisse, l’ARM renforce l’attractivité de la Suisse en tant que site de production. De grandes entreprises étrangères choisissent, entre autres facteurs, d’établir leur siège européen en Suisse, sachant qu’elles peuvent bénéficier des facilités prévues par l’accord et écouler leur production à la fois sur les deux marchés. L’ARM dynamise ainsi les investissements étrangers en Suisse.
L’ARM contribue aussi à préserver et à créer de l’emploi en Suisse. D’une part, sans les facilités que procure l’ARM, certaines entreprises suisses pourraient être incitées à s’établir dans l’UE ou à y transférer une partie de leurs activités pour continuer à participer au marché unique et rester compétitives par rapport à leurs concurrentes de l’UE. D’autre part, lorsque de grandes entreprises choisissent de s’établir en Suisse pour opérer sur les deux marchés, cela favorise la création de nouveaux emplois en Suisse.
Enfin, en facilitant leur importation de l’UE, l’ARM contribue à élargir l’offre de produits pour les consommatrices et consommateurs. En effet, au vu de la petite taille du marché suisse, il est moins intéressant pour les fabricants étrangers, de l’UE comme d’autres pays tiers, de fabriquer et de faire certifier des produits pour le seul marché suisse en raison des coûts disproportionnés qui en résultent. En outre, grâce à la coopération contractuelle qu’il prévoit entre les autorités de surveillance du marché de la Suisse et de l’UE (par exemple pour les dispositifs médicaux), l’ARM contribue à maintenir un niveau élevé de sécurité des produits pour les consommatrices et consommateurs suisses. Des mesures unilatérales ne permettraient pas d’y parvenir. En l’absence de l’ARM, l’industrie suisse d’exportation et d’importation ne pourrait plus bénéficier des facilitations susmentionnées. Les consommatrices et consommateurs suisses se retrouveraient avec un choix restreint de produits, favorisant l’augmentation des prix et l’îlot de cherté. Une étude menée par Infras en 2025 montre que la non-actualisation de l’ARM dans le domaine des dispositifs médicaux depuis 2021 a entraîné pour les fabricants suisses des coûts supplémentaires, dus notamment à la nécessité de nommer un man433 Peut être consultée à l’adresse suivante : www.seco.admin.ch > Économie extérieure et Coopération économique > Relations économiques > Union européenne (UE) > Importance économique des Bilatérales I > Les conséquences économiques d’une extinction des Accords bilatéraux I.
434 Infras (2025) Vertiefungsstudie MRA – Fallbeispiel Medizinprodukte, peut être consultée à l’adresse suivante : www.seco.admin.ch > Économie extérieure et Coopération économique > Entraves techniques au commerce > Accords internationaux (Accords de reconnaissance mutuelle – ARM) > ARM Suisse-UE. dataire dans l’UE et de faire réétiqueter les produits avec les coordonnées de ce mandataire, mais aussi de faire réévaluer leurs produits dans l’UE, pour les fabricants qui avaient jusque-là fait évaluer leurs produits en Suisse. Ces coûts varient considérablement en fonction de divers facteurs, en particulier de la taille de l’entreprise et de sa capacité à pouvoir les répartir sur le volume de production. Par exemple pour les grandes entreprises qui ont déjà des filiales dans l’UE et peuvent les désigner comme mandataires, les coûts supplémentaires récurrents sont moindres que pour les petites et moyennes entreprises, qui dépendent de prestataires de services externes pour la désignation d’un mandataire. Ces coûts constituent un facteur important dans les décisions d’implantation. Un tiers des fabricants interrogés ont déclaré avoir envisagé de délocaliser leur production en raison de la non-actualisation de l’ARM et certaines entreprises ont effectivement procédé à de telles délocalisations. L’étude montre en outre que malgré des mesures unilatérales de facilitation des échanges, des obstacles au commerce se sont développés du côté des importations dans une proportion similaire à celle observée du côté des exportations. Enfin, l’efficacité administrative a été affectée, car Swissmedic a dû créer de manière indépendante une base de données pour les dispositifs médicaux et développer la surveillance du marché sans coopération avec l’UE. Cela s’est accompagné d’une augmentation significative des dépenses de personnel chez Swissmedic.
Grazie agli elementi istituzionali inclusi nel MRA tramite la parte di stabilizzazione del pacchetto Svizzera-UE (Bilaterali III), l’Accordo potrà continuare a sortire i suoi effetti. Le disposizioni negoziate garantiscono inoltre un quadro giuridico stabile tra la Svizzera e l’UE, rendendo la Svizzera una piazza economica più attrattiva per gli investitori.
Pur trattandosi di un accordo relativo al mercato interno, il MRA ha ripercussioni anche sul commercio estero della Svizzera (esportazioni e importazioni), nonché sulla sua economia e sui vari attori coinvolti. Esso garantisce all’industria d’esportazione elvetica un maggiore accesso al mercato interno dell’UE nei diversi settori che copre. In più permette di evitare dei doppioni nelle valutazioni della conformità e la produzione di serie di prodotti diverse per i due mercati. Ciò consente ai fabbricanti svizzeri non solo di risparmiare, ma anche di concentrarsi sulla produzione di massa e di ripartire i costi in maniera ottimale. Il MRA riduce inoltre gli oneri amministrativi delle aziende eliminando alcuni obblighi per gli operatori economici. La legislazione dell’UE e quella svizzera chiariscono i vincoli a cui devono attenersi i vari operatori economici lungo la catena di produzione e distribuzione per garantire la completa tracciabilità dei prodotti, dalla fabbricazione alla commercializzazione. Nel caso di prodotti di Paesi terzi, l’UE esige che l’importatore (e, in alcuni casi, anche un rappresentante) stabilito all’interno dell’Unione si assuma la responsabilità relativa alla conformità dei prodotti. A questo aspetto si aggiunge l’obbligo di indicare i dati degli operatori in questione sul prodotto o sul suo imballaggio (etichettatura). Grazie al MRA, non è necessario, ad esempio, che un operatore economico stabilito in Svizzera nomini un operatore economico nell’UE ed etichetti nuovamente i suoi prodotti con i dati di tale operatore per espor tarli nell’Unione. L’Accordo garantisce la continuità delle catene di produzione e distribuzione tra la Svizzera e l’UE. Queste agevolazioni rendono più interessanti le esportazioni dalla Svizzera verso il mercato dell’Unione. L’aumento della domanda di prodotti svizzeri incentiva a sua volta la produzione di tali beni, incrementando così gli scambi commerciali tra la Svizzera e l’UE (effetto di «creazione commerciale»).
Svariati studi432 hanno dimostrato che, dall’entrata in vigore del MRA, nel 2002, il volume delle esportazioni e delle importazioni dei prodotti coperti dall’Accordo è aumentato con cadenza regolare e che tale crescita è stata superiore a quella del commercio di altre merci. Questo andamento positivo degli scambi è in parte legato all’ampliamento della copertura settoriale dell’Accordo nel corso degli anni (dai quindici settori al momento della conclusione ai venti di oggi), ma è anche il risultato dell’eliminazione degli ostacoli tecnici al commercio, degli sgravi amministrativi e dei risparmi sui costi generati dall’Accordo. Nell’ambito dello studio di Ecoplan
(2025)433 si è proceduto a stimare l’effetto del MRA a livello macroeconomico sulla base di una simulazione dell’abbandono dei Bilaterali I. Secondo quanto appurato, tale abbandono comporterebbe un calo del PIL del 4,9 per cento entro il 2045. Dal punto di vista economico, il MRA è l’accordo più importante dopo l’ALC. Consentendo alle imprese con sede sul territorio elvetico di accedere più facilmente al mercato dell’UE, il MRA migliora l’attrattiva della Svizzera come luogo di produzione. Aziende straniere di grandi dimensioni scelgono di stabilire la propria sede europea in Svizzera sapendo, tra gli altri fattori di rilievo, di poter beneficiare delle agevolazioni previste dall’Accordo e di poter vendere i loro prodotti su entrambi i mercati. In questo modo, il MRA incentiva gli investimenti esteri in Svizzera. L’Accordo contribuisce inoltre a mantenere e creare posti di lavoro in Svizzera. Da un lato, senza le agevolazioni garantite dal MRA, alcune imprese svizzere potrebbero essere indotte a stabilirsi nell’UE o a trasferirvi parte delle loro attività per continuare a partecipare al mercato unico e rimanere competitive nei confronti della concorrenza europea. Dall’altro, quando le aziende di grandi dimensioni scelgono di stabilirsi in Svizzera per operare su entrambi i mercati, tale scelta favorisce la creazione di nuovi posti di lavoro sul territorio elvetico.
432 Gli effetti del MRA sono stati esaminati, su incarico della SECO, negli studi condotti da BAK Economics ed Ecoplan in relazione all’abbandono dei Bilaterali I. Gli studi e il rapporto di sintesi sono consultabili su: www.seco.admin.ch > Economia esterna e cooperazione economica > Relazioni economiche Unione europea (UE) > Importanza economica dei Bilaterali I > Impatto economico di un abbandono dei Bilaterali I. Nel 2015 il KOF aveva condotto uno studio empirico in proposito (Hälg, Florian, 2015, «Das bilaterale Abkommen über den Abbau technischer Handelshemmnisse und der schweizerische Aussenhandel», in «Der bilaterale Weg – eine ökonomische Bestandesaufnahme», KOF Studies, vol. 58), consultabile su: www.research-collection.ethz.ch > Working Papers/Reports > Report > Der bilaterale Weg – eine ökonomische Bestandesaufnahme.
Su incarico della SECO, nel 2025 Ecoplan ha aggiornato il suo studio del 2015, consultabile su: www.seco.admin.ch > Economia esterna e cooperazione economica > Relazioni economiche Unione europea (UE) > Importanza economica dei Bilaterali I.
433 Consultabile su: www.seco.admin.ch > Economia esterna e cooperazione economica > Relazioni economiche Unione europea (UE) > Importanza economica dei Bilaterali I > Impatto economico di un abbandono dei Bilaterali I.
Infine, semplificando le procedure di importazione dall’UE, il MRA contribuisce ad ampliare la gamma di prodotti disponibili per i consumatori. In effetti, considerando le dimensioni ridotte del mercato svizzero, per i fabbricanti stranieri, sia dell’UE che di Paesi terzi, produrre e far certificare i prodotti solo per questo mercato risulta meno interessante a causa dei costi sproporzionati che ciò comporta. Inoltre, grazie alla cooperazione contrattuale tra le autorità di vigilanza del mercato elvetico e di quello europeo da esso prevista (p. es. per i dispositivi medici), il MRA contribuisce a mantenere un elevato livello di sicurezza dei prodotti a favore dei consumatori svizzeri. L’adozione di misure unilaterali non permetterebbe di conseguire questo risultato. Senza il MRA, l’industria di esportazione e importazione elvetica non potrebbe più beneficiare delle suddette agevolazioni. I consumatori svizzeri si ritroverebbero con un assortimento limitato di prodotti, con un conseguente aumento dei prezzi e quindi del carovita.
Uno studio condotto da Infras nel 2025 mostra che il mancato aggiornamento del MRA dal 2021 nel settore dei dispositivi medici ha comportato costi aggiuntivi per i fabbricanti svizzeri, dovuti in particolare alla necessità di nominare un rappresentante autorizzato nell’UE e di far etichettare nuovamente i prodotti con i suoi dati, ma anche di far rivalutare i prodotti nell’Unione per i fabbricanti che li avevano precedentemente fatti valutare in Svizzera. Questi costi variano notevolmente in base a diversi fattori, in particolare alle dimensioni dell’azienda e alla sua capacità di ripartirli sul volume di produzione. Per le grandi aziende che hanno già delle filiali nell’UE e possono designarle come rappresentanti, ad esempio, i costi aggiuntivi ricorrenti sono inferiori rispetto a quelli delle piccole e medie imprese, che per la nomina di un rappresentante dipendono da fornitori di servizi esterni. Questi costi rappresentano un fattore importante nelle decisioni relative al proprio insediamento. Un terzo dei fabbricanti intervistati ha dichiarato di aver preso in considerazione la possibilità di delocalizzare la produzione a causa del mancato aggiornamento del MRA, e alcune aziende hanno effettivamente realizzato questo progetto. Lo studio in questione mostra inoltre che, nonostante le misure unilaterali di facilitazione del commercio, sul versante delle importazioni sono sorti ostacoli agli scambi in una proporzione simile a quella rilevata nell’ambito delle esportazioni. L’efficienza amministrativa ne ha risentito dal momento che Swissmedic ha dovuto creare autonomamente una banca dati per i dispositivi medici e allestire un sistema di vigilanza del mercato senza collaborare con l’UE. Questa situazione ha determinato un significativo aumento dei costi del personale di Swissmedic.
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