Botschaft des Bundesrates · BBl 2026 615
Ziff. 3.3.1 Ökonomische Bedeutung der langfristigen Sicherung der sektoriellen Binnenmarktteilnahme
Der Stabilisierungsteil des Pakets Schweiz–EU sichert die sektorielle Teilnahme am Binnenmarkt der EU. Diese erfolgt im Wesentlichen über die Binnenmarktabkommen der Bilateralen I. Diese Abkommen erleichtern den gegenseitigen Marktzugang für Waren und Dienstleistungen dank einer gegenseitigen Öffnung zuvor weitgehend geschlossener Märkte (insb. Freizügigkeitsabkommen (FZA), Luft- und Landverkehr) und dank des Abbaus technischer und tarifärer Handelshemmnisse (bei Industrieprodukten mit dem MRA, bei landwirtschaftlichen Gütern und Lebensmitteln tierischer Herkunft mit dem Landwirtschaftsabkommen).
Eine verbesserte Teilnahme am EU-Binnenmarkt stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Unternehmen und hat positive Auswirkungen auf die Beschäftigung und das Einkommen der Schweizer Bevölkerung. Der Abbau technischer und tarifärer Handelshemmnisse führt zu tieferen Preisen und einer grösseren Produktvielfalt für die Konsumentinnen und Konsumenten. Die Bilateralen I ermöglichen dank vertraglich abgesicherter Zusammenarbeit der Marktüberwachungsbehörden den Abbau von Handelshemmnissen, welche mit unilateralen Massnahmen unter Beibehaltung des hohen Produktesicherheitsniveau der Schweiz nicht möglich wäre. Sie schaffen in verschiedenen Bereichen binnenmarktähnliche Verhältnisse, welche über die Möglichkeiten eines Freihandelsabkommens hinausgehen. Die damit gewährleistete Binnenmarktbeteiligung und die Zusammenarbeit der Vollzugsbehörden tragen zur Versorgungssicherheit und Resilienz der Schweizer Wirtschaft bei. Mit dem FZA hat die hiesige Wirtschaft die Sicherheit, bei Bedarf, ohne administrativ aufwändige Verfahren Arbeitskräfte aus der EU rekrutieren zu können. Schliesslich stärkt die Teilnahme an den EU-Programmen für Bildung, Forschung und Innovation die Attraktivität des Schweizer Bildungs- und Forschungsplatzes sowie insgesamt die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.
Bisherige Studien zum Wert der Bilateralen I Die wirtschaftliche Bedeutung der Bilateralen I für die Schweiz ist Gegenstand verschiedener Studien, die insgesamt eine klar positive Bilanz ziehen.949 Sie zeigen, dass die Bilateralen I zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Schweiz nach der Jahrtausendwende beigetragen haben.950 Im Fokus einer Vielzahl der Studien stehen die Auswirkungen des FZA. Sie zeigen, dass die Zuwanderung im Rahmen der Personenfreizügigkeit der letzten zwei Jahrzehnte von der Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen in der Schweiz bestimmt war.951 Die Zuwanderung erfolgte einerseits in Berufen mit sehr hohen Qualifikationsanforderungen, was die Spezialisierung auf eine wissensintensive Wertschöpfungserbringung begünstigte. Daneben konnten Schweizer Unternehmen bei Bedarf auch für Tätigkeiten etwa in Gastgewerbe, Bau und Industrie Arbeitskräfte aus dem EU-Raum rekrutieren, da sich diese Stellen im Inland unter anderem aufgrund der Höherqualifizierung der inländischen Bevölkerung nicht mehr vollständig besetzen liessen. Die zugewanderten Arbeitskräfte aus dem EU/EFTA-Raum bildeten eine Ergänzung zu den einheimischen Arbeitskräften, weshalb unerwünschte Effekte der Zuwanderung auf Arbeitslosigkeit und Beschäftigung der Einheimischen gering blieben. Die mit dem FZA einhergehenden Rekrutierungsmöglichkeiten im EU-Raum spielten – ergänzend zum nur noch schwach wachsenden und bereits gut genutzten inländischen Arbeitskräftepotenzial – eine wichtige Rolle zur Deckung der starken Arbeitskräftenachfrage und ermöglichten ein Beschäftigungswachstum, welches angesichts der demografischen Alterung in der Schweiz das Potenzial an inländischen Arbeitskräften deutlich überstieg. Das ist ein entscheidender Standortfaktor – entsprechend hoch bewerten die Unternehmen die Relevanz des FZA.952 Die mit der Personenfreizügigkeit einhergehende Zuwanderung hat auch Auswirkungen auf weitere Bereiche. Sie verstärkt die Nachfrage nach Wohnraum und Infrastrukturleistungen und sorgt für zusätzliche Steuereinnahmen. Die Auswirkungen der Zuwanderung auf sämtliche relevante Politikbereiche wird der 949 Eine Übersicht zu allen Studien zu den Bilateralen I ist abrufbar unter: www.seco.admin.ch > Aussenwirtschaft & Wirtschaftliche Zusammenarbeit > Wirtschaftsbeziehungen > Europäische Union (EU) > Wirtschaftliche Bedeutung der Bilateralen I.
950 Siehe bspw. KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (2015): Der bilaterale Weg
- eine ökonomische Bestandsaufnahme. KOF Studien Nr. 58. Abrufbar unter: www.research-collection.ethz.ch/bitstream/handle/20.500.11850/112229/eth-49559-01.pdf.
951 Berichte zu den Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf den Arbeitsmarkt und die Sozialversicherungen sind abrufbar unter: www.seco.admin.ch > Arbeit > Personenfreizügigkeit und Arbeitsbeziehungen > Das Observatorium zum Freizügigkeitsabkommen Schweiz – EU. Im 19. Bericht des Observatoriums wurde ein Rückblick auf 20 Jahre Personenfreizügigkeit gemacht.
952 BAK Economics (2013): Bedeutung der Personenfreizügigkeit aus Branchensicht - Ergebnisse einer Unternehmensbefragung. BAK Economics im Auftrag der Wirtschaftsund Brachenverbände Swissmem, HotellerieSuisse, TVS Textilverband Schweiz, ASA/SVV Schweizerischer Versicherungsverband, scienceindustries, AGV Banken, economiesuisse, Schweizer Obstverband und Privatkliniken Schweiz. Abrufbar unter: www.bak-economics.com > Studien & Analysen > Bedeutung der Personenfreizügigkeit aus Branchensicht (Stand: 10.02.2025), sowie Industrie- und Handelskammer St. Gallen – Appenzell (2024): Migration und ihre Bedeutung für Ostschweizer Unternehmen. Ergebnisse zur Unternehmensumfrage. Abrufbar unter: www.ihk.ch > Wirtschaftspolitik > Publikationen > Nr. 41: Arbeitsmigration. Bundesrat eingehend im Rahmen des überwiesenen Postulats Gössi vom 28. September 2023 analysieren. Neue Studien Eine umfassende gesamtwirtschaftliche Abschätzung des volkswirtschaftlichen Werts der Bilateralen I nahmen die Studien von Ecoplan und BAK Economics vor, welche
2015 die Auswirkungen eines Wegfalls der Bilateralen I schätzten.954 Im Jahr 2020 wurde die Studie von BAK Economics im Auftrag der Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell und der Industrie- und Handelskammer Thurgau aktualisiert.955 Eine abermalige Aktualisierung der BAK-Studie erfolgte 2025 im Auftrag von economiesuisse.956 Im Auftrag des SECO hat Ecoplan 2025 ihre Studie von 2015 aktualisiert. Damit wurden gegenüber der ersten Ecoplan-Studie (2015) auch der Brexit, die veränderten Handelsströme, neue Verkehrsdaten und neue Bevölkerungsszenarien berücksichtigt sowie die Modellsimulation auf den Zeitraum 2028 bis 2045 angepasst. Simuliert wird der Wegfall der bisherigen Abkommen der Bilateralen I vor Aktualisierung durch das Paket Schweiz–EU. Die aktualisierten Modellberechnungen von Ecoplan (2025a)957 zu den bisherigen Bilateralen I bestätigen den hohen Wert der Bilateralen I und der Assoziierung an die EU-Programme für Forschung und Innovation für die Schweizer Volkswirtschaft. Gemäss den Modellberechnungen würde im Falle eines Wegfalls der Bilateralen I und einer Rückstufung der Teilnahme der Schweiz an den EU-Programmen für Forschung und Innovation auf den Status eines nicht-assoziierten Drittstaats das BIP im Jahr 2045 um -4,90 % geringer ausfallen als mit funktionierenden Abkommen und einer Assoziierung. Das FZA ist dabei das wichtigste Abkommen. In einer isolierten Betrachtung entspricht der Wegfall des FZA rund drei Viertel der Summe der Einzeleffekte. Der Wegfall der übrigen Abkommen der Bilateralen I entspricht rund einem Viertel.
Diese Studien reihen sich in die bestehende Literatur zu den Bilateralen I ein und unterstreichen, dass ein Wegfall der Bilateralen I bedeutende Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und negative Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft zur Folge hätte. Der Effekt auf das BIP pro Kopf eines Wegfalls der Bilateralen I schätzt die Modellsimulation auf -1,65 %. Das verlangsamte BIP-Wachstum würde einen Einkommensverlust von rund 2500 Franken pro Kopf implizieren. Ku953 954 955 956 957
2023 P 23.4171 Aktualisierter Bericht zur Personenfreizügigkeit und Zuwanderung in die Schweiz (N 22.12.2023, Gössi Petra).
Zwei Studien hatte das SECO im Auftrag des Bundesrates 2015 durch BAK Economics und Ecoplan erstellen lassen. Die Studien sowie ein Synthesebericht sind abrufbar unter: www.seco.admin.ch > Aussenwirtschaft & Wirtschaftliche Zusammenarbeit > Wirtschaftsbeziehungen > Europäische Union (EU) > Wirtschaftliche Bedeutung der Bilateralen I > Volkswirtschaftliche Auswirkungen eines Wegfalls der Bilateralen I. BAK Economics (2020): Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Kündigung der Bilateralen I auf die Ostschweiz. Abrufbar unter: www.bak-economics.com > Studien & Analysen > Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Kündigung der Bilateralen I auf die Ostschweiz.
BAK Economics (2025): Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Kündigung der Bilateralen Verträge auf die Schweiz. Abrufbar unter: www.bak-economics.com > Studien & Analysen > Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Kündigung der Bilateralen Verträge auf die Schweiz. Abrufbar unter: www.seco.admin.ch > Wirtschaftslage & Wirtschaftspolitik > Wirtschaftspolitik > Grundlagen für die Wirtschaftspolitik. muliert über den Zeitraum 2028 bis 2045 würden die BIP-Einbussen 520 Milliarden Franken erreichen.
Ohne Stabilisierung der Beziehungen Schweiz–EU, das heisst ohne die entsprechenden Elemente des neuen Pakets Schweiz–EU, ist zu erwarten, dass ganze Abkommen oder Teile davon blockiert wären. In diesen Bereichen könnte die Schweiz aufgrund einer mangelnden Aktualisierung nicht mehr am Binnenmarkt teilnehmen. In welchem Umfang dies der Fall wäre, lässt sich heute nicht präzise voraussagen. Die in der Studie von Ecoplan (2025a) geschätzten Auswirkungen beziehen sich auf das langfristige Szenario eines vollumfänglichen Wegfalls der Abkommen der Bilateralen I. Ein solches Szenario entspricht tendenziell einem Negativszenario in Bezug auf die Auswirkungen eines Nicht-Abschlusses des Pakets Schweiz–EU. Es sind aber auch andere Szenarien denkbar – etwa, dass die Zusammenarbeit in gewissen Bereichen weitergeführt würde oder – im Gegenteil – eine Blockade auch Abkommen ausserhalb der Bilateralen I betreffen würde, wie beispielsweise die Schengen/DublinAssoziierung. Im ersten Fall dürften die negativen Auswirkungen eines Nicht-Abschlusses gegenüber dem von der Studie gewählten Szenario deutlich geringer ausfallen, insbesondere wenn das FZA weitergeführt würde. Im letzteren Fall wären die negativen Auswirkungen deutlich grösser. Der Bericht in Erfüllung des Postulats 15.3896 «Wirtschaftliche Vorteile dank Schengen-Partnerschaft»958 kommt zum Schluss, dass der Wegfall der Schengen/Dublin-Assoziierung bis 2030 zu einem jährlichen Einkommensverlust von 4,7 bis 10,7 Milliarden Franken für die Schweizer Volkswirtschaft führen würde. Das BIP würde um 1,6 bis 3,7 % geschmälert. Auch für die öffentlichen Ausgaben im Asylbereich hätte dies Auswirkungen, da die Schweiz deutlich mehr Personen an andere Dublin-Staaten überstellt, als sie selbst von diesen übernimmt. Alleine die entsprechenden Einsparungen im Asylbereich haben sich zwischen 2012 und 2016 auf rund 220 Millionen Franken pro Jahr belaufen. Weiter kommt der Bericht zum Schluss, dass jährlich rund 400 bis 500 Millionen Franken nötig wären, damit die Schweiz ohne Schengen-Zusammenarbeit ein adäquates Niveau an innerer Sicherheit erreichen könnte. Eine spezifische Abschätzung der faktischen Auswirkungen einer Blockade von Abkommen der Bilateralen I ist nur in jenen Bereichen möglich, in denen es bereits zu einer Blockade gekommen ist. Dies betrifft insbesondere das MRA im Bereich der Medizinprodukte, dessen Aktualisierung seit 2021 blockiert ist, und den Bereich der Forschungszusammenarbeit, wo die Schweiz zwischen 2021 und 2024 auf den Status eines nicht-assoziierten Drittstaats zurückgestuft wurde. Infras959 respektive BSS 958 Siehe Bericht des Bundesrates «Die volkswirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Schengen-Assoziierung der Schweiz» in Erfüllung des Postulats 15.3896 «Wirtschaftliche Vorteile dank Schengen-Partnerschaft». Abrufbar unter: www.parlament.ch > Suche > 15.3896.
959 Infras (2025): Vertiefungsstudie MRA - Fallbeispiel Medizinprodukte. Studie im Auftrag des SECO. Zürich. Abrufbar unter: www.seco.admin.ch > Aussenwirtschaft & Wirtschaftliche Zusammenarbeit > Wirtschaftsbeziehungen > Technische Handelshemmnisse > Staatsvertragliche Vereinbarungen (Mutual Recognition Agreements - MRA) > MRA Schweiz – EU.
Volkswirtschaftliche Beratung960 haben diesbezüglich Untersuchungen durchgeführt (s. Ziff. 2.4.8.3 und 2.8.9.3), welche die Modellsimulationen von Ecoplan ergänzen. Das MRA im Medizinproduktebereich deckt Exporte von rund 6,1 Milliarden Franken und Importe von rund 3,4 Milliarden Franken ab und ist volkswirtschaftlich von Bedeutung. Insgesamt umfasst das MRA 20 Produktsektoren mit einem Exportvolumen in die EU von über 96 Milliarden Franken (ca. 72 % der Industriegüterexporte in die EU) sowie einem Importvolumen aus der EU von über 94 Milliarden Franken (ca.
64 % der Industriegüterimporte aus der EU). Die Studie von Infras (2025) zeigt, dass die Nicht-Aktualisierung des MRA im Bereich der Medizinprodukte zu Mehrkosten für Schweizer Hersteller führte, auch wenn diese ihre Produkte bereits zuvor meist in der EU hatten zertifizieren lassen. Die Mehrkosten variieren jedoch stark. Für grosse Unternehmen, welche bereits Tochterunternehmen in der EU hatten und diese beispielsweise als Bevollmächtigte bezeichnen konnten, waren die wiederkehrenden Mehrkosten gemessen am Umsatz sehr gering (0,03–0,06 %). Bei kleineren und mittelgrossen Unternehmen, welche teilweise auf externe Dienstleister für die Ernennung eines Bevollmächtigten angewiesen sind, waren die Mehrkosten deutlich höher (0,9– 1,3 % bei kleinen Unternehmen; 0,3–0,8 % bei mittleren Unternehmen). Zusätzlich zu den wiederkehrenden Kosten fielen auch relevante einmalige Kosten für die Umstellung auf die Situation ohne MRA an. Diese betrugen im Durchschnitt 0,3 bis 0,7 % des Umsatzes der Unternehmen und waren ebenfalls bei KMU deutlich höher. Diese Kosten stellen einen wichtigen Faktor bei Standortentscheiden dar. Ein Drittel der befragten Herstellerinnen und Hersteller berichtete im Zusammenhang mit der NichtAktualisierung, Produktionsverlagerungen geprüft zu haben. Einige Unternehmen haben Verlagerungen vollzogen. Ähnlich hohe Mehrkosten entstanden auch auf der Importseite (wiederkehrende Kosten von 0,3–0,4 % des Importwerts), was tendenziell das Produktangebot in der Schweiz verteuert und die Produktvielfalt gesenkt hat. Darüber hinaus war die Verwaltungseffizienz beeinträchtigt, da Swissmedic eigenständig eine Datenbank für Medizinprodukte961 aufbauen und die Marktüberwachung ohne EU-Zusammenarbeit ausbauen musste. Dies ging mit deutlich höherem Personalaufwand bei Swissmedic einher.
Die Studie von BSS Volkswirtschaftliche Beratung untersuchte die Auswirkungen des Wegfalls der Einzelprojektförderung aufgrund der Teilnahme der Schweiz als nichtassoziierter Drittstaat an den EU-Rahmenprogrammen für Forschung und Innovation, wie dem mit 95,5 Milliarden Euro dotierten Programm Horizon Europe. Sie bestätigt Ergebnisse früherer Umfragen bei Schweizer Programmteilnehmenden962, wonach 960 BSS Volkswirtschaftliche Beratung (2025): Einzelförderung der EU-Rahmenprogramme für Forschung und Innovation: Auswirkungen der Schweizer Teilnahme. Studie im Auftrag des SBFI. Basel. Abrufbar unter: www.sbfi.admin.ch > International > Internationale Forschungs- und Innovationszusammenarbeit > EU-Programme für Forschung und Innovation > Zahlen, Fakten und Auswirkungen > Einzelförderung der EURahmenprogramme für Forschung und Innovation: Auswirkungen der Schweizer Beteiligung.
961 Abrufbar unter: www.swissmedic.ch > Medizinprodukte > Swissdamed.
962 Abrufbar unter: www.sbfi.admin.ch > International > Internationale Forschungs- und Innovationszusammenarbeit > EU-Programme für Forschung und Innovation > Zahlen, Fakten und Auswirkungen > Einzelförderung der EU-Rahmenprogramme für Forschung und Innovation: Auswirkungen der Schweizer Beteiligung.
die nationalen Ausschreibungen die EU-Programme in ihrer Wirkung nicht ersetzen konnten. Die Teilnahme an den EU-Einzelförderprojekten ist aufgrund des hohen Wettbewerbs mit einem hohen Renommee für die Schweizer Forschenden, wie auch für Forschungseinrichtungen, KMU und Start-ups verbunden. Ohne Teilnahme ist es für den Schweizer Forschungsplatz schwieriger, Spitzenforschende zu rekrutieren und zu halten. Neben dem Ausschluss aus der Einzelprojektförderung konnten Forschende in der Schweiz auch an Verbundprojekten nur mit Einschränkungen und mittels der im Rahmen der Übergangsmassnahmen genehmigten Direktfinanzierung durch den Bund teilnehmen (s. Ziff. 2.8.2.3.1). Forschenden von Schweizer Institutionen war es nicht mehr erlaubt, Verbundprojekte zu koordinieren. Insgesamt würde der Forschungsplatz Schweiz an Attraktivität verlieren, wenn die Schweiz nicht vollassoziiert an den Programmen der EU teilnehmen kann. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) wird im Jahr 2026 eine ausführliche Wirksamkeitsstudie über die Beteiligung der Schweiz an den EU-Programmen für Forschung und Innovation veröffentlichen. Sowohl die Studie von Ecoplan (2025a) als auch die Studien von Infras und BSS Volkwirtschaftliche Beratung untersuchten nicht den potenziellen Nutzen einer Weiterentwicklung der Teilnahme am EU-Binnenmarkt, die mit dem Paket Schweiz–EU möglich wird (s. Ziff. 3.3.2). Eine solche Weiterentwicklung über die Elemente des Pakets Schweiz–EU hinaus wird über die Zeit notwendig, da sich sowohl das Produktmarktrecht in der EU als auch in der Schweiz ständig weiterentwickelt, um technologischen Entwicklungen aber auch geänderten Regulierungsansprüchen Rechnung zu tragen.
participation sectorielle au marché intérieur La partie sur la stabilisation du paquet Suisse-UE garantit la participation au marché intérieur de l’UE, principalement par le biais des accords relatifs au marché intérieur des Accords bilatéraux I. Ces derniers facilitent l’accès réciproque aux marchés pour les biens et les services grâce à l’ouverture de marchés auparavant largement fermés (en particulier l’accord sur la libre circulation des personnes [ALCP], l’accord sur le transport aérien et l’accord sur les transports terrestres) et à la réduction des obstacles techniques et tarifaires au commerce (avec l’ARM, pour les produits industriels, et l’accord agricole, pour les produits agricoles et les denrées alimentaires de provenance animale).
Améliorer la participation au marché intérieur de l’UE a pour effet de renforcer la compétitivité des entreprises suisses et a des retombées positives sur l’emploi et les revenus de la population helvétique. La réduction des entraves au commerce de nature technique et tarifaire entraîne une baisse des prix et une diversification des produits, ce dont profitent les consommateurs. Cette réduction, qui repose sur la collaboration entre autorités de surveillance des marchés inscrite dans les Accords bilatéraux I, n’aurait pas été possible via des mesures unilatérales tout en garantissant le niveau élevé de sécurité des produits en Suisse. Dans plusieurs secteurs, les Accords bilatéraux I ont créé des conditions qui sont analogues à celles du marché intérieur et vont donc au-delà de ce que l’on peut atteindre avec un accord de libre-échange. La participation au marché intérieur qui en résulte et la coopération entre autorités d’exécution concourent à la sécurité d’approvisionnement et à la résilience de l’économie suisse. Grâce à l’ALCP, les agents économiques suisses ont l’assurance de pouvoir recruter au besoin de la main-d’œuvre dans l’UE, sans lourdeur administrative. Enfin, la participation aux programmes de l’UE pour la formation, la recherche et l’innovation renforce l’attrait du pôle de formation et de recherche Suisse et, plus généralement, la compétitivité du pays.
Études réalisées sur l’apport des Bilatérales I Diverses études se sont penchées sur l’importance économique des Bilatérales I pour la Suisse.949 Elles dressent globalement un bilan très positif et montrent que ces accords ont participé au développement économique favorable qu’a connu la Suisse au début du millénaire. Bon nombre d’entre elles se sont concentrées sur les conséquences de l’ALCP. Il en ressort que, s’agissant de la libre circulation des personnes au cours des deux dernières décennies, l’immigration a été fonction de l’évolution de 949 Un aperçu de toutes les études sur les Bilatérales I est disponible sur www.seco.admin.ch > Économie extérieure et Coopération économique > Relations économiques > Union européenne (UE) > Importance économique des Bilatérales I > Les conséquences économiques d’une extinction des Accords bilatéraux I > Études concernant l’importance des Bilatérales I.
950 Cf. KOF Centre de recherches conjoncturelles de l’EPFZ (2015, en allemand) : Der bilaterale Weg – eine ökonomische Bestandsaufnahme. KOF Studien Nr. 58. Disponible sur www.research-collection.ethz.ch/bitstream/handle/20.500.11850/112229/eth-4955901.pdf). la demande de main-d’œuvre des entreprises en Suisse. L’immigration a, d’une part, concerné des professions appelant des qualifications très élevées, ce qui a favorisé la spécialisation dans une création de valeur à forte intensité de savoir. D’autre part, les entreprises suisses ont été en mesure de recruter au besoin des travailleurs dans l’UE pour des activités dans l’hôtellerie, la construction et l’industrie, par exemple, car ces emplois ne pouvaient plus être entièrement pourvus par la maind’œuvre locale, notamment du fait de son niveau de qualification. Les travailleurs immigrés de l’UE/AELE venant compléter la main-d’œuvre indigène, les effets indésirables de l’immigration sur le chômage et l’emploi de la population locale sont restés limités. La possibilité de recruter dans le vivier européen grâce à l’ALCP pour compléter la main-d’œuvre nationale, qui ne croît plus que faiblement et dont le potentiel est déjà bien exploité, a joué un rôle important pour répondre à la forte demande. Elle a permis une croissance de l’emploi qui, compte tenu du vieillissement démographique en Suisse, a largement dépassé le potentiel que recelait la main-d’œuvre indigène. Cette possibilité constitue un atout de taille pour la Suisse, et les entreprises valorisent l’ALCP en conséquence. L’immigration découlant de la libre circulation des personnes a également des répercussions dans d’autres domaines : elle accroît la demande de logements et de services d’infrastructure et génère des recettes fiscales supplémentaires. Le Conseil fédéral analysera en détail les effets de l’immigration sur tous les domaines politiques concernés dans le cadre du postulat Gössi, déposé le
28 septembre 2023.
Nouvelles études Les études d’Ecoplan et de BAK Economics, qui ont évalué en 2015 les conséquences d’une extinction des Accords bilatéraux I, ont procédé à une estimation globale de la valeur économique de ces accords954.
951 Les rapports sur les répercussions de la libre circulation des personnes sur le marché du travail et les prestations sociales sont disponibles sur www.seco.admin.ch > Travail > Libre circulation des personnes et Relations du travail > L’Observatoire sur la libre circula-tion des personnes entre la Suisse et l’UE. Le 19e rapport présente une rétrospective sur vingt ans de libre circulation des personnes.
952 BAK Economics (2013) : « Bedeutung der Personenfreizügigkeit aus Branchensicht : Ergebnisse einer Unternehmensbefragung ». BAK Economics im Auftrag der Wirtschaftsund Brachenverbände Swissmem, HotellerieSuisse, TVS Textilverband Schweiz, ASA/SVV Schweizerischer Versicherungsverband, scienceindustries, AGV Banken, economiesuisse, Schweizer Obstverband und Privatkliniken Schweiz (en allemand uniquement), disponible sur www.bak-economics.com > Études et analyses > Bedeutung der Personen-freizügigkeit aus Branchensicht (consulté le 10.02.2025), et Industrie- und Handelskammer St. Gallen – Appenzell (2024) : Migration und ihre Bedeutung für Ostschweizer Unternehmen (en allemand uniquement). Ergebnisse zur Unternehmensumfrage (en allemand uniquement), disponible sur www.ihk.ch > Wirtschaftspolitik > Publikationen > Nr. 41 : Arbeitsmigration.
953 Postulat 23.4171 « Actualiser le rapport sur la libre circulation des personnes et l’immigration en Suisse » (CN 22.12.2023, Gössi Petra).
954 Le SECO avait commandé deux études sur mandat du Conseil fédéral en 2015, l’une à BAK Economics et l’autre à Ecoplan. Les études et un rapport de synthèse sont disponibles sur www.seco.admin.ch > Économie extérieure et Coopération économique > Relations économiques > Union européenne (UE) > Importance économique des Bilatérales I > Les conséquences économiques d’une extinction des Accords bilatéraux I. L’étude de BAK Economics a été mise à jour en 2020 à la demande des chambres de commerce et d’industrie de Saint-Gall-Appenzell et de Thurgovie. L’étude BAK a été actualisée une nouvelle fois en 2025 sur mandat d’economiesuisse 956. Ecoplan a, de son côté, mis à jour son étude de 2015 à la demande du SECO en 2025 ; la nouvelle étude prend également en considération le Brexit, l’évolution des flux commerciaux, les nouvelles données relatives aux transports et les nouveaux scénarios démographiques, et adapte la simulation du modèle aux années 2028 à 2045. La simulation porte sur l’extinction des Accords bilatéraux I avant leur mise à jour par le paquet Suisse-UE. Les calculs actualisés d’Ecoplan (2025a)957 confirment la grande valeur des Accords bilatéraux I et de l’association aux programmes de recherche et d’innovation de l’UE pour l’économie suisse. Selon la modélisation, si les Accords bilatéraux I étaient abandonnés et que la Suisse était rétrogradée au statut de pays tiers non associé aux programmes de recherche et d’innovation de l’UE, le PIB de la Suisse en
2045 serait inférieur de 4,90 % à son niveau en cas de maintien des accords et d’association de la Suisse aux programmes. L’ALCP est l’accord le plus important dans ce contexte. Si l’on considère uniquement son abrogation, celle-ci correspond à environ trois quarts de la somme des effets individuels et l’abandon des autres accords des Bilatérales I, pour environ un quart.
Les deux études sont en ligne avec la littérature existante sur les Bilatérales I. Elles soulignent que l’abandon des accords aurait un impact profond sur les conditionscadres et des conséquences négatives sur l’économie suisse. La simulation réalisée évalue à 1,65 % le recul du PIB par tête qu’entraînerait une extinction des accords. Le ralentissement de la croissance du PIB impliquerait une perte de revenu d’environ
2500 francs par habitant. Sur l’ensemble de la période 2028-2045, la perte de croissance du PIB équivaudrait à 520 milliards de francs. À défaut de stabilisation des relations entre la Suisse et l’UE, soit en l’absence des nouveaux éléments prévus par le paquet Suisse-UE, il faut s’attendre au blocage intégral ou partiel de certains accords. Dans les domaines concernés, la Suisse ne pourrait plus participer au marché intérieur faute d’actualisation. Il est difficile d’estimer précisément à ce jour l’ampleur du blocage. Les conséquences évaluées par l’étude d’Ecoplan (2025a) reposent sur le scénario à long terme d’une disparition intégrale des Accords bilatéraux I, ce qui correspond globalement à un scénario négatif dans l’hypothèse où le paquet Suisse-UE n’aboutirait pas. Mais d’autres scénarios sont également possibles : par exemple, la poursuite de la collaboration dans certains domaines ou, à l’inverse, un blocage impactant aussi le fonctionnement d’autres accords que ceux des Bilatérales I, comme l’association à Schengen/Dublin. Dans le premier cas, ne pas conclure le paquet aurait des conséquences négatives nettement moins importantes que celles du scénario retenu par l’étude, en particulier si l’ALCP est main955 BAK Economics (2020) : Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Kündigung der Bilateralen I auf die Ostschweiz. Disponible sur www.bak-economics.com > Études et analyses > Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Kündigung der Bilateralen I auf die Ostschweiz.
956 BAK Economics (2025) : Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Kündigung der Bilateralen Verträge auf die Schweiz. Disponible sur www.bak-economics.com > Études et analyses > Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Kündigung der Bilateralen Verträge auf die Schweiz.
957 Disponible sur www.seco.admin.ch > Situation économique & Politique économique > Politique économique > Bases de la politique économique.
tenu. Dans le second, les conséquences seraient bien pires. Le rapport en exécution du postulat 15.3896 « Les conséquences économiques et financières de l’association de la Suisse à Schengen »958 conclut qu’à l’horizon 2030, un abandon de l’association à Schengen/Dublin impliquerait une perte de revenu annuelle située entre 4,7 et 10,7 milliards de francs pour l’économie suisse, ce qui correspondrait à une baisse de 1,6 % à 3,7 % du PIB. Cela aurait en outre une incidence sur les dépenses publiques dans le domaine de l’asile, car la Suisse transfère bien plus de personnes à d’autres États Dublin qu’elle ne doit en accepter de leur part. Dans le seul domaine de l’asile, les économies se sont élevées à quelque 220 millions de francs par an en moyenne de
2012 à 2016. Le rapport conclut par ailleurs que, pour assurer un niveau de sécurité intérieure adéquat sans la collaboration à Schengen, la Suisse devrait assumer des coûts s’inscrivant dans une fourchette allant de 400 à 500 millions de francs par an. Évaluer spécifiquement les conséquences effectives d’un blocage des Accords bilatéraux I n’est possible que pour les secteurs dans lesquels un blocage a déjà eu lieu. C’est notamment le cas pour l’ARM dans le domaine des dispositifs médicaux, dont l’actualisation est bloquée depuis 2021, et pour la coopération en matière de recherche, la Suisse ayant été reléguée au statut de pays tiers non associé de 2021 à
2024. Infras959 et BSS Volkswirtschaftliche Beratung960 ont réalisé des études à ce sujet (cf. ch. 2.4.8.3 et 2.8.9.3) qui viennent compléter les simulations d’Ecoplan. Dans le domaine des dispositifs médicaux, l’ARM couvre des exportations à hauteur d’environ 6,1 milliards de francs et des importations à hauteur d’environ 3,4 milliards ; il revêt donc de l’importance pour l’économie suisse. Au total, l’ARM couvre
20 secteurs de produits représentant un volume d’exportation vers l’UE supérieur à
96 milliards de francs (env. 72 % des exportations de biens industriels vers l’UE) et un volume d’importation en provenance de l’UE supérieur à 94 milliards de francs (env. 64 % des importations de biens industriels en provenance de l’UE). L’étude d’Infras (2025) montre que ne pas actualiser l’ARM dans le domaine des dispositifs médicaux a entraîné des coûts supplémentaires pour les fabricants suisses, même si ces derniers avaient généralement déjà fait certifier leurs produits dans l’UE. Le montant du surcoût varie toutefois fortement selon les acteurs. Pour les grandes entreprises qui avaient déjà des filiales dans l’UE qu’elles pouvaient désigner comme mandataires, par exemple, les coûts supplémentaires récurrents rapportés au chiffre d’affaires étaient très faibles (0,03 à 0,06 %). Pour les PME, dont certaines ont dû s’assurer les services de tiers pour désigner un mandataire, le surcoût était nettement plus élevé (0,9 à 1,3 % pour les petites entreprises ; 0,3 à 0,8 % pour les moyennes entre958 Les conséquences économiques et financières de l’association de la Suisse à Schengen, Rapport du Conseil fédéral en exécution du postulat 15.3896 du groupe socialiste, disponible sur www.parlement.ch > Recherche > 15.3896.
959 Infras (2025) : Vertiefungsstudie MRA – Fallbeispiel Medizinprodukte. Étude mandatée par le SECO. Zurich. Disponible sur www.seco.admin.ch > Économie extérieure et Coopération économique > Entraves techniques au commerce > Accords internationaux (Accords de reconnaissance mutuelle – ARM) > ARM Suisse-UE.
960 BSS Volkswirtschaftliche Beratung (2025) : Einzelförderung der EU-Rahmenprogramme für Forschung und Innovation : Auswirkungen der Schweizer Teilnahme. Étude réalisée sur mandat du SEFRI. Bâle. Disponible sur www.sbfi.admin.ch > International > Coopération internationale dans le domaine de la R&I > Programmes des recherches et d’innovation de l’UE > Faits, chiffres et effets > Projets individuels des programmes-cadres de l’UE pour la recherche et l’innovation : Effets de la participation de la Suisse. prises). Aux coûts récurrents sont venus s’ajouter des coûts uniques non négligeables aux fins de l’adaptation à la situation sans ARM : ils ont atteint en moyenne 0,3 à 0,7 % du chiffre d’affaires des entreprises et étaient là aussi nettement plus élevés pour les PME. Or ces coûts sont un facteur décisif dans le choix d’implantation. Un tiers des producteurs interrogés ont indiqué avoir envisagé une délocalisation de la production si l’actualisation n’avait pas lieu, et certaines entreprises ont effectivement procédé à des délocalisations.
Le surcoût était similaire du côté des importations (coûts récurrents de 0,3 à 0,4 % de la valeur d’importation), ce qui a eu tendance à renchérir les produits en Suisse et à réduire la palette de produits. De plus, l’efficience de l’administration a été affectée, puisque Swissmedic a dû mettre en place une base de données sur les dispositifs médicaux de manière autonome961 et développer la surveillance du marché sans la collaboration de l’UE, ce qui a induit une nette augmentation des dépenses en personnel. L’étude de BSS Volkswirtschaftliche Beratung a examiné les conséquences de la disparition de l’aide aux projets individuels du fait de la participation de la Suisse en tant que pays non associé aux programmes cadres de l’UE pour la recherche et l’innovation comme le programme Horizon Europe, doté de 95,5 milliards d’euros. Elle confirme les résultats d’enquêtes menées précédemment auprès des participants suisses aux programmes962, à savoir que, en termes d’impact, les appels à projets nationaux n’ont pas été en mesure de remplacer les programmes de l’UE. Étant donné l’intensité de la concurrence, la participation aux projets individuels de l’UE est associée à une grande renommée pour les chercheurs suisses, les instituts de recherche, les PME et les start-up. Sans cette participation, il est plus difficile pour la recherche suisse de recruter et de garder des chercheurs de haut niveau. En plus d’être exclus des programmes de soutien aux projets individuels, les chercheurs en Suisse étaient limités dans leur participation à des projets collaboratifs, participation qui n’a en outre été possible que grâce au financement direct approuvé par la Confédération dans le cadre des mesures transitoires (cf. ch. 2.8.2.3.1). Les chercheurs d’institutions suisses n’étaient plus autorisés à coordonner des projets collaboratifs. En tout état de cause, le pôle de recherche suisse perdrait de son attrait si la Suisse ne pouvait pas participer aux programmes de l’UE en tant que pays pleinement associé. Le Secrétariat d’État à la formation, à la recherche et à l’innovation (SEFRI) publiera en 2026 une étude détaillée sur l’efficacité de la participation de la Suisse aux programmes de l’UE pour la recherche et l’innovation.
Ni l’étude d’Ecoplan (2025a), ni celles d’Infras et de BSS Volkwirtschaftliche Beratung n’ont examiné l’utilité potentielle du développement de la participation au marché intérieur de l’UE qui deviendra possible avec le paquet Suisse-UE (cf. ch. 3.3.2). Il sera à terme nécessaire d’aller au-delà des éléments du paquet Suisse-UE, car la réglementation du marché des produits est en constante évolution, tant dans l’UE qu’en Suisse, afin d’intégrer les avancées technologiques et les nouvelles prescriptions réglementaires. 961 962 Disponible sur www.swissmedic.ch > Dispositifs médicaux > swissdamed.
Disponible sur www.sbfi.admin.ch > International > Coopération internationale dans le domaine de la R&I > Programmes des recherches et d’innovation de l’UE > Faits, chiffres et effets > Projets individuels des programmes-cadres de l’UE pour la recherche et l’innovation : Effets de la participation de la Suisse.
termine della partecipazione a settori specifici del mercato interno dell’UE La parte relativa alla stabilizzazione del pacchetto Svizzera-UE assicura la partecipazione a settori specifici del mercato interno dell’UE. La partecipazione avviene principalmente attraverso gli accordi relativi al mercato interno dei Bilaterali I, che facilitano l’accesso reciproco ai mercati delle merci e dei servizi grazie all’apertura reciproca di mercati in precedenza ampiamente chiusi (in particolare l’Accordo sulla libera circolazione delle persone [ALC], l’Accordo sul trasporto aereo e l’Accordo sui trasporti terrestri) e grazie all’eliminazione degli ostacoli tecnici e tariffari al commercio (ostacoli relativi ai prodotti industriali eliminati con il MRA, ostacoli relativi ai prodotti agricoli e alle derrate alimentari di origine animale eliminati con l’Accordo agricolo).
Una migliore partecipazione al mercato interno dell’UE rafforza la competitività delle imprese elvetiche e ha ripercussioni positive sull’occupazione e sul reddito della popolazione svizzera. L’eliminazione degli ostacoli tecnici e tariffari al commercio favorisce prezzi più bassi e una maggiore varietà di prodotti per i consumatori. Grazie alla cooperazione sancita tra le autorità di vigilanza del mercato, i Bilaterali I consentono di eliminare gli ostacoli al commercio laddove non sarebbe possibile mediante misure unilaterali senza compromettere l’elevato livello di sicurezza dei prodotti svizzeri. In diversi ambiti i Bilaterali I creano condizioni analoghe a quelle del mercato interno, andando oltre le disposizioni di un accordo di libero scambio. La partecipazione al mercato interno dell’UE così assicurata e la cooperazione tra le autorità d’esecuzione contribuiscono alla sicurezza dell’approvvigionamento e alla resilienza dell’economia svizzera.
Grazie all’ALC le imprese elvetiche hanno la sicurezza, se necessario, di poter assumere manodopera dall’UE senza dover ricorrere a procedure amministrative complesse. Infine, la partecipazione ai programmi dell’UE per l’educazione, la ricerca e l’innovazione rafforza l’attrattiva del polo formativo e di ricerca elvetico e la competitività complessiva del nostro Paese. Studi passati sul valore aggiunto dei Bilaterali I L’importanza sotto il profilo economico dei Bilaterali I per la Svizzera è oggetto di diversi studi, che tracciano un bilancio complessivamente positivo949: emerge infatti che questo pacchetto di accordi ha contribuito allo sviluppo economico positivo del nostro Paese dopo l’inizio del nuovo millennio. Molti degli studi si concentrano sulle ripercussioni dell’ALC, e mostrano che negli ultimi due decenni l’immigrazione nell’ambito della libera circolazione delle persone è stata determinata dall’andamento della domanda da parte delle imprese in Svizzera. Si è fatto ricorso a manodopera estera, ad esempio, per professioni con elevati requisiti di qualificazione, così che il nostro Paese si potesse specializzare su settori ad alto valore aggiunto e livello di competenze. Inoltre, quando necessario, le imprese svizzere hanno potuto reclutare manodopera dall’UE per varie professioni – ad esempio nel settore alberghiero, edile e industriale – per le quali non erano più disponibili sufficienti risorse indigene a causa, tra le altre cose, delle qualifiche più elevate della popolazione svizzera. Il ricorso a manodopera immigrata dall’area UE/AELS è risultato complementare al ricorso alla manodopera indigena, motivo per cui gli effetti indesiderati dell’immigrazione sulla disoccupazione e sull’occupazione della popolazione indigena sono stati limitati. Le possibilità di reclutamento nell’UE associate all’ALC sono state fondamentali per soddisfare la forte domanda, che il potenziale di manodopera indigena – solo leggermente in crescita e già ben sfruttato – copriva solo in parte. Hanno inoltre consentito una crescita dell’occupazione che, dato l’invecchiamento demografico del nostro Paese, ha superato in modo significativo il potenziale di manodopera indigena. Queste possibilità di reclutamento rappresentano un fattore di localizzazione decisivo, per cui le aziende attribuiscono grande importanza a questo accordo. L’immigrazione associata alla libera circolazione delle persone ha un impatto anche su altri settori: aumenta la domanda di alloggi e di servizi infrastrutturali e genera ulteriori entrate fiscali. Il Consiglio federale analizzerà in dettaglio gli effetti dell’immigrazione 949 Una panoramica di tutti gli studi relativi ai Bilaterali I è consultabile su: www.seco.admin.ch > Economia esterna e cooperazione economica > Relazioni economiche > Unione europea (UE) > Importanza economica dei Bilaterali I
950 Cfr. ad esempio KOF Centro di ricerca congiunturale del Politecnico di Zurigo (2015): Der bilaterale Weg - eine ökonomische Bestandsaufnahme. KOF Studien Nr. 58, consultabile su: www.research-collection.ethz.ch/bitstream/handle/20.500.11850/112229/eth49559-01.pdf.
951 I rapporti sulle ripercussioni della libera circolazione delle persone sul mercato del lavoro e sulle assicurazioni sociali sono consultabili su: www.seco.admin.ch > Lavoro > Libera circolazione delle persone e relazioni di lavoro > Osservatorio sulla libera circolazione delle persone tra Svizzera e UE. Il 19° Rapporto dell’Osservatorio ripercorre 20 anni di libera circolazione delle persone.
952 BAK Economics (2013): Bedeutung der Personenfreizügigkeit aus Branchensicht – Ergebnisse einer Unternehmensbefragung. BAK Economics, per conto delle associazioni economiche e di categoria Swissmem, hotelleriesuisse, TVS Textilverband Schweiz, ASA/SVV Associazione Svizzera d’Assicurazioni, scienceindustries, AGV Banken, economiesuisse, Associazione Svizzera Frutta e Cliniche private svizzere; consultabile su: www.bak-economics.com > Studien & Analysen > Bedeutung der Personenfreizügigkeit aus Branchensicht (stato: 10.2.2025), nonché Industrie- und Handelskammer St. Gallen – Appenzell (2024): Migration und ihre Bedeutung für Ostschweizer Unternehmen. Ergebnisse zur Unternehmensumfrage, consultabile su www.ihk.ch > Wirtschaftspolitik > Publikationen > Nr. 41: Arbeitsmigration. su tutti gli ambiti politici pertinenti nel rapporto relativo al postulato Gössi del 28 settembre 2023.
Nuovi studi Una valutazione macroeconomica completa del valore economico dei Bilaterali I è stata effettuata da Ecoplan e BAK Economics, che nel 2015 avevano stimato l’impatto economico di un abbandono dei Bilaterali I954.
Nel 2020 lo studio di BAK Economics è stato aggiornato per conto della camera dell’industria e del commercio dei Cantoni di San Gallo e Appenzello («Industrieund Handelskammer St. Gallen-Appenzell») e della camera dell’industria e del commercio del Cantone di Turgovia («Industrie- und Handelskammer Thurgau»)955, e nuovamente nel 2025 per conto di economiesuisse. Su incarico della SECO, nel
2025 Ecoplan ha aggiornato lo studio svolto nel 2015, tenendo conto anche della Brexit, dell’evoluzione dei flussi commerciali, dei nuovi dati sui trasporti e dei nuovi scenari demografici, e adattando la simulazione modellistica al periodo 2028–2045. Nello studio viene simulato l’abbandono dei Bilaterali I prima dell’aggiornamento mediante il pacchetto Svizzera-UE. I calcoli aggiornati di Ecoplan (2025a)957 relativi ai Bilaterali I confermano la grande importanza per l’economia elvetica di questi accordi e dell’associazione ai programmi di ricerca e innovazione dell’UE. Inoltre, sempre secondo questi calcoli, se si abbandonassero i Bilaterali I e se nei programmi di ricerca e innovazione dell’UE la Svizzera venisse di nuovo declassata allo status di Paese terzo non associato, nel 2045 il PIL sarebbe inferiore del 4,90 per cento rispetto al PIL che si raggiungerebbe grazie ad accordi validi e all’associazione a questi programmi. Tra gli accordi parte dei Bilaterali I, l’ALC è quello più importante: considerato isolatamente, l’abbandono di tale accordo determinerebbe circa tre quarti delle ripercussioni complessive stimate sul PIL; l’abbandono degli altri accordi ne determinerebbe invece un quarto. Questi studi si inseriscono nella letteratura esistente sui Bilaterali I e sottolineano che il loro abbandono avrebbe un impatto profondo sulle condizioni quadro economiche ed effetti negativi sull’economia svizzera. Secondo la simulazione, l’abbandono dei Bilaterali I comporterebbe un calo dell’1,65 per cento del PIL pro capite; questo rallentamento nella crescita implicherebbe una diminuzione del reddito pro capite di 953 954 955 956 957
2023 P 23.4171 Rapporto aggiornato sulla libera circolazione delle persone e l’immigrazione in Svizzera (N 22.12.2023, Gössi Petra). Su incarico del Consiglio federale, nel 2015 la SECO aveva commissionato a BAK Economics e a Ecoplan due studi. Gli studi e il relativo riassunto sono consultabili su: www.seco.admin.ch > Economia esterna e cooperazione economica > Relazioni economiche > Unione europea (UE) > Importanza economica dei Bilaterali I > Impatto economico di un abbandono dei Bilaterali I.
BAK Economics (2020): Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Kündigung der Bilateralen I auf die Ostschweiz, consultabile su: www.bak-economics.com > Studien & Analysen > Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Kündigung der Bilateralen I auf die Ostschweiz.
BAK Economics (2025): Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Kündigung der Bilateralen Verträge auf die Schweiz, consultabile su: www.bak-economics.com > Studien & Analysen > Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Kündigung der Bilateralen Verträge auf die Schweiz. www.seco.admin.ch > Situazione economica e politica economica > Politica economica > Basi per la politica economica.
circa 2500 franchi. Cumulate lungo il periodo 2028–2045, le perdite in termini di PIL raggiungerebbero i 520 miliardi di franchi.
Senza la stabilizzazione delle relazioni tra il nostro Paese e l’UE, ossia senza i relativi elementi del nuovo pacchetto, è lecito attendersi a un blocco di interi accordi o di parti di essi. Senza un aggiornamento, la Svizzera non potrebbe più partecipare al mercato interno dell’UE nei settori disciplinati da tali accordi, anche se oggi non è possibile prevedere con precisione in che misura. L’impatto stimato nello studio di Ecoplan
(2025a) è riferito allo scenario a lungo termine di un abbandono completo dei Bilaterali I ed equivale tendenzialmente a uno scenario negativo nell’ipotesi di una mancata conclusione del pacchetto Svizzera-UE. Tuttavia, sono ipotizzabili anche altri scenari: ad esempio, la cooperazione potrebbe continuare in alcuni settori o, al contrario, un blocco potrebbe riguardare anche accordi al di fuori dei Bilaterali I, come l’associazione a Schengen/Dublino. Nel primo caso è probabile che le ripercussioni negative di una mancata conclusione sarebbero significativamente meno gravi rispetto a quelle previste nello scenario contemplato dallo studio, soprattutto se l’ALC dovesse essere mantenuto; nel secondo caso sarebbero invece ben peggiori. Dal rapporto in adempimento del postulato 15.3896 Vantaggi economici conseguenti all’associazione a Schengen958 emerge che l’abbandono dell’associazione a Schengen/Dublino provocherebbe per l’economia svizzera una perdita di reddito annua compresa tra 4,7 e 10,7 miliardi di franchi entro il 2030, ossia un calo del PIL compreso tra l’1,6 e il 3,7 per cento. Ci sarebbero conseguenze anche in termini di spese statali nel settore dell’asilo, visto che il nostro Paese trasferisce ad altri Stati Dublino un numero nettamente più elevato di richiedenti l’asilo di quanti ne debba accogliere. Tra il 2012 e il 2016 i risparmi nel solo settore dell’asilo sono stati di circa 220 milioni di franchi all’anno. Nel rapporto si giunge inoltre alla conclusione che senza la cooperazione Schengen sarebbero necessari tra i 400 e i 500 milioni di franchi all’anno per garantire un livello adeguato di sicurezza interna.
Una valutazione specifica delle ripercussioni effettive di un blocco dei Bilaterali I è possibile solo riguardo ai settori in cui un tale blocco si è già verificato. Ciò riguarda in particolare il MRA nel settore dei dispositivi medici, il cui aggiornamento è bloccato dal 2021, e il settore della cooperazione nel campo della ricerca, in cui tra il 2021 e il 2024 la Svizzera è stata declassata allo status di Paese terzo non associato. Infras959 e BSS Volkswirtschaftliche Beratung960 hanno condotto degli studi a questo proposito (v. n. 2.4.8.3 e 2.8.9.3), che integrano le simulazioni di modelli di Ecoplan. 958 Cfr. «Conseguenze economiche e finanziarie dell’associazione della Svizzera a Schengen», rapporto del Consiglio federale in adempimento del postulato 15.3896 del Gruppo socialista Vantaggi economici conseguenti all’associazione a Schengen, consultabile su: www.parlament.ch > Ricerca > 15.3896
959 Infras (2025): Vertiefungsstudie MRA - Fallbeispiel Medizinprodukte. Studio commissionato dalla SECO, Zurigo, consultabile su: www.seco.admin.ch > Economia esterna e cooperazione economica > Relazioni economiche > Ostacoli tecnici al commercio > Accordi sul reciproco riconoscimento (Mutual Recognition Agreements) > MRA Svizzera-UE.
960 BSS Volkswirtschaftliche Beratung (2025): Einzelförderung der EU-Rahmenprogramme für Forschung und Innovation: Auswirkungen der Schweizer Teilnahme. Studio commissionato dalla SEFRI, Basilea, consultabile su: www.sbfi.admin.ch > Internazionale > Cooperazione internazionale nel campo della R&I > Programmi di ricerca e innovazione dell’UE > Fatti, cifre ed effetti Il MRA nel settore dei dispositivi medici copre esportazioni per circa 6,1 miliardi di franchi e importazioni per circa 3,4 miliardi di franchi, e riveste dunque una notevole importanza per l’economia svizzera. In totale il MRA riguarda 20 settori di prodotti con un volume di esportazioni verso i Paesi UE di oltre 96 miliardi di franchi (circa il
72 % delle esportazioni di prodotti industriali verso l’UE) e un volume di importazioni dall’UE di più di 94 miliardi di franchi (circa il 64 % delle importazioni di prodotti industriali dall’UE). Dallo studio di Infras (2025) emerge che il mancato aggiornamento dell’Accordo ha comportato costi aggiuntivi per i fabbricanti svizzeri, anche se la maggior parte dei loro prodotti era già stata certificata nell’UE. Tuttavia, i costi aggiuntivi variano notevolmente. Per le grandi imprese che avevano già filiali nell’UE e potevano designarle come rappresentanti autorizzati, ad esempio, i costi aggiuntivi ricorrenti sono stati molto bassi rispetto al fatturato (0,03–0,06 %); questi costi sono stati invece significativamente più elevati per le PMI, alcune delle quali devono affidarsi a fornitori di servizi esterni per designare un rappresentante autorizzato (0,9– 1,3 % per le piccole imprese; 0,3–0,8 % per le medie imprese). Oltre ai costi ricorrenti, le imprese hanno dovuto sostenere anche costi una tantum non trascurabili per il passaggio alla situazione senza MRA, pari in media allo 0,3–0,7 per cento del fatturato e il cui importo è stato molto più elevato per le PMI. Questi costi rappresentano un fattore importante quando si tratta di decidere la sede di un’impresa: un terzo dei fabbricanti intervistati ha dichiarato di aver valutato una delocalizzazione della produzione in seguito al mancato aggiornamento dell’Accordo, e alcuni l’hanno effettivamente realizzata. Le imprese hanno dovuto sostenere costi aggiuntivi altrettanto elevati anche sul fronte delle importazioni (costi ricorrenti dello 0,3–0,4 % del valore delle importazioni), il che ha tendenzialmente significato prodotti più costosi e meno diversificati sul mercato svizzero. Si sono inoltre verificati un calo in termini di efficienza amministrativa e un aumento dei costi del personale per Swissmedic, in quanto quest’ultima ha dovuto creare autonomamente una banca dati per i dispositivi medici 961 e ampliare la vigilanza sul mercato senza una cooperazione con l’UE.
Nello studio di BSS Volkswirtschaftliche Beratung sono state analizzate le ripercussioni del mancato finanziamento di singoli progetti a causa della partecipazione della Svizzera ai programmi quadro di ricerca e innovazione dell’UE, come il programma Orizzonte Europa da 95,5 miliardi di euro, in qualità di Paese terzo non associato. I risultati dello studio confermano quanto emerso da precedenti indagini condotte presso i partecipanti svizzeri a questi programmi962 ossia che i bandi di concorso nazionali non possono sostituire i programmi dell’UE in termini di impatto. In ragione della forte competitività, la partecipazione ai progetti individuali dell’UE è sinonimo di grande prestigio per i ricercatori, gli istituti di ricerca, le PMI e le start-up svizzeri. Senza associazione, per il polo svizzero della ricerca diventa più complicato aggiudicarsi e mantenere ricercatori d’eccellenza. Oltre a essere esclusi dal finanziamento di singoli progetti, i ricercatori in Svizzera hanno potuto partecipare a progetti collaborativi solo entro determinati limiti e grazie a finanziamenti diretti della Confedera961 962 www.swissmedic.ch > Dispositivi medici > Swissdamed www.sbfi.admin.ch > Internazionale > Cooperazione internazionale nel campo della R&I > Programmi di ricerca e innovazione dell’UE > Fatti, cifre ed effetti > Progetti individuali dei programmi quadro dell’UE di ricerca e innovazione: conseguenze della partecipazione svizzera, rapporto 2025 (in tedesco). zione approvati nell’ambito delle misure transitorie (v. n. 2.8.2.3.1). Ai ricercatori delle istituzioni svizzere non è inoltre più stato permesso di coordinare questo tipo di progetti. Nel complesso, se non potesse partecipare a pieno titolo ai programmi dell’UE il polo di ricerca elvetico perderebbe di attrattiva. Nel corso del 2026 la SEFRI pubblicherà uno studio dettagliato sull’efficacia della partecipazione della Svizzera ai programmi di ricerca e innovazione dell’UE.
Né lo studio di Ecoplan (2025a) né quelli di Infras e BSS Volkwirtschaftliche Beratung hanno analizzato i potenziali benefici dello sviluppo della partecipazione al mercato interno dell’UE che sarà reso possibile dal pacchetto Svizzera-UE (v. n. 3.3.2). Nel tempo sarà necessario uno sviluppo che va oltre gli elementi del pacchetto, dato che sia nell’UE sia in Svizzera la legislazione in materia di mercati dei prodotti è in continua evoluzione per tenere conto degli sviluppi tecnologici e di eventuali nuove regolamentazioni.
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