Botschaft des Bundesrates · BBl 2026 615

Anhänge und Glossar

Amtlicher Wortlaut · DeutschAmtliches PDF, S. 1074

Anhänge

Online-Sprachunterstützung Mobilität für Schüler Mobilität für Personal Mobilität von Lernenden Mobilität für Personal Schulbildung Erwachsenenbildung Jugendbegegnungen Vernetzung und Schulung für Jugendarbeiter Jugendbeteiligungs-Aktivitäten Jugend DiscoverEU Virtueller Autausch Mobilität für Personal Sport Leitaktion 2 Kooperationspartnerschaften Kapazitätsaufbau Partnerschaften für Innovation Zukunftsorientierte Projekte Hochschulbildung Erasmus Mundus Aktionen Lehrkräfteakademien Europäische Hochschulen Kleinere Partnerschaften Kooperationspartnerschaften Kapazitätsaufbau Partnerschaften für Innovation Berufsbildung Zukunftsorientierte Projekte Zentren der beruflichen Exzellenz Kleinere Partnerschaften Kooperationspartnerschaften Zukunftsorientierte Projekte Schulbildung Lehrkräfteakademien Kleinere Partnerschaften Kooperationspartnerschaften Erwachsenenbildung Zukunftsorientierte Projekte Kleinere Partnerschaften Kooperationspartnerschaften Jugend Kapazitätsaufbau Kleinere Partnerschaften Kooperationspartnerschaften Sport Kapazitätsaufbau im Bereich Sport Leitaktion 3 Unterstützung der Politikentwicklung und der politischen Zusammenarbeit Schulungs- und Kooperationsaktivitäten Unterstützung der Politikentwicklung und der politischen Zusammenarbeit Unterstützung der Politikentwicklung und der politischen Zusammenarbeit Unterstützung der Politikentwicklung und der politischen Zusammenarbeit «Die europäische Jugend vereint» Hochschulbildung Berufsbildung Schulbildung Erwachsenenbildung Jugend

Anhang 2.8 (2): Vergleich Assoziierung an Erasmus+ / «Schweizer Lösung» (Zusammenfassung Kosten-Nutzen-Analyse) Assoziierung an Weiterführung Erasmus+ «Schweizer Lösung» Finanzielle Nachteil: Es sind bedeu- Vorteil: Selbständige Tragbarkeit tende finanzielle Mittel Bestimmung des Budnotwendig (Budget gets möglich, da keine Erasmus+-Assoziierung Übernahme der Pro2027: 192,6 Mio. CHF, grammrichtlinien notdavon 15,8 Mio. CHF wendig (Budget für nationale Zusatzkos- «Schweizer Lösung»

ten). Höhe des Beitrags gemäss Voranschlag ist von der EU abhän- 2026: 54,5 Mio. CHF, gig. Er folgt einem davon ca. 7,0 Mio. CHF Schlüssel, der unabhän- für Betrieb und Begleitgig von der Höhe der massnahmen). tatsächlichen Beteiligung ist. Aus heutiger Sicht ist auch ab 2028 mit steigendem Budgetbedarf zu rechnen.

Inhaltlicher Nutzen Vorteil: Erhöhte interna- Vorteil: Ausgestaltung Allgemein tionale Sichtbarkeit des der Lösung nach effekSchweizer Bildungssys- tiven Interessen der tems und seiner Stärken Schweiz.

und Bildungsabschlüsse.

Nachteil: Weniger BeNachteil: Keine Aus- teiligungs- und Koopewahl der für die rationsmöglichkeiten Schweiz relevantesten und damit verbunden Aktivitäten möglich.

eingeschränkte Sichtbarkeit und Bekanntmachung des Schweizer Bildungssystems.

Vorteil: Potential für die Nachteil: Im internatioErhöhung der Beteili- nalen Vergleich untergungszahlen vorhanden. durchschnittliche Wei Teilnahme auch in Be- terentwicklung der Akreichen möglich, die es tivitäten und Erhöhung unter der Schweizer Lö- der Beteiligungszahlen sung nicht gab. Beitrag (2017: 6’200 / 2024:

zur Erreichung der poli- 9’300 Mobilitäten, outtischen Ziele im Bereich going). Politische Ziele Austausch und Mobilität im Bereich Austausch in der Bildung möglich. und Mobilität in der Bildung vor diesem Hintergrund schwierig zu erreichen. Vorteil: Systematische Beteiligung an EUBildungszusammenarbeit mit vollständigem und rechtlich gesichertem Zugang zu allen Aktivitäten von Erasmus+.

Inhaltlicher Nutzen Leitaktion 1:

Lernmobilität von Einzelpersonen Zugang Nachteil: Blockierter Zugang zu rund zwei Dritteln der Erasmus+Aktivitäten. Trotz parallelen Ersatzmassnahmen gilt die Schweiz nicht als gleichwertiger Partner wie die E+-Programmländer.

Budgetanteil (gemäss Budgetanteil 80 % annual work programme (gemäss Voranschlag Erasmus+ 2025): 70 % 2026) Vorteil: Zugang zu allen Nachteil: Kein Zugang Mobilitätsaktivitäten zu Mobilitätsaktivitäten und Begleitdiensten.

von Erasmus+ und geKohärente und effizi- meinsamen Abwickente Abwicklung mittels lungstools (Erasmus gemeinsamer IT-Tools. without paper-Nutzung nur auf Basis von KuVorteil: Eingesetztes lanz der damit beaufBudget kann austragten Organisation schliesslich für Outmöglich). Insgesamt going-Mobilität verwen- auch weniger Ausdet werden – keine tauschmöglichkeiten Finanzierung von Inco- und Mühe, gute Praktiming-Mobilität.

kumsplätze zu finden.

Damit verbunden besteht ein generelles Risiko einer zunehmenden «Digital-Kluft» zu online-Tools im Rahmen von Erasmus+.

Nachteil: Zusätzlich zur Outgoing-Mobilität auch Übernahme der Incoming-Mobilität.

Nachteil: Hoher administrativer Aufwand für antragstellende Institutionen durch zusätzliche, teils doppelte Antragsformalitäten.

Kompetenzerwerb Vorteil: Breite Möglich- Nachteil: Aufgrund likeiten für den Erwerb mitierter Mobilität eininternationaler Kompe- geschränkter Erwerb intenzen (interkulturelle, ternationaler sprachliche, persönliche Kompetenzen. Nachholund fachliche Kompe- bedarf im Vergleich mit tenzen) und damit Bei- anderen Staaten in trag zu einer besseren sämtlichen BildungsbeBeschäftigungsfähig- reichen ausser dem keit.

Hochschulbereich.

Inhaltlicher Nutzen Leitaktion 2:

Budgetanteil (gemäss Budgetanteil 9 % annual work programme Erasmus+ 2025): 21 % Kooperationen zwischen Institutionen und Organisationen Zugang Vorteil: Zugang zu allen Nachteil: EingeschränkKooperationsprojekten ter Zugang. Schweizer als gleichwertiger Part- Institutionen können ner gesichert. Lancie- Projekte in den wenigsrung und Koordinierung ten Fällen selbst lancievon Projekten möglich. ren und koordinieren und müssen i.d.R. einen Nachteil: Es besteht ein höheren Eigenanteil Risiko einer nicht voll- aufwenden.

ständigen Ausschöpfung. Mit Begleitmassnahmen kann dieses etwas abgedämpft werden.

Exzellenzförderung Vorteil: UneingeNachteil: Schweizer Inschränkter Zugang zu stitutionen sind von Exzellenzförderungsin- zentralen Projekten in strumenten (European der Exzellenzförderung Universities Initiative, oder bei InnovationsalliCentres for Vocational anzen ausgeschlossen Excellence, Teacher (lediglich Beteiligung Academies etc.).

an European Universities Initiative ohne Koordinationsfunktion möglich – sofern Zugang weiterhin für Schweiz offen gehalten wird).

Budgetanteil (gemäss Budgetanteil 0 % annual work programme Erasmus+ 2025): 4 % Inhaltlicher Nutzen Leitaktion 3:

Unterstützung Politikentwicklung und politische Zusammenarbeit Partner & Gremien Vorteil: GrenzüberNachteil: Eingeschränkschreitender Austausch ter Zugang zu bildungszu strategischen, bilpolitisch relevanten Fo- Steuerungsmöglichkeiten und Programmumsetzung Chancen & Risiken dungspolitischen Fragen ren und Initiativen zur mit europäischen Part- Entwicklung der Bilnern. Teilnahme an Bil- dungspolitik in Europa, dungsminister- und Ge- ausser im Hochschulbeneraldirektorentreffen. reich (Bologna FollowZugang als Beobachter up Group). Kaum in sämtlichen ProMöglichkeiten, den grammgremien sowie in bildungspolitischen Diweiteren Expertengrup- alog in Europa pen. Einbezug in die mitzugestalten.

Diskussion bildungspolitischer Herausforderungen.

Nachteil: Begrenzter Vorteil: Selbständige Einfluss auf UmsetSteuerung und Anpaszungsrichtlinien. Wenig sung der Aktivitäten Flexibilität in Pround Umsetzungsrichtligrammumsetzung. Bü- nien. Tiefer administrarokratischer Überbau tiver Aufwand im Umdes Programms. Auf- gang mit der wändigere Berichterstat- Nationalagentur.

tungspflichten.

Nachteil: Instabile, indiVorteil: Qualitätssiche- rekte Beteiligung birgt rung im Rahmen beRisiken für Qualitätssiwährter Programmum- cherung und Wirkungssetzung möglich. messung.

Schaffung einer soliden Basis für systematische Evaluierung und Wirkungsmessung. Herstellung einer soliden Vergleichsbasis mit europäischen Ländern.

Vorteil: Grosses Poten- Nachteil: Mittel- bis zial für Ausweitung der langfristig potenzielle Angebot & Nachfrage Budget und erwartete Nutzung internationalen BilAbkoppelung von eurodungszusammenarbeit. päischer Bildungszusammenarbeit. Nachteil: Keine Selbstbestimmung. Falls mit der Entwicklung nicht einverstanden, ist ein Austritt möglich, wenn auch politisch potentiell heikel.

Nachteil: Risiko, dass Nachteil: Nachfrage Mobilitäts- und Koope- übersteigt finanzielle rationsaktivitäten na- Möglichkeiten im Rahmentlich in der Einmen der Schweizer Löstiegsphase nicht das sung deutlich. Bei aktuNiveau erreichen, wel- eller Mittelausstattung ches in einem ausgegli- kein oder nur geringes chenen Verhältnis zum Wachstum möglich.

Assoziierungsbeitrag Aufgrund notwendiger steht, jedoch etwas ge- Priorisierung z.T. Komringeres Risiko dank ei- pensation auf stark ner mit der EU ausge- nachgefragte Aktivitähandelten Reduktion ten, wie z.B. zulasten von 30 % für 2027. Al- Studierenden- und Dolerdings erhöht sich das zierendenmobilität für Risiko mit dem Wegfall Förderung European der Reduktion und ei- Universities.

nem allenfalls höheren Budget der nächsten Programmperiode.

Budgetentwicklung der Schweizer Lösung seit

2014 hat den Rückstand der Schweiz zusehends vergrössert. Start 2014 auf dem Niveau des halben BIP-Anteils, den die Schweiz im Falle einer Assoziierung an Erasmus+ hätte entrichten müssen, und seither Verdoppelung des Budgets. Das EU-Budget hat sich demgegenüber seither verdreifacht.

Prognosen zur erwarteten Nutzung des Programmbeitrags ab 2027 basieren auf zahlreichen Annahmen, die Ende 2025 nicht abschliessend verifiziert werden können (z.B. Anteil des Programmbeitrags, der für dezentral umgesetzte Massnahmen an die nationale Agentur fliesst, erwartete Stückpreise pro Mobilitätsaktivität und Bestimmung der realistischen Nachfragesteigerung in den jeweiligen Bildungsbereichen, Flexibilität der EU für Budgetverschiebungen). Sofern die Mobilität gemäss Leitaktion 1 gegenüber der Performance im Jahr 2024 im Hochschulbereich um 10 % und in den Bildungsbereichen Schul-, Berufs- und Erwachsenenbildung um 20-30 % erhöht werden kann, wäre eine Ausschöpfung der für Mobilität im Bildungsbereich verfügbaren Mittel, obwohl herausfordernd, schon im ersten Jahr der Assoziierung machbar.

Ausnahme bildet der Jugendbereich, der eine Vervierfachung des aktuell verfügbaren Budgets zu absorbieren hätte und, mit Blick auf eine Ausschöpfung der Mittel, mehr Zeit benötigt. Bei den Kooperationsaktivitäten der Leitaktionen 2 und 3 wurden im Rahmen der Schweizer Lösung im Jahr 2025 drei- bis viermal mehr Mittel beantragt als gemäss interner Planung verfügbar waren. Eine Ausschöpfung der Budgets für dezentral verwaltete Kooperationsaktivitäten ist somit schon im ersten Jahr der Assoziierung realistisch.

Beim Budgetanteil, der für zentral verwaltete Kooperationsaktivitäten der Leitaktionen 2 und

3 vorgesehen ist, ist eine Prognose hingegen schwierig: Hierzu fehlen einerseits Vergleichswerte, da Schweizer Bildungsinstitutionen bisher kaum Projekte selbst koordinieren konnten. Andererseits müssten hier auch jene Mittel in die Rechnung einfliessen, die Schweizer Partnerinstitutionen in Projekten erhalten, die nicht von einer Schweizer Institution koordiniert werden.

Anhang 2.11 (1): Glossar zu Ziffer 2.11 Strom Endverbraucher beziehungsweise Endkunde: Kunden, welche Elektrizität für den eigenen Verbrauch kaufen. Ausgenommen hiervon ist der Elektrizitätsbezug für den Eigenbedarf eines Kraftwerkes sowie für den Antrieb von Pumpen in Pumpspeicherkraftwerken.994 Herkunftsnachweis (HKN): Seit 2013 werden HKN über die Herkunft und Qualität des Stroms für die gesamte schweizerische Produktion aus Kraftwerken mit einer Netzanschlussleistung über 30 kVA erbracht. Für den Endverbraucher sind die HKN eine Garantie für den auf der Rechnung ausgewiesenen, gelieferten Strommix.995 MARI (Manually Activated Reserves Initiative): europäische Plattform für Regelenergie (schnelle Tertiärregelenergie) beziehungsweise für die gemeinsame Vorhaltung von Regelleistung.996 Marktkopplung (Market Coupling): Verfahren, wo getrennte Märkte für den Handel von Energie und die dafür notwendigen Transportkapazitäten zu einem integrierten Energiemarkt zusammengeschlossen oder eben gekoppelt werden.997 PICASSO (Platform for the International Coordination of Automated Frequency Restoration and Stable System Operation): europäische Plattform für Regelenergie (Sekundärregelenergie) beziehungsweise für die gemeinsame Vorhaltung von Regelleistung.998 TERRE (Trans European Replacement Reserve Exchange): europäische Plattform für Regelenergie (langsame Tertiärregelenergie) beziehungsweise für die gemeinsame Vorhaltung von Regelleistung.999 Übertragungsnetz: Elektrizitätsnetz, das der Übertragung von Elektrizität über grössere Distanzen im Inland sowie dem Verbund mit den ausländischen Netzen dient und in der Regel auf der Spannungsebene 220/380 kV betrieben wird. Zum Übertragungsnetz gehören insbesondere auch: a) Leitungen inklusive Tragwerke; b) Kuppeltransformatoren, Schaltanlagen, Mess-, Steuer- und Kommunikationseinrichtungen; c) gemeinsam mit anderen Netzebenen genutzte Anlagen, die mehrheitlich im Zusammenhang mit dem Übertragungsnetz genutzt werden oder ohne die das Übertragungsnetz nicht sicher oder nicht effizient betrieben werden kann; d) Schaltfelder vor dem Transformator beim Übergang zu einer anderen Netzebene oder zu einem Kraftwerk.1000 Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB): Der ÜNB ist verantwortlich für die Führung des schweizerischen Übertragungsnetzes mit dem Ziel eines sicheren, leistungsfähigen 994 995 ElCom, Glossar, https://www.elcom.admin.ch/elcom/de/home/glossar.html Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen, Glossar der VSE Branchendokumente, https://www.strom.ch/de/service/glossar-der-vse-branchendokumente#Engpass

996 Swissgrid, April 2025, TERRE, MARI und PICASSO - Europäische Plattformen für die gemeinsame Vorhaltung von Regelleistung (Factsheet).

997 Swissgrid, Februar 2015, Market Coupling (Factsheet).

998 Swissgrid, April 2025, TERRE, MARI und PICASSO - Europäische Plattformen für die gemeinsame Vorhaltung von Regelleistung (Factsheet).

999 Swissgrid, April 2025, TERRE, MARI und PICASSO - Europäische Plattformen für die gemeinsame Vorhaltung von Regelleistung (Factsheet).

1000 ElCom, Glossar, https://www.elcom.admin.ch/elcom/de/home/glossar.html. und effizienten Betriebs unter Einhaltung der technischen Grenzwerte und der geltenden technischen Regeln.1001 Verteilnetz: Elektrizitätsnetz hoher, mittlerer oder niederer Spannung zum Zwecke der Belieferung von Endverbrauchern oder EVU.1002 Verteilnetzbetreiber (VNB): Der VNB ist zuständig für die Gewährleistung des sicheren, leistungsfähigen und effizienten Betriebs des Verteilnetzes. Darüber hinaus schliesst der VNB Netzanschlussnehmer an sein Netz an und ermöglicht Netznutzern die Nutzung des Netzes.1003 Wasserzins: Der Wasserzins ist die Abgeltung zugunsten des Gemeinwesens (Gemeinden, Kantone) der Nutzung der Wasserkraft, die zur Energieerzeugung genutzt wird.1004

1001 Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen, Glossar der VSE Branchendokumente, https://www.strom.ch/de/service/glossar-der-vse-branchendokumente#Engpass

1002 ElCom, Glossar, https://www.elcom.admin.ch/elcom/de/home/glossar.html.

1003 Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen, Glossar der VSE Branchendokumente, https://www.strom.ch/de/service/glossar-der-vse-branchendokumente#Engpass.

1004 Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen, Glossar der VSE Branchendokumente, https://www.strom.ch/de/service/glossar-der-vse-branchendokumente#Engpass.

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